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In der bereits restlos ausverkauften Stadthalle Klagenfurt empfängt der EC KAC am Freitagabend den Lokalrivalen aus Villach.

DIE ECKDATEN: Am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) empfängt der EC-KAC den Lokalrivalen EC VSV zum dritten Kärntner Derby der laufenden Spielzeit in der Erste Bank Eishockey Liga. Sämtliche aufgelegte Tickets für diese Partie sind bereits vergriffen, die Stadthalle Klagenfurt wird zum zweiten Mal in der heurigen Saison ausverkauft sein. Das insgesamt 324. Duell zwischen Rotjacken und Adlern wird von Sky Sport Austria übertragen, auch Radio Kärnten sendet wie gewohnt direkt aus der Spielstätte. Über den Verlauf der Begegnung informiert zudem der Live-Ticker auf kac.at.

DIE AUSGANGSSITUATION: Der EC-KAC musste rund um Weihnachten erstmals seit Anfang Oktober wieder zwei Niederlagen hintereinander hinnehmen: Die Rotjacken unterlagen am Sonntag zu Hause den Vienna Capitals mit 1:2 und zogen am Mittwoch auswärts bei den Graz 99ers (trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung) mit 2:5 den Kürzeren. Die Klagenfurter liegen aber unverändert im vordersten Tabellendrittel, aktuell auf Rang vier platziert fehlen ihnen (bei einem Spiel weniger) zwei Zähler auf Graz und Bolzano auf den Positionen zwei und drei. Gegen den EC VSV ist der Rekordmeister auf eigenem Eis seit knapp drei Jahren unbesiegt, seit dem 1:5 in der Qualifikationsrunde im Februar 2016 gelangen gegen den Lokalrivalen fünf Heimerfolge am Stück.

Der EC VSV, der zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember 17 von 18 aufeinanderfolgenden Partien verloren hatte, fand in den vergangenen beiden Wochen wieder in die Erfolgsspur zurück: Die Adler siegten in drei ihrer jüngsten vier Begegnungen und verließen damit den zwölften und letzten Tabellenplatz. Den EC-KAC konnte Villach im ersten Saisonderby mit 3:2 besiegen, das zweite Duell im laufenden Spieljahr ging mit 5:2 jedoch klar an die Rotjacken. Zu kämpfen hatte Blau-Weiß in den beiden heurigen Lokalschlagern vor allem mit der Disziplin, gleich 22:17 Spielminuten lang agierte man bei numerischer Unterlegenheit (gegenüber 9:42 Minuten im Powerplay).

DIE ZAHLEN ZUM SPIEL: 3 – Mit dem EC VSV kommt am Freitag das auswärtsschwächste Team der Erste Bank Eishockey Liga nach Klagenfurt: Die Adler holten heuer in 15 Auswärtsspielen erst einen Sieg und insgesamt lediglich drei von 45 möglichen Punkten.

5 – Der EC-KAC hat jedes seiner letzten fünf Heimspiele gegen den EC VSV gewonnen. Dies entspricht der längsten Derby-Siegesserie der Rotjacken vor eigenem Publikum seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000. In den 59 vorangegangenen Heimderbys gelangen nie mehr als drei Erfolge am Stück.

15,5 – In den beiden bisherigen Saisonderbys dominierte der EC-KAC den Scheibenbesitz: Die Rotjacken verfügten gegen den EC VSV hinsichtlich der Zeit mit Puckkontrolle über ein Plus von 15,5 Prozent, gegen die übrigen zehn EBEL-Teams waren es im Saisonschnitt 2,6 Prozent.

47,8 – Bei der 2:5-Niederlage in Graz am Mittwochabend hatte der EC-KAC vor allem beim Spiel in der neutralen Zone seine Mühen: Nur 47,8 Prozent der Zone Exits (kontrolliertes Verlassen der Defensivzone bei Scheibenbesitz) mündeten in Zone Entries in das Angriffsdrittel. Dies entsprach dem niedrigsten Wert aller 30 Saisonspiele.

