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Der EC-KAC verpasste am Freitag den vorzeitigen Playoff-Einzug. Denn die Klagenfurter verloren auch das vierte Saisonduell mit Fehervar AV19. Mit dem 3:1-Auswärtssieg verteidigten die Ungarn den sechsten Platz, Eric Meland traf doppelt.

Die Klagenfurter erwischten in einem ausgeglichenen Startdrittel den besseren Start, ohne diesen in Tore ummünzen zu können. Das erste Drittel bleibt torlos, auch weil Fehervar-Torhüter MacMillan Carruth die Ungarn mit seinen Paraden vor einem Rückstand bewahrte. In der 16. Minute hatten die Gäste Glück, als Thomas Koch mit seinem Schuss am Pfosten scheiterte.

Auch im zweiten Drittel kamen die Klagenfurter als aktiveres Team aus den Kabinen und drängten auf das 1:0. Doch die Magyaren machten den Klagenfurtern mit einer kompakten Defensivleistung das Leben schwer. Die Gastgeber schafften es wieder nicht, ihre Chancenüberlegenheit in Tore ummünzen. Es kam, wie es dann oft passiert. Mit dem erst zweiten Schuss aufs Tor im zweiten Drittel brachte Andrew Sarauer die Ungarn mit 1:0 in Führung. Fehervar hatte nun das Momentum und erzielte bereits drei Minuten später das 2:0 durch Meland.

Vor rund 3000 Zuschauern versuchten die Klagenfurter im letzten Drittel nochmals das Spiel zu drehen und schafften durch Adam Comrie in der 44. Minute den Anschlusstreffer. In einer ruppigen Schlussphase probierten die Klagenfurter im Überzahlspiel nochmals alles, um die drohende Niederlage abzuwenden. Doch die Klagenfurter schafften den Turnaround nicht mehr. Nach einer überstandenen Unterzahl traf Fehervar eine Minute vor Schluss zum 1:3-Endstand. Erneut war es Meland, der mit seinem Treffer den Sieg seiner Mannschaft fixierte. Das Team von Hannu Järvenpää feierte damit den vierten Saisonsieg gegen die Klagenfurter, dessen Siegesserie damit auch beendet wurde.

Erste Bank Eishockey Liga, Runde 39:
Fr, 18. 01. 2019: EC-KAC – Fehervar AV 19 1:3 (0:0/0:2/1:1)
Referees: BULOVEC, STOLC, Kontschieder, Pardatscher; Zuschauer: 3.191
Tore KAC: Comrie (44)
Tore AVS: Sarauer (35), Meland (38.,59.)

SZÉKESFEHÉRVÁR SCHLÄGT KAC ERNEUT
Der EC-KAC musste sich Fehérvár AV19 auch im vierten Saisonduell geschlagen geben, die Ungarn siegten in Klagenfurt mit 3:1.

DIE AUSGANGSSITUATION:
Der EC-KAC ging auf Tabellenplatz drei liegend und gestärkt von sieben Siegen in den vergangenen acht Runden in sein vorletztes Heimspiel der ersten Grunddurchgangsphase. Die Rotjacken punkteten heuer in 17 ihrer bislang 20 vor eigenem Publikum ausgetragenen Begegnungen und hatten im Duell mit Fehérvár AV19 die erste Möglichkeit der laufenden Spielzeit, sich vorzeitig für die Pick Round und somit auch die Play-Offs zu qualifizieren.

Fehérvár AV19 schob sich in den vergangenen Wochen in der Tabelle sukzessive nach vor, nach Klagenfurt reisten die Roten Teufel als Sechsplatzierter. Dieses positive Zwischenfazit ermöglichten vor allem die starken Auftritte vor eigenem Publikum, die Ungarn holten nahezu zwei Drittel (39) ihrer Punkte (59) in Heimspielen. Gegen den EC- KAC konnte Fehérvár AV19 sämtliche drei bisherigen Saisonduelle für sich entscheiden, jeweils mit exakt einem Tor Vorsprung: 3:2 n.P. und 5:4 zu Hause, 2:1 n.V. in der Stadthalle.

