KAC, EC KAC

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Er EC KAC empfängt am Sonntagabend erstmals in der laufenden Spielzeit das mittlerweile recht abgeschlagene Tabellenschlusslicht Medveščak in der Stadthalle.

DIE ECKDATEN: Das erste von zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen des EC-KAC gegen Medveščak Zagreb geht am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) in Szene. Für diese Begegnung sind noch Eintrittskarten in sämtlichen Kategorien erhältlich, diese können durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC oder am Spieltag ab 16.00 Uhr an der Abendkassa bezogen werden. Diese Begegnung wird nicht im TV oder als Online-Videostream übertragen, live aus der Halle berichten der Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

DIE AUSGANGSSITUATION: Der EC-KAC musste nach drei Siegen hintereinander am Freitagabend wieder eine Niederlage einstecken, die Rotjacken unterlagen den Graz 99ers auf eigenem Eis auch im vierten Saisonduell. Dieser 2:4-Verlust bedeutete, dass der Rückstand der auf Tabellenplatz drei liegenden Klagenfurter auf die Steirer auf fünf sowie auf Leader Wien auf sieben Zähler anwuchs, allerdings bestreiten die Rotjacken bis zum Ende der ersten Grunddurchgangsphase auch noch ein Spiel mehr als die vor ihnen platzierten Teams. Gegen Medveščak Zagreb konnte der EC-KAC beide bisherigen Saisonduelle für sich entscheiden, jeweils auswärts setzte man sich mit 4:2 und 7:0 durch.

Medveščak Zagreb bestreitet seine verbleibenden Spiele nur noch mit einem stark ausgedünnten Kader, die Kroaten verloren jede ihrer letzten 15 Partien und holten in diesem Zeitraum lediglich einen von 45 möglichen Punkten. Besonders schmerzhaft wurden die Ergebnisse aus Sicht der Bären nach dem International Break im Dezember: In den neun Begegnungen seither stehen 0:27 Zähler und 10:57 Tore zu Buche. Auch im Spiel in Klagenfurt ist Medveščak krasser Außenseiter, wenngleich das Team von Head Coach Danijel Kolombo am Freitagabend im Heimspiel gegen den EC VSV zumindest einen

teilweisen Achtungserfolg verbuchen konnte, als man das Score bis zur 29. Minute ausgeglichen hielt, letztlich aber dennoch klar mit 2:8 verlor.

DIE ZAHLEN ZUM SPIEL: 1,26 – Nick Petersen sammelte in nunmehr 34 Ligaspielen 43 Scorerpunkte, bringt pro Partie also 1,26 Zähler auf sein Konto. Einen höheren Punkteschnitt pro Saisonspiel erreichte ein Crack beim EC-KAC zuletzt vor zwölf Jahren: Ralph Intranuovo kam 2006/07 auf 1,42.

5 – In den beiden bisherigen Saisonduellen mit Medveščak Zagreb sammelte beim EC-KAC Verteidiger David Fischer mit fünf die meisten Scorerpunkte. Der Interimskapitän punktete auch in jedem der jüngsten drei Ligaspiele für die Rotjacken (1 Tor, 5 Assists).

6 – Mit Ausnahme des klaren 4:1-Erfolgs im November 2017 trennte den EC-KAC und Medveščak Zagreb bei fünf der jüngsten sechs Duelle auf Klagenfurter Eis am Ende des Spiels nur ein einziger Treffer.

9 – Von den neun im bisherigen Saisonverlauf mit Eiszeit bedachten Verteidigern der Rotjacken weist kein einziger eine negative Plus/Minus-Bilanz auf. Die Spannweite reicht von +11 (Adam Comrie) bis +0 (Clemens Unterweger, Ramón Schnetzer, Niklas Würschl).

23 – Im Verlauf der (saisonübergreifend) letzten 23 Heimspiele musste der EC-KAC nie zwei Niederlagen hintereinander hinnehmen. In 19 dieser 23 Partien konnten die Rotjacken punkten, dabei insgesamt 48 Zähler einfahren und sich eine Tordifferenz von +20 erspielen.

88 – Im Auswärtsspiel in Zagreb am 30. Dezember dominierte der EC-KAC das Spiel im großen Stil, nach 60 Minuten standen 88 Torschussversuchen der Rotjacken nur deren 21 der Kroaten gegenüber. Das tatsächliche Schussverhältnis fiel mit 57:13, davon 54:10 bei Even Strength, ebenso sehr deutlich aus.

DER GEGNER: Mit einem Rumpfkader taumelte Medveščak Zagreb – finanziell schwer angeschlagen – in den vergangenen Wochen förmlich durch die Erste Bank Eishockey Liga. Nahezu alle Importspieler haben den Klub verlassen, aktuell gehören mit Björn Svensson und Ex-KACVerteidiger Mitja Robar nur noch zwei Legionäre zum Aufgebot. Sie könnten in den kommenden Tagen vom seit September verletzten Kyle Hardy, der nach wie vor in Zagreb weilt und an seinem Comeback arbeitet, ergänzt werden. Den Großteil des nunmehrigen Kaders bilden einheimische Kräfte, die im Normalfall in der internationalen slowenischen Liga IHL eingesetzt werden und im EBEL-Spielbetrieb aller Hingabe zum Trotz recht schnell an ihre Grenzen stoßen.

Mit Topscorer Björn Svensson (5 Tore, 14 Assists) und dem Ex-Klagenfurter Tom Zanoški (8 Tore, 5 Assists) sammelten nur zwei der verbliebenen Cracks im Aufgebot mehr als vier Scorerpunkte. Unter allen Teams in der Liga hat aus dem Spiel heraus keine Mannschaft weniger Treffer pro Spiel erzielt (2,09) und mehr Gegentore kassiert (4,60) als die Kroaten.

Gegen den EC-KAC trat Medveščak Zagreb seit seinem erstmaligen Einstieg in die EBEL im Jahr 2009 bislang 42 Mal an, sowohl nach Siegen (24:18) als auch nach Toren (133:117) spricht die historische Bilanz für die Klagenfurter. In der Stadthalle gewannen die Bären bei 20 Auftritten sechs Mal, ihr letzter Auswärtserfolg beim EC-KAC in regulärer Spielzeit liegt allerdings bereits fast sieben Jahre zurück und datiert vom 24. Januar 2012.

DIE PERSONALIEN: Beim EC-KAC sind mit Ausnahme von Manuel Geier weiterhin alle Kaderspieler fit. Gegen Zagreb kehrt Stürmer Niki Kraus ins Aufgebot zurück, zwischen den Pfosten steht erneut Lars Haugen.

DER KOMMENTAR: „Wir fanden am Freitag gegen Graz nicht so richtig zu unserem Spiel, wurden erst im dritten Abschnitt besser. Gegen ein Team, das in der Tabelle so weit oben platziert ist, reicht das nicht, das wissen wir alle. Jetzt warten zwei Heimspiele gegen das Schlusslicht auf uns, in denen – ohne überheblich sein zu wollen – jede andere Zielsetzung als das Einfahren von sechs Punkten verfehlt wäre. Im Großen und Ganzen streben wir danach, so aufzutreten, wie im Auswärtsspiel in Zagreb in der vorigen Woche, und uns Selbstvertrauen zu holen.“ (Marcel Witting, Stürmer EC-KAC)

Medieninfo EC KAC

05.01.2019