HC Innsbruck Torhüter Gracnar zermürbt seine Ex-Kollegen von EC Red Bull Salzburg

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Der HC Innsbruck „die Haie“ gewann zu Neujahr auch das vierte Saisonduell gegen den EC Red Bull Salzburg: 3:2 nach Verlängerung. Goalie Luka Gracnar avancierte mit 44 Saves zum Matchwinner.

Neues Jahr, gleiche Vorstellung für das Salzburger Publikum: Stürmende Red Bulls, die keinen Abschluss finden und in der Defensive unaufmerksam sind. So dauerte die Führung, die Hochkofler nach Konter auf Pass von Rauchenwald mühelos besorgte, nur 76 Sekunden, ehe auf Wachter „vergessen“ wurde und der Ex-Salzburger Michalek aus kurzer Distanz bezwang. Trotz klarer Überlegenheit spielten die Heimischen vor der ersten Pause keine zwingenden Gelegenheiten heraus, und die Haie blieben im einzigen Powerplay ungefährlich. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels rettete Michalek im Fallen zwei Mal gegen Yogan, doch eine Minute später war er gegen Lammers‘ Abstauber machtlos. Die Haie waren in der Folge in Konter viel gefährlicher als planlos anrennende Hausherren.

Goalie Michalek machte Topchancen der Ex-Salzburger Boivin (Break, 31.) und Ross (36.) zunichte, auf der Gegenseite scheiterte Raffl aus kurzer Distanz (33.). Mit Fortdauer der Partie wirkten die Gastgeber immer konzeptloser, die Gäste immer selbstbewusster. Salzburgs Sturmlauf scheiterte auch im Schlussdrittel am überragenden ex-Bullen Gracnar, doch 44,4 Sekunden vor der Sirene war auch der Slowene gegen Raffls Abstauber machtlos. In der Overtime ging es dann Schlag auf Schlag, Heinrich und Raffl bzw. Lavoie und Ross hatten die Entscheidung auf dem Schläger, ehe Ross 26 Sekunden vor Ende der Verlängerung zum Auswärtssieg einschoss.

Erste Bank Eishockey Liga, Runde 34:
Di, 01.01.2019: EC Red Bulls Salzburg – HC TWK Innsbruck „Die Haie“ 2:3 n. V. (1:1,0:1,1:0,0:1)

Referees: K. NIKOLIC, SMETANA; Zuseher: 2.300
Tore RBS: Hochkofler (8.), Raffl (60.)

HCI: Wachter (9.), Lammers (23.), Ross (65.)

Haie behalten weiße Weste!
Die Innsbrucker Haien bleiben gegen Salzburg weiterhin ungeschlagen und freuen sich über den vierten Saisonerfolg gegen die Bullen. Die Tiroler setzen sich in einem spannenden Spiel mit 3:2 in der Verlängerung durch.

Drei Saisonduelle gegen Red Bull Salzburg, drei Siege – die Innsbrucker Haie stiegen naturgemäß erwartungsfroh in den Bus nach Salzburg. Der saisonale „Grand Slam“ gegen die Mozartstädter sollte schließlich Realität werden.

Zu Beginn agierten beide Teams abwartend, die Haie bleiben bei ihrer bewährten Taktik und zeigten sich vor allem defensiv wie in den jüngsten Partien sehr konzentriert. Die Rückkehr von Philipp Lindner gab den Tirolern zusätzliche Stabilität und Selbstvertrauen. In Minute acht war die Torsperre der Gäste aber durchbrochen, Hochkofler verwertete im zweiten Versuch. Die Haie zeigten sich aber kaum geschockt und hatten nur zwei Minuten später die passende Antwort parat. Daniel Wachter markierte seinen dritten Saisontreffer gegen die Bullen. Auch in der Folge zeigten die Innsbrucker wieder viel Leidenschaft und setzten durch brandgefährliche Konter den ein oder anderen Nadelstich. Nach 20 Minuten blieb es danke einer tollen Abwehrarbeit und Goalie Luka Gracnar beim 1:1.

In der 23. Minute jubelten dann wieder die Haie, John Lammers setzte die Scheibe zum 2:1 in den Winkel. Die Tiroler machten es den Mozartstädtern richtig schwer und ließen kaum gute Möglichkeiten der Hausherren zu. Auf der Gegenseite blieben die Haie gefährlich, Nick Ross und Michael Boivin ließen Topchancen auf das 3:1 aus. Ansonsten hatte Salzburg naturgemäß mehr vom Spiel, die wenigen guten Möglichkeiten machte ein gut aufgelegter Gracnar zunichte. Und so blieb es dann nach 40 Minuten bei der knappen Haie-Führung.

Im Schlussabschnitt erhöhten die Bullen dann noch einmal die Schlagzahl, doch die Haie- Defensive kämpfte beherzt um jeden Zentimeter. So spielten die Tiroler viele Minuten von der Uhr, der Druck der Hausherren wurde aber kaum schwächer. In den letzten zehn Spielminuten rührte das Team von Coach Rob Pallin endgültig Beton an und kam nur selten zu Entlastungsangriffen. Als die Haie dann die Hände bereits an den drei Punkten hatten, jubelten die Gastgeber spät über den Ausgleich. Raffl brachte sein Team in die Overtime.

In der Verlängerung schlugen die Innsbrucker dann aber zurück uns sicherten sich in Person von Nick Ross den Extrapunkt!

