Basketball

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Die Fürstenfeld Panthers (#10) haben nach elf Niederlagen in Serie ihren ersten Saisonsieg in der Basketball Bundesliga gefeiert. Die Steirer seigten bei den Flyers Wels (#9) mit 81:75. Wels kassierte damit seine bereits achte Niederlage in Serie.

Die Kapfenberg Bulls (#3) und die Klosterneuburg Dukes (#2) haben indes dafür gesorgt, dass die ersten fünf Plätze in der Tabelle vorübergehend nur noch durch zwei Punkte getrennt sind. Der amtierende Meister Kapfenberg gewann beim Tabellenführer Swans Gmunden (#1), trotz zweimaliger Führung um 12 Punkten, schlussendlich knapp mit 87:85. Kapfenberg-Neuzugang Joe Mvuezolo kam bei seinem Debüt auf drei Punkte. Bogic Vujosevic verzeichnete mit 35 Punkten sein „ABL career high“. Klosterneuburg sicherte sich nach zwölf Niederlagen wieder einen Sieg in einem Niederösterreich-Derby.

Die Dukes rangen sich gegen die Traiskirchen Lions (#4) zu einem 84:81-Heimsieg nach Verlängerung durch.
Abgeschlossen wird die 12. Runde am Sonntag mit dem Duell BC Vienna (#7) gegen die Unger Steel Gunners Oberwart (#5).

Flyers Wels – Fürstenfeld Panthers 81:75 (18:16, 36:37, 60:57)
Scorer Flyers: Flannigan 20, Blazevic 18, Zulic 16
Scorer Panthers: Car 34, Davis 21, Spaleta 14

Die Fürstenfeld Panthers (#10) haben nach zuletzt zwölf Niederlagen in Folge (inklusive Cup; Anm.) ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Die Steirer triumphierten bei den Flyers Wels (#9) mit 81:75 und fügten den Oberösterreichern ihre nun schon achte Niederlage in Serie zu. Nachdem die ersten zweieinhalb Viertel ausgeglichen verliefen, konnte sich Wels im dritten Abschnitt mit einem 12:0-Run eine zweistellige Führung sichern (53:43 | 27. Min). Doch die Panthers verkürzten noch in diesem Viertel auf 57:60. Kurz nach Beginn des Schlussabschnitts gingen die Panthers seit Beginn der zweiten Halbzeit wieder in Führung. Diese verteidigten die Steirer dank erfolgreicher Einzelaktionen bis zum Ende, um den ersten Saisonsieg dingfest zu machen. Ohne drei Stammspielern (Jakupovic, Csebits und Sina) und einem angeschlagenen Davor Lamesic waren die Welser am Ende nicht mehr in der Lage die achte Niederlage in Serie abzuwenden.

Top-Performer:

Benjamin Blazevic – 32:53 MIN | 18 PTS | 7/9 FG | 12 RB
Marko Car – 40:00 MIN | 34 PTS | 7/15 3pFG | 7 AS

Key-Facts:

Fürstenfeld zeigte aus der Distanz seine zweitbeste Wurfleistung (45% | 14/31). Wels traf nur 21% (5/23) von jenseits der Dreipunktelinie.
Fürstenfeld kam zum ersten Mal in dieser Saison auf nur 9 Turnover. Ihr Saisondurchschnitt beträgt 18,2 Ballverluste pro Spiel.
Fürstenfeld bekam erst zum zweiten Mal in dieser Saison weniger als 76 Punkte.
Wels konnte seine Vorteile in der Zone (40:27 Rebound und 42:22 „points in the paint“ nicht nutzen).

Stimmen zum Spiel:

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Gratulation an Fürstenfeld. Leider konnten wir uns für unseren Einsatz heute nicht belohnen.“

Adnan Bajramovic, Headcoach der Panthers:
„Gratulation an meine Mannschaft. Der Einsatz hat sich endlich ausgezahlt. Ich bin unglaublich stolz auf diesen Erfolg.“

Swans Gmunden – Kapfenberg Bulls 85:87 (19:23, 40:48, 61:69)
Scorer Swans: Murati 22, White 19, Friedrich 14
Scorer Bulls: Vujosevic 35, Wilson 23, Stegnjaic 11

Die Kapfenberg Bulls (#3) haben sich erstmals in dieser Saison auf den dritten Tabellenplatz geschoben. Nachdem die Steirer das erste Saisonduell mit den Swans Gmunden (#1) verloren hatten, errangen sie auswärts einen knappen 87:85-Erfolg. Die Oberösterreicher bleiben trotz ihrer dritten Saisonniederlage, der zweiten vor heimischem Publikum in Folge, alleiniger Tabellenführer der Basketball Bundesliga. Gmunden verteidigte bis kurz vor der ersten Unterbrechung einen Vorteil von bis zu sechs Punkten (14:8 | 5. Min), ehe Kapfenberg mit einem viertelübergreifenden 15:3-Run (33:22 | 13. Min) sich erstmals in diesem Spiel eine zweistellige Führung sicherte. Diesen behauptete der Meister bis ins Schlussviertel, als Gmunden einen 16:5-Start hinlegte und mit 77:74 wieder in Führung ging (35. Min). Kapfenberg war dann in einem dramatischen Finish den Tick abgebrühter und sicherte sich schlussendlich knapp seinen ersten Saisonsieg über den Vizemeister.