71 – Saisonübergreifend verbuchte Thomas Koch in jedem der letzten fünf Kärntner Derbys zumindest einen Scorerpunkt. Der Klagenfurter sammelte in seiner KAC-Karriere insgesamt bereits 71 Scorerpunkte in Begegnungen mit dem Lokalrivalen.

DER GEGNER: Der EC VSV konnte nur neun seiner bislang 31 Saisonspiele gewinnen und verließ erst am vergangenen Freitag das Tabellenende der Erste Bank Eishockey Liga. Mit aktuell 0,77 Punkten pro Partie sind die Adler am Weg zum dritten neuen Negativrekord im EBELZeitalter hintereinander (nach 1,15 Zählern im Vorjahr und 1,35 in der Saison davor). Damit droht dem Traditionsklub, der von 1988 bis 2016 nur ein einziges Mal die Play-Offs verpasste, zum dritten Mal in Serie die Zuschauerrolle in der KO-Phase der Meisterschaft. Speziell in Auswärtsspielen fiel die Bilanz im bisherigen Saisonverlauf recht bescheiden aus, nur eine von 15 Partien – jene in Znojmo Mitte Dezember (4:2) – konnte gewonnen werden.

Aktueller Topscorer des EC VSV ist Jerry Pollastrone mit 24 Punkten, mit elf Treffern führt er (gemeinsam mit Brandon Alderson) auch die teaminterne Torjägerliste an. Mit Bernhard Schützenhofer, der heuer als B-Lizenz-Spieler auch bereits für das AHL-Team der Rotjacken auflief, und Blaine Down verfügen nur zwei der heuer insgesamt 26 eingesetzten Feldspieler Villachs über eine positive Plus/Minus-Bilanz. Insgesamt steht der EC VSV nach 31 absolvierten Begegnungen mit einer Tordifferenz von -40 da, sowohl die Anzahl erzielter Treffer pro Partie (2,39) als auch jene der kassierten Tore (3,68) entsprechen den schlechtesten Werten der 19 Saisonen seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000.

Das Kärntner Derby am 28. Dezember ist das insgesamt 324. Bewerbsspiel seit der Einführung eines österreichweiten Ligasystems nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem sich Klagenfurt und Villach gegenüberstehen. Mit 165 zu 139 Siegen (bei 19 Unentschieden) spricht die historische Bilanz für den Rekordmeister, in den Jahren seit der Neugründung der höchsten Spielklasse (2000) fällt der Unterschied mit 65 zu 61 Erfolgen bedeutend geringer aus. Allerdings verließ der EC-KAC in neun der jüngsten elf Lokalduelle das Eis als Sieger.

DIE PERSONALIEN: Der EC-KAC muss auch im Kärntner Derby auf Manuel Geier verzichten, der langzeitverletzte Kapitän macht im Rehabilitationsprozess nach seiner Beinverletzung aber erfreulichen Fortschritte. Sämtliche weiteren Personalentscheidungen trifft der Trainerstab erst nach dem Morning Skate am Spieltag.

DER KOMMENTAR: „Wir waren in den vergangenen Wochen etwas holprig unterwegs, wissen aber ziemlich genau, an welchen Schrauben wir drehen müssen, um wieder auf den Erfolgsweg zurückzukommen. Letztlich haben wir zu viele einfache Gegentore zugelassen, wir müssen und werden daran arbeiten, uns in diesem Aspekt zu verbessern. Auch wenn ich erst zwei Kärntner Derbys gespielt habe, konnte ich schon erleben, wie speziell diese Partien sind. Unsere Halle wird voll sein, die Stimmung sicher prächtig, für uns gilt es, kämpferisch und spielerisch all das aufs Eis zu bringen, was in uns steckt.“ (Nick Petersen, Stürmer EC-KAC)

Medieninfo KAC

27.12.2018