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Drei Tickets für das Final-4 im österreichischen Cup sind vergeben. Der Titelverteidiger Kapfenberg Bulls steht nach einem klaren 90:75-Heimsieg über die Flyers Wels ebenso im Semifinale, wie die Unger Steel Gunners Oberwart.

Der vierfache Cupsieger setzte sich gegen den UBSC Graz mit 88:72 durch. Die Klosterneuburg Dukes drehten gegen den BC Vienna einen zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand, um schlussendlich nach Overtime mit 92:86 zu gewinnen. Der vierte Semifinalist wird am 13. Februar zwischen den Basket Flames (2BL) und den Swans Gmunden (ABL) ermittelt.

Kapfenberg Bulls – Flyers Wels 90:75 (29:15, 50:35, 73:54)
Scorer Bulls: Wilson 23, Vujosevic 19, Nelson-Henry 14
Scorer Flyers: Lamesic 21, Spruill 13, Zulic 11

Die Kapfenberg Bulls haben sich mit einem 90:75-Heimsieg über die Flyers Wels für das Final-4 im österreichischen Cup qualifiziert. Damit haben die Steirer am 23. und 24. März die Chance ihren Titel zu verteidigen. Sie stehen nun bereits zum 15. Mal im Cup-Semifinale. Den Grundstein zum Sieg legte Kapfenberg in einem offensiv starken Auftaktviertel. 29:15 dominierten die Bulls die ersten zehn Minuten. Im weiteren Verlauf kontrollierten sie das Tempo und das Geschehen nach Belieben und bauten den Vorteil auf zwischenzeitlich +26 (63:37 | 24. Min) aus. Mit insgesamt nur fünf Turnovern und 15 Offensivrebounds hielten die Bulls ihren Konkurrenten, dem im Schlussviertel dank eines 12:2-Runs ein Zwischenspurt gelang (80:69 | 34. Min), bis zum Ende klar auf Distanz. Xavier Ford gab für Kapfenberg sein Debüt. Der US-Forward kam auf 9 Punkte und 7 Rebounds. Top-Scorer der Begegnung war Kapfenbergs Ex-Welser Elijah Wilson mit 23 Zählern.

Top-Performer:

Darien Nelson-Henry – 21:32 MIN | 14 PTS | 7/10 FG | 8 RB (6 OR)
Davor Lamesic – 30:53 MIN | 21 PTS | 5 RB

Key-Facts:

Kapfenberg steht bereits zum 15. Mal in der Vereinsgeschichte in einem Cup-Semifinale und hat damit weiterhin die Chance seinen Titel zu verteidigen.
Kapfenberg dominierte das Spiel unter dem Korb. Die Bulls holten 15 Offensivrebounds, während die Flyers 20 Defensivrebounds einsammelten.
Kapfenberg verzeichnete nur 5 Turnover und stellt damit eine neue persönliche Bestleistung auf.
Xavier Ford gab für die Kapfenberg Bulls sein Debüt. Statt ihm konnte Raymond Bowles, da nur maximal fünf Nicht-EU-Ausländer im Kader aufscheinen dürfen, nicht eingesetzt werden. Ford bilanzierte in seinem ersten Spiel für die Steirer mit 9 Punkten und 7 Rebounds.

Stimmen zum Spiel:

Mike Coffin, Headcoach der Bulls: „Wir haben einen guten Start gehabt, mit viel Energie. Unser erstes Saisonziel war das Erreichen des Final-4 und das haben wir heute geschafft.“

Elijah Wilson, Spieler der Bulls: „Es war ein gutes Spiel von uns heute. Das Erreichen des Cup-Semifinales ist für uns als Mannschaft und den Club unglaublich wichtig. Wir wollen das Momentum behalten, um im März den Titel zu verteidigen.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers: „Wir haben defensiv in der ersten Halbzeit nicht unsere Vorhaben umgesetzt. 90 Punkte am Ende zu bekommen sind eindeutig zu viel. Gratulation an Kapfenberg zum Einszug ins Final-4.“

