Volleyball

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ÖVV-Nationalteamspielerin Sabrina Müller wurde am Freitag im Rudolfiner Haus in Wien von Dr. Lukas Brandner an der Hand operiert. Sie hatte sich die Verletzung (Bruch des 4. Mittelhandknochens an der linken Hand) am Mittwoch im letzten EM-Qualifikationsspiel in Schönenwerd bei Österreichs 3:2-Sieg über die Schweiz zugezogen. Am Donnerstag flog sie daher statt zu ihrem Klub nach Menorca nach Wien, um sich von Dr. Brandner operieren zu lassen.

„Ich bin bei einer normalen Blockaktion mit der Hand an Nikolina Maros‘ Ellbogen geraten…“, schildert die 25-Jährige den Vorfall. „So weit ist aber jetzt alles okay. Es gibt natürlich nie den idealen Zeitpunkt für eine Verletzung. Für den Klub ist es freilich schlecht, aber immerhin ist es wenigstens im letzten Spiel der EM-Qualifikation passiert.“ Die Operation – ohne Vollnarkose – dauerte über eine Stunde. Müller: „Ich werde jetzt noch im Spital übernachten, dann zwei Tage daheim verbringen und am Montag nach Menorca fliegen. In sechs Wochen sollte ich wieder voll belastbar sein, mit dem Training werde ich sogar früher beginnen können.“

Dr. Brandner: „Da der Bruch verkürzt und verschoben war , haben wir uns zur Operation entschlossen. Er wurde mit einer Platte und sechs Schrauben versorgt. So kann Sabrina auch wieder früher trainieren, als das bei einer anderen Methode der Fall gewesen wäre. Da hätten wir die Hand vier Wochen ruhig stellen müssen. Das ist jetzt nicht der Fall.“

Müller hat bereits Erfahrung mit dieser Art der Verletzung: „Im Mai 2018“, erinnert sie, „habe ich mir einen Mittelhandbruch der rechten Hand zugezogen. Ausgerechnet beim ersten Training mit der Nationalmannschaft…“ Damals habe es sich noch dazu um die Schlaghand gehandelt. Was die Rehabilitationsphase betrifft, hat die Mittelblockerin übrigens Vorteile gegenüber anderen: Sie ist selbst Physiotherapeutin…

Was sie über die knapp verpasste EM-Qualifikation denkt? Müller: „Die Enttäuschung darüber ist bei uns natürlich groß, weil auch unsere Erwartungen sehr groß waren. Wir haben aber gesehen, dass wir absolut dabei sind. Deshalb wissen wir, dass wir es auch schaffen können.“ Nachsatz: „Durch den Umgang mit solchen Situationen kann man wachsen. Wie auch bei Verletzungen…“

ÖVV-Burschen im EM-Quali-Semifinale gegen Slowenien
Das ÖVV-Jugend-Nationalteam der Burschen (Jg. 2003 u. j.) ist beim EM-Qualifikationsturnier im slowenischen Maribor als Gruppenzweiter ins Semifinale aufgestiegen. Die U17-Auswahl von Trainerin Nina Sawatzki verlor Freitagabend nach 3:0-Siegen über Kroatien und Israel erstmals, zog im Duell um Platz eins im Pool B gegen Tschechien 1:3 (25:17, 21:25, 19:25, 18:25) den Kürzeren. Topscorer waren Jonas Mürzl (17), Julian Zagar (9) und Jakob Kitzinger (7) bzw. David Kollator (22), Jakub Ures (12) und Tomas Bukacek (9). Am Samstag trifft Rotweißrot auf Gastgeber und Turnierfavorit Slowenien. Den Einzug in die zweite Quali-Runde hatte die Sawatzki-Sieben bereits am Donnerstag fixiert. Nur der Turniersieger kann für die Endrunde planen.