Top-Performer:

Devin White – 36:25 MIN | 19 PTS | 14 RB | 4 AS
Bogic Vujosevic – 35:44 MIN | 35 PTS | 13/17 FG | 4 RB | 4 AS = CAREER HIGH

Key-Facts:

Swans bleiben trotz Niederlage an der Tabellenspitze.
Bogic Vujosevic führte sein Team mit 35 Punkten zum Sieg und verbuchte sein career-high.
Swans müssen zweite Heimniederlage in Serie hinnehmen.

Stimmen zum Spiel:
Halard Stelzer, Finanzvorstand von Gmunden: „Wir haben leider zwei bis drei Fehler zu viel gemacht, um so ein enges Spiel letztendlich zu gewinnen. Wir haben auch unter den Brettern nicht sehr glücklich agiert.“

Bernd Wimmer, Headcoach von Gmunden: „Gratulation an Kapfenberg. In einem hartumkämpften Sieg geht Kapfenberg verdienterweise als Sieger vom Feld, weil sie einfach weniger Fehler gemacht haben.“

Mike Coffin, Headcoach von Kapfenberg: „Es war von beiden Mannschaften ein sehr gutes, interessantes Spiel. Der Grund für den Sieg waren am Ende unsere Big-Plays.“

Klosterneuburg Dukes – Traiskirchen Lions 84:81 OT (22:22, 37:34, 55:52, 71:71)
Beste Werfer Dukes: Miletic 29, Bavcic 20, Lanegger 13
Beste Werfer Lions: Ray 31, Güttl 13, Andjelkovic 12

Während das erste Niederösterreich Derby der Saison noch eine klare Angelegenheit für die Lions war, entwickelte sich in der Rückrunde ein an Spannung kaum zu überbietender Krimi. Die Gastgeber aus Klosterneuburg starteten besser in die Begegnung und führten schnell mit 11:2. Dann schalteten aber die Löwen einen Gang höher und glichen noch im ersten Viertel aus. In weiterer Folge erkämpften sich die Herzöge zahlreiche zweite Chancen (23 Offensivrebounds) und hatten meist die Nase knapp vorne. Edin Bavcic (20 Punkte, 10 Rebounds) und Maximilian Hopfgartner (12 Punkte, 10 Rebounds) waren unter dem Korb nicht zu stoppen und verbuchten Double-Double. Doch Shawn Ray (31 Punkte) und die Lions ließen sich nicht abschütteln und kämpften sich immer wieder zurück. Predrag Miletic (29 Punkte) übernahm in dieser Phase für die Hausherren viel Verantwortung. In den letzten fünf Minuten des vierten Viertels wechselte die Führung mehrmals. Weniger als 30 Sekunden vor dem vermeintlichen Ende brachte Benedikt Güttl sein Team in Front. Edin Bavcic fand allerdings drei Sekunden vor dem Ende den komplett alleingelassenen Miletic, der die Dukes in die Verlängerung brachte. Diese war von zahlreich getroffenen Dreiern und ebenfalls von mehreren Führungswechseln geprägt. Die Dukes behielten schließlich in der Crunch-Time die Nerven uns sicherten sich einen harterkämpften 84:81 Erfolg. Mit diesem Sieg kletterten die Herzöge auf den zweiten Tabellenrang. Die Löwen fielen hingegen auf Platz vier zurück.

Top-Performer:

Predrag Miletic – 33:22 MIN | 29 PTS | 5 RB | 5 AS
Shawn Ray – 43:53 MIN | 31 PTS | 11 RB

Key-Facts:

Die Dukes revanchieren sich für die deutliche Derby-Niederlage in der Hinrunde.
Klosterneuburg stellt den eigenen Rekord in geholten Offensivrebounds ein (23).
Während die Herzöge auf den zweiten Platz kletterten, fielen die Löwen auf Rang vier zurück.

Stimmen zum Spiel:

Werner Sallomon, Headcoach der Dukes: „Es war das erwartet schwere Spiel, weil klar war, dass die Lions nach der Cup Niederlage besonders motiviert sind. Es war zwar kein Sieg mit Glanz, aber wir haben stark gekämpft. Es ist gut, dass wir auch enge Spiele für uns entscheiden können.”

Damir Zeleznik, Assistant Coach der Dukes: „Das war ein echter Kampf und beide Mannschaften hätten den Sieg verdient. Am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft.”