DIE PERSONALIEN:
Bei den Rotjacken, die unverändert auf den verletzten Kapitän Manuel Geier verzichten mussten, ergab sich nach dem Vormittagstraining am Spieltag noch eine personelle Änderung: Der im AHL-Spiel am Donnerstag verletzte Ramón Schnetzer setzte auf ärztlichen Rat aus, somit boten die Klagenfurter sieben Verteidiger auf. Den offenen Platz im Lineup nahm daher Patrick Harand ein, der nach überstandener Erkrankung unter der Woche ins Training zurückgekehrt war. Im Tor startete zum 29. Mal in der laufenden Saison Lars Haugen.

DER SPIELVERLAUF:
Gleich nach wenigen Sekunden kamen die Rotjacken zu ihren ersten Halbchancen: Zuerst suchte Adam Comrie den Abschluss aus dem Slot, sein Schuss wurde aber vom Schläger

eines Ungarn abgefälscht, kurz darauf versuchte es Mitch Wahl mit einer Direktabnahme von der rechten Seite, die Goalie Mac Carruth mit dem Blocker halten konnte (1.). Danach flog eine Deflection von Siim Liivik nach Schlenzer von David Fischer hauchdünn am Pfosten vorbei (7.), von den Hashmarks aus verzog auch Andrew Kozek knapp (8.). Die einzige zwingende Möglichkeit der Gäste im ersten Durchgang war in Minute zehn zu notieren: Tamás Sárpátki schob sich über links kommend energisch vor den Kasten, Torhüter Lars Haugen lenkte seinen Schuss hoch ab und Anže Kuralt scheiterte daran, den Puck aus der Luft ins Tor zu bugsieren (10.). Für Szenenapplaus in einem an Torchancen eher armen ersten Durchgang sorgte Thomas Koch: Er tankte sich zentral zwischen zwei Gegenspielern durch, wurde noch behindert, stocherte die Scheibe in Schieflage gekommen akrobatisch in Richtung Gehäuse, wo sie jedoch lediglich auf die Stange klatschte (16.).

Zu Beginn des Mitteldrittels eroberte Johannes Bischofberger in der neutralen Zone den Puck, stürmte in Richtung Carruth, scheiterte aus halblinker Position aber an dessen Schoner (21.). Wenig später bot sich eine Doppelchance für Matthew Neal: Zuerst bleib er mit einem Handgelenksschuss vom linken Faceoff-Kreis aus erfolglos, dann traf er am Torraum einen Rebound nicht richtig (23.). Der nach einem flinken Vorstoß Bischofbergers etwas glücklich an das Spielgerät gekommene Thomas Hundertpfund setzte in der Folge einen Abschluss aus aussichtsreicher, zentraler Position über den Kasten (26.). Kurz nachdem Stefan Geier den Puck nach Petersen-Vorlage nur wenige Zentimeter am Kasten vorbei abgefälscht hatte (29.), knallte Adam Comrie das Spielgerät an den Pfosten (30.). Nachdem die Rotjacken auch im Zuge ihres ersten Powerplays nicht anschreiben konnten, gingen die Gäste in der 35. Minute schließlich entgegen dem Spielverlauf in Führung: Csanád Erdély steckte mittig auf Andrew Sarauer durch, der vorerst an Lars Haugen scheiterte, seinen eigenen Rebound aber mit der Rückhand in die Maschen setzte. Knapp drei Minuten später vermochten die Ungarn sogar auf 2:0 zu erhöhen: János Hári brachte die Scheibe von hinter der verlängerten Torlinie aus zu Eric Meland, der aus kurzer Distanz am Schoner des Klagenfurter Keepers hängenblieb, den Nachschuss aber über die Linie drücken konnte (38.).