Sebastian Waser, Headcoach der Flyers: „Gratulation an Kapfenberg. Sie waren speziell in der ersten Halbzeit sehr gut auf uns eingestellt und haben uns unter Druck gesetzt. Wir konnten nie wirklich antworten.“

Klosterneuburg Dukes – BC Vienna 92:86 n.V. (10:27, 32:47, 64:61, 76:76)
Scorer Dukes: Miletic 19, Hopfgartner 17, Bauer 15, Greimeister 12
Scorer Vienna: Detrick 27, Radakovics, Hassan-Zadeh je 14, Gvozden 12

Die Klosterneuburg Dukes haben sich für ihr achtes Final-4 im österreichischen Cup qualifiziert. Die Niederösterreicher besiegten den BC Vienna nach Verlängerung mit 92:86. Dabei hatten die Dukes mit einer katastrophalen ersten Halbzeit zu kämpfen. Während bei Klosterneuburg in den ersten 20 Minuten keiner der zwölf Dreipunktewürfe fiel, traf Wien 57% von jenseits der Dreipunktelinie (8/14) und lag verdient um bis zu 18 Punkte voran (12:30 | 11. Min). Noch im dritten Viertel drehten die Dukes, die nun deutlich intensiver ans Werk gingen, die Partie: ein 19:2-Run schloss Edin Bavcic zur 58:57-Führung (29. Min) ab. Nun entwickelte sich eine spannende und auch defensivere Angelegenheit, in der Klosterneuburg in den Schlusssekunden der regulären Spielzeit den entscheidenden Wurf nicht im Korb unterbringen konnte. In der Overtime waren die Dukes dann deutlich agiler und fitter, um ihren Sieg schlussendlich unter Dach und Fach zu bringen. Dank einer deutlich besseren Trefferquote aus der Distanz in den restlichen 25 Minuten (10/14 | 71%) und mehr Rebounds waren die Dukes schlussendlich siegreich. Valentin Bauer verpasste nur knapp ein Triple-Double (15 PTS | 7 RB | 8 AS). Bei Wien war einmal mehr Jason Detrick (27 PTS) Top-Scorer der Begegnung.

Top-Performer:

Valentin Bauer – 40:42 MIN | 15 PTS | 7 RB | 8 AS
Mustafa Hassan-Zadeh – 45:00 MIN | 14 PTS | 4/6 3pFG | 9 RB | 4 AS

Key-Facts:

Klosterneuburg verbesserte in der zweiten Halbzeit inkl. Verlängerung seine Trefferquote von jenseits der Dreipunktelinie massiv. Nach 0/12 in den ersten 20 Spielminuten, stand am Ende 10/26 zu Buche.
Klosterneuburg konnte auf mehr Minuten der Bankspieler zurückgreifen (50:20 Minuten bzw. 24:9 Punkten).
Bei Klosterneuburg fehlte weiterhin Moritz Lanegger. Neuzugang Ezra Williams wurde nicht eingesetzt. Wien musste auf den verletzten Florian Trmal verzichten.

Stimmen zum Spiel:

Werner Sallomon, Headcoach der Dukes: „Wir sind sehr glücklich über den Sieg, auch wenn es schlussendlich ein wenig glücklich war. Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit in die Spur gefunden, waren am Spielfeld präsenter und haben das schlussendlich Gott sei Dank ausnützen können.“

Edin Bavcic, Spieler der Dukes: „Wir haben es uns in der ersten Halbzeit sehr schwer gemacht, schlussendlich aber doch verdient gewonnen. Wir sind nun im Final Four, auf das wir uns sehr gut vorbereiten werden.“

Mustafa Hassan-Zadeh, Kapitän vom BCV: „Im ersten Viertel haben wir mannschaftlich sehr gut und kompakt gespielt, die freien Würfe getroffen und gute Defense gespielt. Im zweiten Viertel haben wir dann leicht den Faden verloren und im dritten Viertel dann endgültig alles zerstört, was wir uns bis dahin erspielt haben. Wir haben mannschaftlich versagt und ich bin enttäuscht.“

