KAC, #G99KAC

© Sportreport

Am zweiten Weihnachtsfeiertag muss der KAC auswärts ran. Am Stefanitag treten die Rotjacken auswärts bei den Graz 99ers an, von denen sie in der Tabelle derzeit nur ein einziger Zähler trennt.

DIE ECKDATEN: Zum Auftakt der Serie an sechs regionalen Duellen zwischen Weihachten und Dreikönig tritt der EC-KAC am Mittwochabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) auswärts bei den Graz 99ers an. Mehr als 700 Fans werden die Rotjacken in die Steiermark begleiten, das Eisstadion in Liebenau ist bereits seit der Vorwoche ausverkauft. Sky Sport Austria überträgt diese Begegnung live, zudem berichten auch der Live-Ticker auf kac.at und Radio Kärnten direkt aus Graz.

DIE AUSGANGSSITUATION: Seit dem 6:4-Heimerfolg über Dornbirn am 27. November, mit dem der EC-KAC erstmals in der laufenden Saison an die Tabellenspitze kletterte, wechselten sich bei den Klagenfurtern Siege und Niederlagen kontinuierlich ab. Der jüngste 1:2-Verlust gegen den nunmehrigen Leader Wien führte für die Rotjacken zum Rückfall auf Rang drei im Ranking. In der Fremde verlor der EC-KAC zuletzt zwei Mal hintereinander, insgesamt kassierte man dabei in Znojmo und Székesfehérvár gleich 13 Gegentreffer. In den beiden bisherigen Saisonduellen mit den Graz 99ers zogen die Kärntner jeweils den Kürzeren, zu Hause unterlagen sie Mitte Oktober mit 2:3 nach Penaltyschießen, auswärts Anfang November trotz einer 3:0-Führung nach dem ersten Drittel mit 3:6.

Die Graz 99ers, die zwischenzeitlich sogar den sprichwörtlichen Platz an der Sonne eingenommen hatten, gehen auf Rang fünf liegend in die Konfrontation mit dem EC-KAC. Die Steirer konnten in nur einer ihrer jüngsten sechs Begegnungen – beim 5:2-Heimerfolg über den HC Innsbruck – voll punkten, bewiesen aber erst am Sonntag ComebackQualitäten, als sie trotz eines 2:4-Rückstands nach 50 Spielminuten auswärts gegen den EHC Linz noch einen 5:4-Sieg nach Shootout einfuhren. Die 99ers zeichnet in der laufenden Spielzeit insbesondere ihre Stärke auf eigenem Eis aus, ihre dort bereits gesammelten 34 Zähler werden nur von Tabellenführer Wien (37) überboten.

DIE ZAHLEN ZUM SPIEL: 0,62 – Ihr jüngstes Spiel, das 1:2 gegen die Capitals am Sonntag, verloren die Rotjacken insbesondere im Offensivdrittel: Pro kontrolliertem Vorstoß in die Angriffszone kamen die Klagenfurter nur auf 0,62 Torschussversuche, was dem zweitniedrigsten Wert der laufenden Spielzeit entsprach (Saisonschnitt zuvor: 0,92).

3,30 – In den beiden bisherigen Saisonduellen mit den Graz 99ers ließ der EC-KAC seine Kompaktheit in der Defensive vermissen: Gegen die Steirer kassierten die Rotjacken heuer pro 60:00 Even Strength-Minuten im Schnitt 3,30 Gegentore, gegen alle übrigen Gegner in der Liga weniger als die Hälfte (1,61).

17 – Stürmer Nick Petersen baute in den vergangenen Wochen seine Führung in der teaminternen Plus/Minus-Wertung aus, aktuell hält er bei einem Rating von +17. Der Kanadier beendete nur drei seiner 29 Partien in der aktuellen Saison mit einem negativen Wert.

36 – Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 gewann der EC-KAC nur in der heimischen Stadthalle mehr Spiele als im nunmehrigen Merkur Eisstadion: In Graz-Liebenau gelangen Rot-Weiß bislang 36 Siege (bei 57 Auftritten).

76,1 – In den beiden ersten heurigen Begegnungen mit den Steirern hatten die Rotjacken Probleme in ihrem Passspiel, von 911 Zuspielen gelangten nur 693 (oder 76,1 Prozent) an den jeweiligen Mitspieler. Pro 60:00 gespielten Minuten produzierten die Klagenfurter gegen die 99ers im Schnitt 104,6 Fehlpässe (gegenüber 73,7 gegen alle anderen EBELKontrahenten).

DER GEGNER: Unter der Führung von Ex-KAC-Trainer Doug Mason spielten die Graz 99ers bislang eine starke Saison: Pro Partie wanderten im Schnitt 1,77 Punkte auf das Konto der Steirer, was im 19. Jahr des Klubs in der höchsten Spielklasse dem zweithöchsten Wert (nach 2009/10 mit 1,92 Zählern) entspricht. Speziell offensiv läuft es für Graz heuer sehr gut: Ligaweit erzielte aus dem Spiel heraus nur der EC Salzburg mehr Treffer als die 99ers (aktuell 104 Saisontore). Mit einer Erfolgsquote von 27,6 Prozent verfügt der derzeitige Tabellenfünfte auch über das effizienteste Powerplay in der Erste Bank Eishockey Liga.

Zuzuschreiben sind diese positiven Kennzahlen auch geglückten Personalentscheidungen im Sommer, Neuzugänge wie Colton Yellow Horn, Ty Loney oder Matt Caito erwiesen sich bislang als kontinuierliche Punkteproduzenten, ebenfalls neu zum Team gestoßene Kräfte wie Robin Jacobsson oder Dwight King überzeugen durch ihre defensive Zuverlässigkeit. Zudem verfügen die Steirer mit Robin Rahm über einen starken Schlussmann: Der Schwede verbuchte bei 15 EBEL-Starts bereits drei Shutouts und zog den Rotjacken im letzten Duell auf Grazer Eis in Drittel zwei und drei förmlich die Nerven. Hinter seinem Einsatz am Mittwoch steht nach einer im Auswärtsspiel in Linz erlittenen, leichten Verletzung allerdings noch ein Fragezeichen.

Das Duell zwischen den Graz 99ers und dem EC-KAC erlebte in der höchsten Spielklasse Österreichs bislang 117 Auflagen, dabei standen 79 rot-weißen Siegen nur deren 38 der Steirer gegenüber. Von den jüngsten zehn Konfrontationen gingen allerdings gleich sieben an die 99ers, darunter auch die beiden bisherigen Begegnungen in der aktuellen Spielzeit.

DIE PERSONALIEN: Beim EC-KAC stehen für dieses Spiel nach derzeitigem Stand alle Kaderspieler mit Ausnahme des langzeitverletzten Manuel Geier zur Verfügung. Endgültige Entscheidungen über das Lineup fällt der Trainerstab aufgrund des außergewöhnlichen Trainingsrhythmus rund um Weihnachten allerdings erst am Spieltag.

DER KOMMENTAR: „Die Weihnachtspause war wie immer nur kurz, aber zumindest konnten wir für einen Tag abschalten und den Kopf freibekommen. Wir brennen darauf, es am Mittwoch gegen Graz besser zu machen als in den beiden bisherigen Begegnungen heuer, in denen wir unser System nur in viel zu kurzen Phasen umsetzen konnten. Es geht darum, die Balance in unserem Spiel wiederzufinden, dann werden wir auch erfolgreich sein.“ (Robin Gartner, Verteidiger EC-KAC)

Medieninfo EC KAC

25.12.2018