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Die Vienna D.C. Timberwolves (#5) haben zum Auftakt der 10. Runde in der Basketball Bundesliga ihren ersten Heimsieg in dieser Saison gefeiert. Der Aufsteiger besiegte die Fürstenfeld Panthers (#10) mit 91:69 und fügte den Steirern die elfte Niederlage im elften Spiel zu. Die Timberwolves bleiben weiterhin am fünften Tabellenplatz, haben aber die gleiche Punkteanzahl wie die Kapfenberg Bulls (#3) und die Unger Steel Gunners Oberwart (#4).

Die Wiener boten auch ohne ihren Pointguard Petar Cosic eine herausragende Teamleistung und waren den Fürstenfeld von Beginn an überlegen. Die restlichen drei Spiele der 10. Runde folgen am Sonntag.

Vienna D.C. Timberwolves – Fürstenfeld Panthers 91:69 (33:21, 55:36, 72:48)
Scorer Timberwolves: Hofbauer 14, Scott 13, Nikica Nikolic 11
Scorer Panthers: Spaleta 21, Mileta 15, Car 12

Die Vienna D.C. Timberwolves mussten neben ihren Langzeitverletzten (Müller, John und Polakovic) auch auf ihren etatmäßigen Pointguard Petar Cosic verzichten. Mit einer starken Offensivleistung – 6 von 8 getroffenen Dreipunktern – lagen die Wiener nach zehn Minuten mit 33:21 voran. Dank einer enorm tiefen Rotation hielten die „Wölfe“ Tempo und Intensität weiterhin hoch, um am Ende einen ungefährdeten und verdienten 91:69-Heimsieg zu feiern. Die Timberwolves profitierten von ihrem deutlich tieferen Kader: alle zwölf Spieler wurden für zumindest 8,5 Minuten eingesetzt. Aufgrund der Rotation ist es über 40 Minuten gelungen, Intensität und Aggressivität hoch zu halten. Gegen diese physisch starke Performance hatten die Panthers kein Rezept.

Top-Performer:
Nemanja NIKOLIC – 18:02 MIN | 7 PTS | 10 RB (5 OR)
Mario SPALETA – 34:09 MIN | 21 PTS | 4 RB | 5 AS

Key-Facts:

Timberwolves hatten eine deutlich tiefere Rotation zur Hand und bekamen mehr Input von den Bankspielern (46:14 „bench-points“)
Timberwolves holten 16 Offensivrebounds (insgesamt 45:32)
Bei den Timberwolves wurden 125 Minuten von U21-Spielern bestritten.

Stimmen zum Spiel:

Hubert Schmidt, Headcoach der Timberwolves: „Es war ein überraschend eindeutiger Sieg. Wir hätten mit einem härteren Spiel gerechnet, vor allem nach dem kurzfristigen Ausfall von Petar Cosic. Aber wir haben von Anfang an mit sehr guter Intensität und Teamplay gespielt. Wir waren teilweise sehr ‚jung‘ auf dem Feld und auch da war es basketballerisch recht schön anzuschauen und zufriedenstellend.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Timberwolves: „Wir haben von einer super Trefferquote in der ersten Halbzeit profitiert. In der zweiten Halbzeit haben wir dann konzentriert weitergespielt und damit den ersten Heimsieg der Saison eingefahren.“

Adnan Bajramovic, Headcoach der Panthers: “Ich habe meinen Spielern die gesamte Woche gesagt, dass wir nach Wien fahren, um zu gewinnen. Diesen Eindruck haben mir meine Spieler auch in guten Trainings vermittelt. Aber heute haben wir überhaupt nicht an jene Leistungen anknüpfen können. Die Timberwolves waren in jeder Hinsicht aggressiver und immer um einen Schritt schneller und präziser und deswegen haben sie auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“

Emils Sürums, Spieler der Panthers: „Der Unterschied heute ist anhand von zwei Dingen festzumachen: auf der einen Seite waren die Timberwolves heute ready, aggressiver. Auf der anderen Seite sind sie deutlich eingespielter als wir und haben mit ihrem guten Teamplay unsere Defensive immer wieder vor große Probleme gestellt.“

Souveräner erster Heimsieg der Wolves
Die Vienna D.C. Timberwolves feiern am Samstag im T-Mobile Dome ihren ersten Heimsieg in der ADMIRAL Basketball Bundesliga und den sechsten Erfolg insgesamt.

Gegen die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers siegen die Wölfe trotz des zusätzlichen Ausfalls zweier weiterer Guards (Petar Cosic und Paul Rotter) problemlos mit 91:69 (55:36).

Offensiv-Feuerwerk in der ersten Hälfte
Der 18-jährige Nikica Nikolic steht erstmals in der Starting Five, nur vier Wolves sind älter als 20 Jahre alt! Den Wölfen ist von einer Schwächung nichts anzumerken, Nikolic versenkt schnell einen Dreier zum 5:2, Peter Hofbauer lässt zwei folgen und die Hausherren führen nach fünf Minuten 16:7. Die Panthers kommen besser ins Spiel, doch Joe Scott, Hofbauer und Lukas Reichle fügen weitere Treffer von außen hinzu. Der Vorsprung wächst auf 31:15 an, durch einen Dreier von Marko Car verkürzen die Panthers bis zur Pause auf 21:33.