Paul Radakovics, Spieler vom BCV: „Eine ganz bittere Niederlage heute. Wir haben in der ersten Halbzeit eines unserer besten Spiele defensiv wie offensiv abgeliefert. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel dann leichtfertig vergeben.“

Unger Steel Gunners Oberwart – UBSC Graz 88:72 (19:18, 44:38, 72:58)
Scorer Gunners: Lescault 25, Mikutis, Ochsenhofer je 12, Tawiah 11
Scorer UBSC: Maresch 20, Turman 16, Richter 10

Die Unger Steel Gunners Oberwart haben sich als dritten Mannschaft für das Final-4 im österreichischen Cup qualifiziert. Die Burgenländer besiegten den UBSC Graz mit 88:72 und gewannen damit auch das 24 aufeinanderfolgende Spiel gegen die Steirer. Der vierfache Cupsieger Oberwart steht damit bereits zum 14. Mal in einem Cup-Semifinale. Beide Mannschaften zeigten in einer intensiven Begegnung bis zur Pause eine starke Leistung. Sie trafen jeweils 50% von jenseits der Dreipunktelinie. Während Oberwart mit guter Reboundarbeit erneut seine Anfälligkeit auf Turnovern kompensierte, bekam Graz in den ersten 20 Minuten starken Input von den Bankspielern. Im dritten Viertel fiel dann die Vorentscheidung, weil die Gunners weiterhin enorm aggressiv in der Defensive blieben und dadurch zu leichten Ballgewinnen und vielen erfolgreichen Fastbreaks kamen. Kurz vor dem letzten Break lagen die Gunners mit 72:56 (30. Min) voran. Abschließend konnte Oberwart auch noch das vierte Viertel für sich entscheiden und gewann schlussendlich souverän. Hayden Lescault war mit 25 Punkten Top-Scorer der Begegnung und verzeichnete zudem 9 Steals. Bei Graz war Anton Maresch mit 20 Punkten bester Werfer.

Top-Performer:

Hayden Lescault – 30:07 MIN | 25 PTS | 8/11 FG | 7 AS | 9 ST
Luka Nikolic – 33:17 MIN | 9 PTS | 10 RB

Key-Facts:

Oberwart steht zum 14. Mal in einem Cup-Semifinale.
Oberwart gewann auch das 24. Aufeinanderfolgende Spiel gegen Graz.
Oberwart machte 23 Punkten direkt nach Ballgewinne.

Stimmen zum Spiel:

Horste Leitner, Headcoach der Gunners: „Wir freuen uns sehr, das Final-4 in dieser Saison erreicht zu haben. Es war eine schwierige Partie. Nichtsdestotrotz war die Reaktion der Mannschaft nach den letzten beiden Spielen sensationell. Gratulation an mein Team.“

Andrius Mikutis, Spieler der Gunners: „Wir wussten, dass wir nach den beiden schwachen Spielen zuletzt wieder in Spur kommen mussten. Das ist uns gut gelungen. Wir haben gut begonnen und unsere Defensive hat über weite Strecken gut funktioniert. Wir haben Graz dann in der zweiten Halbzeit endgültig aus ihrem Rhythmus gebracht. Wir hatten Steals, Fastbreaks und haben dann gut abgeschlossen.“

Milos Sporar, Headcoach vom UBSC: „Wenn du in Oberwart ein Spiel gewinnen willst, dann musst du dieses über 40 Minuten kontrollieren. Wir haben das heute einfach nicht geschafft und deshalb haben wir verloren.“

Jakob Ernst, Spieler vom UBSC:
„Wir hatten einen guten Beginn. Dann haben wir uns schwergetan, weil Oberwart viel und gut getroffen hat. Wir haben bis zum Ende gekämpft, aber leider hat es nicht gereicht. Wir müssen einfach bessere Defensive spielen.“

Presseinfo ABL/ÖBL/Profs Media

07.02.2019