Im Schlussabschnitt wurde ein von Haugen mit den Pads parierter Versuch Anže Kuralts (43.) von guten KAC-Möglichkeiten flankiert: Gegen Bischofberger von halbrechts war Mac Carruth mit der Fanghand zur Stelle (41.), einen Schuss von Petersen auf die kurze Ecke parierte der gut aufgelegte Schlussmann mit dem Blocker (43.). Machtlos war der Torhüter dann aber wenig später, als Nick Petersen auf Adam Comrie zurücklegte und dieser die Scheibe von der blauen Linie aus mit Nachdruck in die Maschen beförderte –
1:2 (44.). Bei einem Onetimer von Mitch Wahl war Carruth zur Stelle (45.), während
Haugen mit der Spitze seines Beinschoners gegen den frei im Slot aufgetauchten Zack Phillips rettete (46.). Auch in zwei weiteren Überzahlspielen wollte den Rotjacken der Ausgleich nicht gelingen, die beste Gelegenheit bot sich in dieser Phase Andrew Kozek, der einen Abpraller nach Fischer-Fernschuss um Zentimeter am Pfosten vorbeistocherte (58.). Als die Gäste aus Ungarn auch ihre dritte numerische Unterlegenheit der Partie

überstanden hatten, sorgten sie für die Entscheidung: Aus der Halbdistanz erwischte Eric Meland Lars Haugen in der kurzen Kreuzecke (58.), der vierte Sieg Székesfehérvárs im vierten Saisonduell mit dem EC-KAC war Gewissheit. (NB)

DIE FAKTEN:
Erste Bank Eishockey Liga, 39. Spieltag
EC-KAC – Fehérvár AV19 1:3 (0:0,0:2,1:1)
Stadthalle Klagenfurt, 3.191 Zuschauer, Schiedsrichter Bulovec (SLO), Štolc (SVK)

Tore EC-KAC:
Adam Comrie (43:26/Nick Petersen)

Tore Fehérvár AV19:
Andrew Sarauer (34:47/Csanád Erdély, Zack Phillips) Eric Meland (37:33/János Hári, Anže Kuralt)
Eric Meland (58:47/Michael Caruso, Tero Koskiranta)

Aufstellung EC-KAC: Haugen (Madlener) // Comrie-Fischer, Gartner-Schumnig, Strong- Unterweger, Duller // S.Geier-Koch-Petersen, Richter-Neal-Kozek, Bischofberger-Wahl- Hundertpfund, Kraus-Liivik-Witting, Harand

DER KOMMENTAR:
„Eine harte Niederlage, denn wir haben das Spiel kontrolliert und uns viele Torchancen herausgespielt, speziell im zweiten Drittel. Fehérvár AV19 konnte auf einen guten Goalie bauen und hat seine wenigen Chancen gut genützt. Bei uns war das Powerplay nicht so erfolgreich, wie wir es gewohnt sind. Aus dem heutigen Verlust müssen wir unsere Lehren ziehen, insgesamt bin ich in taktischer und spielerischer Hinsicht mit unserem Auftritt aber nicht unzufrieden.“ (Petri Matikainen, Head Coach EC-KAC)

DER AUSBLICK:
Der EC-KAC blieb in seinem 21. Heimspiel der EBEL-Saison zum vierten Mal ohne Punkt, wodurch sich der Rückstand auf die vor ihm platzierten Teams aus Graz und Wien auf vier bzw. sieben Zähler vergrößerte. Die Vienna Capitals sind auch der nächste Gegner der Rotjacken, am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr, live auf servushockeynight.com) kommt es in der Bundeshauptstadt zum Spitzenspiel zwischen dem Leader und dem Rekordmeister. Insgesamt bestreiten die Klagenfurter vier der noch fünf verbleibenden Begegnungen in der ersten Phase des Grunddurchgangs in der Fremde.

Medieninfo Erste Bank Eishockey Liga/KAC

18.01.2019