Gelungener WM-Auftakt für Österreichs Handball Nationalteam zu Jóhannesson´s

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Österreichs Handball Männer-Nationalteam startete Freitagabend nach Plan in die 26. Handball-Weltmeisterschaft. In Gruppe C in Herning (DEN) feierte man über Saudi-Arabien einen ungefährdeten 29:22-Erfolg. Bereits zur Halbzeit konnte man sich mit 15:9 absetzen, allerdings erwischte der 4. der Asienmeisterschaften den besseren Start in Halbzeit zwei, kam nochmals bis auf drei Tore heran. Der Sieg stand dabei jedoch nie außer Zweifel, postwendend setzte man sich wieder mit sechs Toren ab. Der 29:22-Erfolg war zugleich das 100. Länderspiel von Patrekur Jóhannesson als österreichischer Teamchef.

„Natürlich ist das etwas ganz Besonderes“, strahlte der Isländer auch bei der Pressekonferenz, angesporchen auf sein Jubiläum. Und auch das Ergebnis war für den Teamchef zufriedenstellend: „Wir waren gut auf Saudi-Arabien vorbereitet, waren von ihrer Spielweise, speziell in der Deckung, nicht überrascht. Sehr zufrieden bin ich auch mit der Torhüterleistung. Kristian Pilipovic hat eine Quote von rund 40 Prozent. Das braucht man bei einer WM.“

Gleich zu Beginn des Spiels setzte sich Österreich mit 3:1 ab. Saudi-Arabien gelang wenige Minuten später zum zweiten und gleichzeitig letzten Mal an diesem Freitagabend der Ausgleich, stellte auf 4:4. Schon von der ersten Minute an übernahm Österreich das Kommando, nach dem 4:4 war das auch über die Anzeigetafel erkennbar. Auf 11:6 zog man davon, ging mit einer 15:9-Führung in die Pause. Kurz davor gab es noch eine Schrecksekunde – Hassan Aljanabi fiel Robert Weber, der alleine auf das Tor Saudi-Arabiens zulief, von hinten in die Beine, sah dafür auch sofort die rote Karte. Zum Glück konnte Weber weiterspielen, das Knie wird aber zur Sicherheit noch beobachtet und untersucht.

Nach Seitenwechsel ließ man Saudi-Arabien, das sich als 4. der Asienmeisterschaften für die WM qualifizierte, nochmals bis auf drei Tore heran. Dabei profitierte Saudi-Arabien von einer guten Phase ihres Torhüters Mohammad Alsalem und einigen Stangenwürfen der Österreicher. Teamchef Jóhannesson nahm beim Stand von 18:15 aus Sicht der Österreicher sein zweites Timeout. Zum exakt richtigen Zeitpunkt, wie sich herausstellen sollte. Stetig ließ man den Vorsprung wieder anwachsen, führte zehn Minuten vor Spielende 24:17. Jóhannesson nutzte diesen komfortablen Vorsprung auch, um sämtlichen Spielern Einsatzzeiten zu geben und Kapitän Nikola Bilyk eine Pause zu gönnen. Bis zur Schlusssirene setzte man sich noch auf 29:22 ab.

Patrekur Jóhannesson, Teamchef Österreich: „In der ersten Halbzeit haben wir das gut gelöst, kamen über die erste und zweite Welle zu einigen Toren. Unser Start in die zweite Halbzeit war dafür weniger gut. Aber auch in dieser Situation haben das die Spieler gut gelöst. Es ist nicht einfach solche Spiele zu spielen. Wir haben unser Ziel erreicht und das waren zwei Punkte. Jetzt fokussieren wir uns auf Chile. Die sehen sich als Favorit gegen uns, sehen das Spiel als Pflichtsieg. Wir müssen uns gut vorbereiten. Ich hoffe, dass sich Robert Weber und Lukas Herburger nicht verletzt haben.“

Kristian Pilipovic: „Unser Trainerteam hat uns perfekt auf dieses Spiel vorbereitet. Von der physischen Vorbereitung über die psychische und taktische war alles sehr gut. Ich finde wir haben das auch teilweise gut umgesetzt. Die 30. bis 40. Minute haben wir vielleicht ein wenig verschlafen, aber durch die gute Vorbereitung konnten wir auch nach dieser Phase wieder unsere Leistung abrufen. Wir haben großteils die Aufgaben erledigt und die Vorgaben erfüllt und daraus resultiert auch ein plus sieben. Ich finde wir haben das gut gemacht. Unsere Vorgabe war gegen ihre taktischen Auslösehandlungen die richtigen Mittel zu finden und schnell nach vorne zu spielen. Das haben wir gut umgesetzt. Jetzt voller Fokus auf Chile.“

In der Prater Alm in Wien feierte der ÖHB zeitgleich mit einigen hundert Fans „One Year To Go“ zur EHF EURO 2020. Gemeinsam verfolgte man den Sieg über Leinwand und Screens!

Handball Weltmeisterschaft 2019
10. – 27. Jänner 2019, Dänemark & Deutschland

Gruppe A, Berlin (GER): Frankreich, Russland, Deutschland, Serbien, Brasilien, Korea
Gruppe B, München (GER): Spanien, Kroatien, Mazedonien, Island, Bahrain, Japan
Gruppe C, Herning (DEN): Dänemark, Norwegen, Österreich, Tunesien, Chile, Saudi-Arabien
Gruppe D, Kopenhagen (DEN): Schweden, Ungarn, Katar, Argentinien, Ägypten, Angola

Spielplan Vorrunden-Gruppe C, Herning (DEN)
Saudi-Arabien vs. Österreich 22:29 (9:15)

11. Jänner 2019, 18:00 Uhr, Herning
Werfer Österreich: Nikola Bilyk (7), Raul Santos (5), Janko Bozovic (4), Gerald Zeiner (4), Robert Weber (3), Dominik Schmid (2), Lukas Herburger (2), Sebastian Frimmel (1), Tobias Wagner (1)

Österreich vs. Chile
12. Jänner 2019, 15:00 Uhr, live auf ORF Sport+

Norwegen vs. Österreich
14. Jänner 2019, 17:30 Uhr, live auf ORF Sport+

Österreich vs. Dänemark
15. Jänner 2019, 20:45 Uhr, live auf ORF Sport+

Österreich vs. Tunesien
17. Jänner 2019, 17:30 Uhr, live auf ORF Sport+

Qualifiziert sich Österreich für die Hauptrunde, wird man diese in Herning austragen. Belegt man nach der Vorrunde Platz vier, spielt man in Köln um Platz 13 – 16, belegt man Platz fünf oder sechs, absolviert man die jeweiligen Platzierungsspiele in Kopenhagen.

Sämtliche Spiele des österreichischen Nationalteams bei der WM, so wie die Halbfinalpartien und das Finale, werden live auf ORF Sport+ übertragen.

Presseinfo ÖHB

11.01.2019