Red Bull Salzburg, Vienna Capitals

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Bis 48 Sekunden vor dem Ende sah der EC Red Bull Salzburg wie der neue Tabellenführer aus. Dann glich Chris DeSousa für die spusu Vienna Capitals aus, die Wiener gewannen schließlich mit 4:3 im Penaltyschießen.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Leichte Vorteile hatten dabei die Hausherren, Ex-Bulle Bernhard Starkbaum im Wiener Tor verhinderte jedoch mit einigen starken Paraden vorerst einen Gegentreffer. Doch auch Lukas Herzog im Salzburger Kasten musste gleich zu Beginn mit einem tollen Save gegen Rafael Rotter retten. Nach sieben Minuten kam Ryan Duncan im Slot frei zum Schuss, Starkbaum zeigte jedoch einen super Reflex mit der Fanghand. Praktisch im Gegenzug verhinderte die Stange das 0:1 durch Riley Holzapfel. Im ersten Salzburger Powerplay war schließlich Thomas Raffl zur Stelle und verwertete einen Rebound nach Regner-Schuss zur Führung (17.).

Nach der Pause legten die Vienna Capitals einen Blitzstart hin und glichen nach nur 32 Sekunden durch einen Flachschuss von der blauen Linie von Patrick Peter aus. In der Folge waren die Gäste aus Wien am Drücker, nur vier Minuten nach dem Treffer verhinderte Herzog mit einer super Parade das nächste Tor. Nachdem Van de Velde in Unterzahl scheiterte, markierte Riley Holzapfel sehenswert das 2:1 für die Hauptstädter. Er zog von der Bande vors Tor, ließ Ryan Duncan alt aussehen und hob den Puck über Herzog ins Kreuzeck. Ein super Forecheck von Mario Huber brachte in Minute 32 den Ausgleich. Er erkämpfte sich im Angriffsdrittel die Scheibe, spielte ideal auf Alexander Rauchenwald und dieser ließ dem Wiener Schlussmann keine Chance.

Nach nur drei Minuten im dritten Drittel stürmte Dominique Heinrich ins Angriffsdrittel und traf mit einem platzierten Handgelenksschuss zur neuerlichen Führung für die Red Bulls. Augenblicke später vergab Chis Van de Velde beinahe leichtsinnig die nächste Chance. In den letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit machten die Caps in einem Powerplay ordentlich Druck, doch die Salzburger Defensive stand sicher. Als Philippe Lakos zwei Minuten vor dem Ende auf die Strafbank musste, schien das Spiel entschieden zu sein. Doch Wien nahm in Unterzahl den Goalie vom Eis und glich tatsächlich 48 Sekunden vor dem Ende durch Chris DeSousa aus. Damit ging das Spiel in die Verlängerung, in der beide Teams nichts anbrennen ließen. Im folgenden Penaltyschießen trafen für die Gäste Holzapfel und Vause, während Duncan und Rauchenwald scheiterten. Damit verloren die Red Bulls nach sechs EBEL-Siegen erstmals wieder und die Capitals verteidigten die Tabellenführung erfolgreich.

Erste Bank Eishockey Liga, Runde 28:
Di. 18.12.2018: EC Red Bull Salzburg – spusu Vienna Capitals 3:4 n. P. (1:0,1:2,1:1,0:0,0:1)
Schiedsrichter: GRUBER/STERNAT, 2.755 Zuschauer;
Tore RBS: Raffl (17./pp), Rauchenwald (32.), Heinrich (43.)
Tore VIC: Peter (21.), Holzapfel (25., 65./entsch. Pen.), DeSousa (60./sh)

Medieninfo Erste Bank Eishockey Liga

18.12.2018