ÖVV-Trainerin Nina Sawatzki: „Wir haben fantastisch begonnen, aber nach dem ersten Satz ist der Faden gerissen. Mit 25 Servicefehlern kann man einfach nicht gewinnen.“

ÖVV-Mädchen verpassen Halbfinale
Die ÖVV-Mädchen (Jg. 2004 u. j.) mussten sich in ihrem dritten Spiel beim EM-Quali-Turnier in Puchov Gastgeber Slowakei 0:3 (13:25, 24:26, 15:25) geschlagen geben und verpassten das Semifinale. Die U16-Truppe von Headcoach Olaf Mitter belegte im Pool A Platz drei, bekommt es daher am Samstag im Kreuzspiel mit Israel zu tun. Der Sieger spielt entweder gegen Kroatien oder Zypern um Platz fünf und ist fix für die zweite Runde qualifiziert. Der Verlierer muss zum Abschluss gewinnen, um weiterzukommen. Wie bei den Burschen löst nur der Turniersieger direkt das EM-Ticket. Österreichs Topscorerinnen waren Lina Hinteregger (10) und Marie Bruckner (7). Spieldauer 70 Minuten.

ÖVV-Headcoach Olaf Mitter: „Im zweiten Satz haben meine Spielerinnen ihr Potential gezeigt. Im ersten und dritten Durchgang hat leider die Annahme nicht funktioniert.“

EM-Qualifikation ÖVV-Jugend-Nationalteams, 1. Runde
U16-Mädchen (Jg. 2004 u. j.) in Puchov/SVK
Gruppe A: Österreich, Ungarn, Slowakei, Zypern
Gruppe B: Tschechien, Kroatien, Slowenien, Israel

Spielplan ÖVV-Team
09.01.: Österreich vs. Ungarn 1:3 (19:25, 9:25, 25:21, 18:25)
10.01.: Österreich vs. Zypern 3:1 (25:19, 19:25, 25:17, 25:20)
11.01.: Österreich vs. Slowakei 0:3 (13:25, 24:26, 15:25)

Kreuzspiel
12.01.: Österreich vs. Israel

U17-Burschen (Jg. 2003 u. j.) in Maribor/SLO
Gruppe A: Ungarn, Slowakei, Slowenien, Zypern
Gruppe B: Österreich, Tschechien, Kroatien, Israel

Spielplan ÖVV-Team
09.01.: Österreich vs. Kroatien 3:0 (25:22, 25:18, 25:12)
10.01.: Österreich vs. Israel 3:0 (25:17, 25:16, 25:20)
11.01.: Österreich vs. Tschechien 1:3 (25:17, 21:25, 19:25, 18:25)

Semifinale
12.01., 17.30: Österreich vs. Slowenien

Kader ÖVV-Jugend-Nationalteams
U16-Mädchen (Jg. 2004 u. j.)
Lorena BRANDHOFER (ASKÖ Purgstall)
Marie BRUCKNER (TSV Sparkasse Hartberg)
Erna GARIBOVIC (PSV VBG Salzburg)
Lina HINTEREGGER (blum VBC Höchst)
Nicole HOLZINGER (ATSC Wildcats Klagenfurt)
Nicole JERNEJ (Wörthersee Löwen Klagenfurt)
Evelyn KRESSER (blum VBC Höchst)
Müjde KÜCÜKOGUL (VC Raiffeisen Dornbirn)
Antonia LOZIC (ATSC Wildcats Klagenfurt)
Maja NÖHRER (SSV HiB Liebenau)
Lea Martina SAKOPARNIG (ASKÖ Linz Steg)
Anastasija SIMIC (volley16wien)
Sarah SPIEGEL (VC Raiffeisen Dornbirn)
Rebecca TRIBUS (VC Raiffeisen Wolfurt)

Betreuer:
Trainer: Olaf MITTER
Co Trainerin: Katharina ALMER

U17-Burschen (Jg. 2003 u. j.)
Tim BERGER (VV Döbling)
Michael CZERWINSKI (hotVolleys Wien)
Erik DOBLER (ASKÖ Linz Steg)
Lukas GLATZ (TSV Hartberg)
Timo HAMMARBERG (VC Wiener Neustadt)
Richard HENSEL (hotVolleys Wien)
Jacob KITZINGER (SK Posojilnica Aich/Dob)
Kilian MEIER (VC Fürstenfeld)
Samuel MÜLLER (hotVolleys Wien)
Jonas MÜRZL (VBC Steyr)
Simon PANSY (UVC Holding Graz)
Mario RAAB (ASKÖ Linz Steg)
Elia STOSCH (UVC Holding Graz)
Julian ZAGAR (UVC Holding Graz)

Betreuer:
Trainerin: Nina SAWATZKI
Co Trainer: Andreas REISER

Presseinfo ÖVV

11.01.2019