Zoran Kostic, Headcoach der Lions: „Es war ein schönes und spannendes Spiel für die Zuschauer. Ich gratuliere Klosterneuburg sie haben verdient gewonnen.”

Benedikt Güttl, Kapitän der Lions: „Es war eine sehr intensive Partie und wir haben schlecht begonnen. In der ersten Halbzeit haben die Dukes den Rebound kontrolliert, in der zweiten Spielhälfte kamen auf unserer Seite Foulprobleme hinzu. In der Overtime wechselte die Führung dauernd. Gratulation an Klosterneuburg zum Sieg.”

Dukes beschenken sich mit Derbysieg selbst
Zum ersten Mal seit 10. April 2016 können die Dukes die Lions in der Liga wieder besiegen. In einer extrem spannenden und hart umkämpften Partie setzten sie sich schließlich nach Verlängerung knapp durch.

Die Klosterneuburger starteten stark und trafen gleich drei Dreier in Folge, die Lions mussten bereits nach 115 Sekunden eine Auszeit nehmen. Die Gäste kamen danach besser ins Spiel und sukzessive näher, nach sieben Minuten schafften sie den Ausgleich, kurz darauf gingen sie erstmals in dieser Partie in Front. Von da weg war dieses intensiv geführte Niederösterreich-Derby sehr ausgeglichen und dementsprechend auch der Spielstand nach den ersten zehn Minuten – 22:22. Nach einer ebenso ausgeglichenen ersten Phase in Viertel 2 verschafften sich die Dukes gegen Viertelmitte wieder etwas Luft (30:25). Diese Führung konnten sie bis zur Halbzeit behaupten und mit 37:34 in die Garderoben gehen.

Mit fünf Punkten in Folge nach Seitenwechsel eroberten die Lions erneut die Führung, dann ging es wieder hin und her und beide Teams schenkten sich nichts. Jozo Rados kam im weiteren Viertelverlauf in ordentliche Foulprobleme und musste nach seinem vierten erst einmal auf die Bank, was natürlich eine Schwächung für die Traiskirchner bedeutete. Die Dukes gewannen dann wieder etwas Abstand und stellten zwei Minuten vor Schluss auf 53:47, sie gingen letztlich mit drei Punkten Vorsprung in den Schlussabschnitt. Auch da blieb es eine verdammt enge Kiste und ging in eine spannende Schlussphase. 24 Sekunden vor Schluss nutzte Güttl die Chance, um sein Team mit 71:69 in Front zu bringen, drei Sekunden vor Schluss gelang Miletic aber der Ausgleich und es ging in die Verlängerung.

Mit einigen Dreiern auf beiden Seiten wechselte auch da die Führung mehrmals hin und her. Beim Stand von 81:79 für die Lions musste Rados nach seinem fünften Foul 90 Sekunden vor Ende vom Parkett, Lanegger scorte darauf von Downtown zum 82:81 für sein Team. Im Gegenzug verloren die Lions den Ball und schickten anschließend Miletic an die Freiwurflinie, der sechs Sekunden vor der Sirene auf 84:81 stellte. Eine Chance blieb den Gästen noch, doch beim Einwurf verloren sie den Ball abermals und damit war das Spiel zu Gunsten der Dukes entschieden.

Kommentare:
Werner Sallomon, Head Coach Dukes:
“Es war das erwartet schwere Spiel, weil klar war, dass die Lions nach der Cup Niederlage besonders motiviert sind. Es war zwar kein Sieg mit Glanz, aber wir haben stark gekämpft. Es ist gut, dass wir auch enge Spiele für uns entscheiden können.”

Damir Zeleznik, Assistant Coach Dukes: „Das war ein echter Kampf und beide Mannschaften hätten den Sieg verdient. Am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft.“

Zoran Kostic, Head Coach Lions: “Es war ein schönes und spannendes Spiel für die Zuschauer! Ich gratuliere Klosterneuburg sie haben verdient gewonnen.”

Benedikt Güttl, Spieler Lions: “Es war eine sehr intensive Partie und wir haben schlecht begonnen. In der ersten Halbzeit haben die Dukes den Rebound kontrolliert, in der zweiten Spielhälfte kamen auf unserer Seite Foulprobleme hinzu. In der Overtime wechselte die Führung dauernd. Gratulation an Klosterneuburg zum Sieg.“

BK Dukes Klosterneuburg vs. Arkadia Traiskirchen Lions 84:81 n.V. (22:22, 15:12, 18:18, 16:19, 13:10)

Werfer Dukes: Miletic 29, Bavcic 20, Lanegger 13, Hopfgartner 12, Burgemeister 3, Greimeister 3, Bauer 2, Pettinger 2.
Werfer Lions: Ray 31, Güttl 13, Andjelkovic 12, Rados 11, Danek 8, Brzina 2, Gentner 2, Schmit 2.

Presseinfo ABL/Profs Media/Klosterneuburg Dukes

22.12.2018