Im zweiten Viertel lassen Pippo D’Angelo, Andreas Werle und Co. den Ball offensiv weiter gut laufen, Fürstenfeld kann durch Filip Mileta, Mario Spaleta und schließlich Ibrahim Alisic dranbleiben bzw. auf 36:46 verkürzen. Danach versenken Marko Kolaric und Hofbauer zwei Dreipunkter und nach Freiwürfen von Julien Hörberg (sechs Assists in Hälfte eins) und David Rados heißt es zur Halbzeit 55:36.

Youngsters überzeugen
Der dritte Abschnitt ist offensiv nicht mehr so spektakulär, Car und Co. verkürzen zwischenzeitlich auf 48:64. Die Timberwolves gehen wieder früh in die Bank und setzen sich angeführt von D’Angelo und Scott wieder auf 72:48 ab.

Im Schlussviertel erhöhen die Youngsters um Sam Ringhofer und David Rados zunächst auf 79:50, Emils Sürums und Steirer antworten noch einmal mit einem 10:0-Run. Spannend wird es aber nicht mehr, mit Marko Goranovic schreibt auch der zwölfte Timberwolf an und die Donaustädter können sich über den ersten Heimsieg mit 125 (!) U21-Minuten freuen.

ABL, Samstag, T-Mobile Dome:
Vienna D.C. Timberwolves – Raiffeisen Fürstenfeld Panthers 91:69 (33:21, 55:36, 72:48)

Timberwolves: Hofbauer 14, Scott 13, Nik. Nikolic 11, D’Angelo 10, Kolaric 10, Rados 9, Nem. Nikolic 7, Reichle 6, Goranovic 3, Hörberg 3, Ringhofer 3, Werle 2

Panthers: Spaleta 21, Mileta 15, Car 12, Sürums 10, Reinelt 6, Alisic 2, Porca 2, Heuberger 1, Beganovic, Zukic; Ramadani

Hayden Lescault hat den Unger Steel Gunners Oberwart (#3) mit zwei Punkten in nahezu allerletzter Sekunde einen knappen 67:65-Auswärtssieg bei den Raiffeisen Flyers Wels (#8) beschert. Die Burgenländer liegen nach ihrem dritten Sieg in Serie wieder punktegleich mit dem Zweiten Traiskirchen an dritter Stelle. Die Oberösterreicher mussten indes ihre bereits sechste Niederlage in Folge hinnehmen und verloren auch das zweite Saisonduell mit dem zweifachen Meister Oberwart.

Raiffeisen Flyers Wels – Unger Steel Gunners Oberwart 65:67 (13:19, 30:35, 43:53)
Scorer Flyers: Spruill 21, Jonsson, Lamesic je 10
Scorer Gunners: Lescault 16, Poljak 13, Mikutis 11

Nach einem eher ausgeglichenen Beginn, wo sich beide Mannschaften etliche Ballverluste leisteten, gelang Oberwart beim Stand von 13:13 (9. Min) ein viertelübergreifender 10:0-Run. Trotz einigen Auf und Abs, behielten die Gunners bis zum Ende des Spiels ihren Vorteil – weil sie in den entscheidenden Phasen immer wieder wichtige „defensiv-stops“ geschafft haben. Im Schlussviertel konnten die Flyers jedoch den anfänglichen Rückstand von -10 (43:53), ehe Addison Spruill, der 10 seiner21 Punkte im Schlussviertel erzielte, die Welser neun Sekunden vor Schluss mit drei getroffenen Freiwürfen zum Ausgleich verhalf. In der letzten Possession für Oberwart tankte sich Hayden Lescault zum Korb durch und versenkte nahezu am Buzzer den Game-Winner.

Top-Performer:
Addison SPRUILL – 30:03 Min | 21 PTS | 3/3 3p | 4 RB

Andrius MIKUTIS – 23:50 Min | 11 PTS | 3/4 FG | 3 RB

Key-Facts:

Wels und Oberwart konnten mit dem gesamten Kader antreten.
Oberwart spielte erneut mit einer 9-Mann-Rotation, wo jeder Spieler zumindest 11:50 Minuten auf dem Feld stand.

Stimmen zum Spiel:

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Kämpferisch bin ich sehr stolz auf die Mannschaft. Offensiv fehlte uns der Rhythmus. In den letzten 5 Minuten haben wir sehr gut verteidigt. Oberwart hat es immer wieder geschafft, uns zu stoppen, wenn wir in unser Spiel gefunden haben. Gratulation an die Gunners.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers: „Es ist schwer zu sagen, woran es heute gelegen hat. Wir haben uns im 1. Viertel nicht gut präsentiert, in der 2. Halbzeit haben wir hart gekämpft.“

Horst Leitner, Headcoach der Gunners:
„Ob es ein verdienter Sieg ist, weiß ich nicht. Wir sind jedenfalls zufrieden mit dem Sieg heimzufahren, das macht die lange Fahrt erträglicher. Wels hat aber eine gute Entwicklung seit dem ersten Saisonduell durchgemacht und wird in dieser Liga noch für eine Überraschung sorgen.“

Hannes Ochsenhofer, Spieler der Gunners: „Es war ein eigenartiges Spiel, in dem beide Mannschaften sehr nervös waren. Es hat sich nicht gut ausgesehen, aber es war am Ende spannend und für solche Momente spielt man Basketball. Wir haben am Ende eindeutig das größere Glück gehabt, auch weil wir es verabsäumt haben das Spiel früher zu entscheiden.“

Presseinfo ABL/Profs Media/Vienna D.C. Timberwolves/red.

08.12.2018