SK Rapid Wien Trainer Didi Kühbauer: „Das war Defense pur.“

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In der 17. Runde der Tipico Bundesliga trafen im Allianz Stadion die Mannschaften von SK Rapid Wien und SK Sturm Graz aufeinander.

In einem sehr ausgeglichenen Spiel glänzten vor allem die Verteidigungsreihen. So endete das Spiel mit einem torlosen Unentschieden. Wir haben die Stimmen zum Spiel …

SK Rapid Wien – SK Sturm Graz 0:0 (0:0)
Schiedsrichter: Robert Schörgenhofer

Didi Kühbauer (Trainer SK Rapid Wien):

… über das Spiel seiner Mannschaft: „Wir hätten es öfters über die Seite versuchen müssen. Wir hätten den Ball besser rausspielen müssen und nicht immer in die Schnittstelle.“

… .über das Spiel allgemein: „Ich habe mir nichts anderes erwartet. Ich habe gewusst, dass Sturm hier herkommt und dass sie mit dem selben Abstand nach Hause fahren wollen und mit ein bisschen Glück sogar das Spiel gewinnen können. Das war Defense pur, das haben sie sehr gut gemacht. Natürlich hilft ihnen der Platz da auch mit.“

… über den schlechten Rasen: „Ich glaube nicht, dass irgendein Zauberer den Platz bis Donnerstag noch so hinbringt, dass man hier einen Zauberfußball spielen kann.“

… .über die kommende Woche. „Wir wollen weiterkommen, wir wollen aufsteigen und dann kommt die Austria. Ich denke jetzt aber nur an das Rangers-Spiel.“

… über die Verletzung von Sonnleitner: „Er hat mir gesagt, dass der Muskel zugemacht hat. Er hat keinen Stich verspürt, das hört sich einmal gut an.“

Stefan Schwab (Spieler SK Rapid Wien):

… über das Resultat: „Aufgrund der Partie war es ein gerechtes Unentschieden. Beide Mannschaften hatten eine hundertprozentige Chance in der zweiten Halbzeit. Die Bedingungen waren sehr, sehr schwer zu spielen, es war kein schönes Spiel. Wichtig ist für uns, dass wir die direkten Duelle nicht verlieren und dass wir den Rückstand nicht größer aufreißen .Aber natürlich, jetzt sind noch fünf Runden zu gehen und wir brauchen Dreier.“

… über den Gegner Sturm: „Es ist sehr schwer sich da durchzukombinieren. Sturm hat eigentlich destruktiv gespielt, wollte auf keinen Fall verlieren. Es ist für beide Mannschaften viel am Spiel gestanden und das hat man glaube ich gesehen.“

… über die Wichtigkeit der kommenden Woche: „Europa League ist einfach geil. Rangers ist eine wundschöne Partie, in der wir unbedingt aufsteigen wollen. Und dann haben wir natürlich das Derby und das ist enorm wichtig, damit wir dann vor dem Winter noch einen Anschluss kriegen.“

Stephan Auer (Spieler SK Rapid Wien):

… über das Spiel: „Wir haben uns mehr vorgenommen, wir wollten unbedingt die drei Punkte haben. Aber Sturm hat sich nur auf die Defensive konzentrieren und wollte mit Kontern zum Erfolg kommen. Mit der Wiese und dem Wind war es dann schwer zu spielen.“

… über die nächste Woche: „ Wir gehen positiv in die nächsten Woche rein, bereiten uns vor auf Donnerstag und werden da alles geben wieder.“

Roman Mählich (Trainer SK Sturm Graz):

… vor dem Spiel auf die Frage, ob er Druck verspüre: „Gar nicht, das ist für mich wirklich ein tolles Erlebnis. Ich genieß das im Moment so. Das ist mein drittes Spiel als Sturm-Trainer jetzt. Ich verspüre wirklich keinen Druck, es ist reine Vorfreude auf das was kommt.“

… vor dem Spiel über die Tatsache, dass Philipp Hosiner heute nicht im Kader ist: „Das sind Entscheidungen, wie sich jeder vorstellen kann, die nicht leicht sind. Ich muss einen Kader nominieren, kann leider nicht alle 22 gesunden Spieler mitnehmen. Und irgendwen trifft es dann. Es tut mir persönlich sehr, sehr leid immer und es fällt mir nicht einfach, aber an diesen Entscheidungen führt kein Weg vorbei. Philipp Hosiner ist ein ausgezeichneter Spieler, aber wir haben viele ausgezeichnete Spieler. Noch einmal: Ich muss den Kader nominieren und ich entscheide so, wie ich glaube, dass es für unsere Mannschaft am besten ist.“

… nach dem Spiel: „Wir wissen, dass sie hohe individuelle Qualität haben. Natürlich müssen wir uns auf das einstellen. Nach vorne hin, da brauchen wir nicht reden, ist es kein Feuerwerk. Aber bin jetzt drei Wochen hier, wir haben dreimal zu null gespielt, sieben Punkte geholt, schwere Spiele gehabt. Ich glaube, wir können im Moment mit dem Verlauf zufrieden sein.“

Thomas Schrammel (Spieler SK Sturm Graz):