Red Bull Salzburg – HC TWK Innsbruck 2:3 n.V. (1:1, 0:1, 1:0, 0:1)

Tore: Hochkofler (8.), Raffl(60.) bzw. Wachter (10.), Lammers (23.), Ross (65.).

Red Bulls unterliegen mit 2:3 nach Verlängerung gegen Innsbruck
Die Tiroler bleiben damit Salzburgs unangenehmster Gegner

Salzburg, 1. Januar 2019 | Der EC Red Bull Salzburg musste sich im Neujahrsspiel der Erste Bank Eishockey Liga zuhause vor 2.233 Zuschauern gegen HC TWK Innsbruck „Die Haie“ mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Die Red Bulls glichen als die deutlich offensivere Mannschaft kurz vor Ende der regulären Spielzeit zum 2:2 aus, konnten dann aber den Innsbrucker Siegtreffer 26 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung nicht verhindern.

Die Red Bulls begannen das neue Jahr ohne die Rekonvaleszenten Dustin Gazley und Brent Regner und suchten von Beginn an das Tor. Der HCI kam nach einer Aufwärmphase schließlich auch in der Partie an und öffnete damit das Spiel. Echte Chancen gab es anfangs wenig, aber in der achten Minute spielte Alexander Rauchenwald den Querpass auf Peter Hochkofler, der keine Mühe hatte, zum 1:0 einzuschieben. Doch nur eine Minute später wurde auch Innsbrucks Daniel Wachter mit einem Querpass vor Salzburgs Goalie Steve Michalek bedient und stellte den Ausgleich her. Danach hatten die Red Bulls mehr vom Spiel und drückten vor allem in den letzten Minuten des Drittels, konnten den bis dahin sicheren Innsbrucker Torhüter Luka Gracnar aber kein zweites Mal vor der Pause überlisten.

Im zweiten Durchgang gingen die Gäste in der 23. Minute nach einem Tor von John Lammers aus kurzer Distanz in Führung. Daraufhin verstärkten die Red Bulls die Offensivbemühungen und schossen mehr aufs Tor, aber die Innsbrucker zogen die Verteidigung eng zusammen und im Tor vereitelte Luka Gracnar sämtliche Möglichkeiten, die bis zu ihm durchdrangen, wie etwa bei mehreren Schüssen aus kurzer Distanz bei einem starken Salzburger Powerplay ab der 33. Minute. Die Gäste lauerten auf Konterchancen, wurden aber zweimal in letzter Sekunde von einem Salzburger Verteidiger gestellt. In der 37. Minute verhinderte Steve Michalek bei einem guten Schuss von Nick Ross aus spitzem Winkel den möglichen dritten Innsbrucker Treffer, als er reaktionsschnell die Ecke zumachte. Die Red Bulls ‚rannten‘ aufs Tor, mussten nach 40 Minuten dennoch mit dem 1:2-Rückstand in die Kabine gehen.

Im Schlussdrittel wurde fast nur noch auf ein Tor gespielt. Die Red Bulls kreisten in der Offensivzone um das Innsbrucker Tor herum und schossen aus allen Lagen, während sich die Gäste eng zusammenzogen. Auch bei einem guten Powerplay in der 44. Minute fand sich für den Puck einfach keine Lücke im Innsbrucker Tor. Auch bei gleicher Mannschaftsstärke hatte man das Gefühl, dass die Salzburger in Überzahl spielen. Aber erst 45 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit und mit einem sechsten Feldspieler gelang den Salzburgern der Ausgleich zum 2:2, Thomas Raffl netzte den Rückpass von Ryan Duncan höchst verdient ein. In der anschließenden Verlängerung hatten die Red Bulls dann aber das Nachsehen, 26 Sekunden vor dem Ende verwertete Innsbrucks Nick Ross einen Querpass und besiegelte damit die 2:3-Niederlage der Red Bulls, die damit alle vier Spiele im Grunddurchgang gegen die Tiroler verloren haben.

Erste Bank Eishockey Liga
EC Red Bull Salzburg – HC TWK Innsbruck “Die Haie” 2:3 (1:1, 0:1, 1:0) OT

Tore: Hochkofler (8.), Raffl (60.) resp. Wachter (9.), Lammers (23.), Ross (65.)

Zuschauer: 2.233

Salzburgs Stürmer Thomas Raffl
„Das haben wir uns heute anders vorgestellt. Wir wussten ja, wie sie spielen, haben aber in den ersten 40 Minuten trotzdem zu wenig gemacht. Im Schlussdrittel haben wir dann nochmal aufgedreht und konnten auch ausgleichen, aber letztlich hat es nicht zum Sieg gereicht. Es sind die Kleinigkeiten, die nicht passen. Wir haben heuer schon besser gespielt und da wollen wir auch wieder hin.“
Die nächsten Spiele der Red Bulls

Erste Bank Eishockey Liga
Fr, 04.01.19 | 19:15 | EC Red Bull Salzburg – Dornbirn Bulldogs
So, 06.01.19 | 17:30 | HCB Südtirol Alperia – EC Red Bull Salzburg

Champions Hockey League | Halbfinale
Di, 08.01.19 | 19:30 | EHC Red Bull München – EC Red Bull Salzburg | ORF Sport+

Presseinfo EBEL/Profs Media/HC Innsbruck/EC Red Bull Salzburg

01.01.2019