… über das Spiel: „Im Endeffekt war mehr drinnen, auch wegen des Stangenschusses. Wir hätten auch mit 1:0 gewinnen können. Wir sind sehr souverän hinten gestanden. Ich glaube, Rapid hat nur eine Torchance durch einen Freistoß gehabt, sonst war nicht viel. Aber ein Punkt im Hanappi ist immer gut.“

… über das Gastspiel bei seinem Ex-Verein: „Es ist wie daheim. Wenn man 20 Jahre hier spielt ist es eh klar, da fühlt man sich wohl. Es ist immer schön heimzukommen.“

Günter Kreissl (Sportdirektor Sturm Graz):

… in der Pause über die Bedeutung des Spiels: „Sehr wichtig. Aufgrund des Modus, den wir haben, ist jetzt einfach in der Phase jeder Punkt, jeder Sieg von Bedeutung. Überhaupt so wie wir in der Tabelle dastehen und so eng wie es um den Strich ist.“

… in der Pause auf die Frage, wie sich die Spielanlage von Vogel auf Mählich verändert hat: „Das kann man final nach dieser wenigen Anzahl an Spielen noch nicht sagen. Was man merkt und was wir alle kennen ist, dass wir Wert auf die Defensive legen. Die Mannschaft hat sich defensiv sehr stabilisiert, sicher auch den Fokus auf Standards gelegt. Man hat gegen den WAC in der zweiten Hälfte schon gesehen, dass wir sehr wohl auch spielerisch entsprechen können.“

… .über eine mögliche Verlängerung mit Lukas Spendlhofer: „Es haben schon Gespräche begonnen. Er fühlt sich in Graz sehr wohl, ist mit dem Verein inzwischen sehr verbunden. Er kann sich auch vorstellen zu bleiben, ist aber halt in einer Altersphase seines Lebens, in der du als Spieler auch, wenn ein Angebot aus dem Ausland kommen sollte, darüber nachdenken willst. Aber wir sind schon in Gesprächen und es ist durchaus gut vorstellbar, dass diese Zusammenarbeit in die nächsten Jahre geht.“

… über seine Strafe über 5.000 Euro, die er nach dem St. Pölten-Spiel bekommen hat: „Ich habe dieses Urteil nur mal inhaltlich übermittelt bekommen, was die Strafe ist. Der Prozess ist dann so, dass man einen Langbeschluss beantragt und auf den warte ich noch. Dann kann ich mir auch die Begründung anschauen. Und auch von meiner Seite: Dass das, was ich getan habe, eine Strafe nach sich ziehen muss, ist okay. Die Höhe der Strafe hat mich auch überrascht.“

Alfred Tatar (Sky Experte):

… über die Statistik, dass Rapid nun die wenigsten Tore aller Bundesliga-Teams erzielt hat: „Was Rapid betrifft ist ganz klar, dass man mit diesen Zahlen überhaupt nicht zufrieden sein kann. Oberflächlich betrachtet, ist das ungenügend. Im Zeugnis, ich habe nie einen gehabt, aber es würde Fünf stehen.“

… über die Höhe der Strafe von Kreissl: „Bei meinen Strafen würde der Günter Kreissl nur lächeln, so viel hab ich schon eingezahlt. Diese Herren dort, die das entscheiden, sind sowieso nicht von dieser Welt.“

… .über das bevorstehende Wiener Derby: „Ich denke, Rapid hat jetzt wieder Tuchfühlung auf diese vorderen Regionen, momentan wird sich der Druck eher wieder auf violett schieben.“

… über diese Bundesligarunde: „Global betrachtet ist es bemerkenswert in dieser Runde, dass es zwei Heimsiege und vier Unentschieden gibt. Das bedeutet kein Auswärtssieg. Diese vier Unentschieden sagen mir wiederrum, dass auf gleichem Niveau gekämpft wird. Man sieht, es schiebt sich von den Spielleistungen immer mehr zusammen, wie es sich auch um den sechsten Rang zusammenschiebt.“

Walter Kogler (Sky Experte):

… vor dem Spiel über die Ausgangslage beider Teams: „Sturm könnte mit einem Punkt ganz gut leben, für Rapid wäre das ganz das Minimalstziel. Dann hat man nichts erreicht, sondern es würde für die restlichen fünf Runden der Abstand zum Strich bleiben. Aber wenn Rapid verliert, dann brennt’s richtig.“

… vor dem Spiel über die beiden Spielertypen Kühbauer und Mählich: „Sie waren auch als Spieler schon absolute Persönlichkeiten. Jeder auf seine Art und Weise. Zwei Spieler, die immer auch Verantwortung übernommen haben und das große Ganze gesehen haben. Vielleich war Dietmar Kühbauer ein bisschen emotionaler und noch ein bisschen heißblütiger. Der Roman war auf seine Art sehr, sehr wertvoll. Ich glaube, das haben sie bis heute nicht abgelegt.“

… auf die Frage, ob das 0:0 leistungsgerecht sei: „Ja! Beide Mannschaften haben sich mehr oder weniger im Mittelfeld neutralisiert, es waren wenige richtige Torchancen vorhanden.“

… über die Auswirkungen des Resultats für Sturm: „Sturm hat jetzt den Abstand zu Rapid bewahrt und aufgrund der Tatsache, dass Austria nicht gewonnen bzw. sogar verloren hat und Hartberg auch nur einen Punkt geholt hat, ist für Sturm dieser Punkt sehr, sehr wertvoll.“

Presseinfo Sky Austria/red.

09.12.2018