Alessandro Hämmerle bei SBX-Weltcup in Feldberg als Sechster bester Österreicher

© Sportreport

Als Zweiter des kleinen Finales landete der Vorarlberger Alessandro Hämmerle am Samstag beim Snowboardcross-Weltcup in Feldberg (GER) auf dem sechsten Gesamtrang und war damit bester Österreicher.

Mit dem Vorstoß ins Viertelfinale reihte sich der Wiener Lukas Pachner an der zwölften Stelle ein. Pech hatte der Kärntner Hanno Douschan, dem im Achtelfinale bei einer Kollision mit dem Deutschen Martin Nörl sein Brett zu Bruch ging. Der Vizeweltmeister musste sich deshalb mit Rang 23 zufrieden geben. Der Niederösterreicher Jakob Dusek, der sich als vierter Österreicher für das Finale qualifiziert hatte, belegte nach seinem Aus im Achtelfinale Rang 32.

„Ich bin ein gutes Rennen gefahren und kann mir nicht viel vorwerfen. Im Semifinale habe ich bis in die letzte Kurve hinein geführt, doch dann habe ich auf der Zielgeraden dem starken Gegenwind zu viel Angriffsfläche geboten und deshalb sind noch alle drei Gegner an mir vorbeigefahren. Wie gesagt, fahrerisch hätte es heute gut gepasst, aber gegen die äußeren Bedingungen bis du einfach machtlos“, sagte Alessandro Hämmerle.

Der Australier Cameron Bolton feierte vor den beiden Deutschen Paul Berg und Konstantin Schad seinen ersten Weltcup-Sieg. In dem ohne österreichische Beteiligung ausgetragenen Damenrennen triumphierte die US-Amerikanerin Lindsey Jacobellis vor der Italienerin Michela Moioli und der Tschechin Eva Samkova.

SBX-Finale bei Weltcup in Feldberg mit vier Österreichern
Vier ÖSV-Snowboardcrosser haben sich für das Weltcup-Rennen am Samstag in Feldberg (GER) qualifiziert! Bei schwierigen äußeren Bedingungen aufgrund von wechselndem Wind und starkem Nebel landete Alessandro Hämmerle als bester Österreicher auf Platz 23. Vizeweltmeister Hanno Douschan (26.), Lukas Pachner (30.) und Jakob Dusek (31.) sicherten sich ebenfalls einen Startplatz für das Finale der Top 32. Luca Hämmerle (34.) und Julian Lüftner (35.) verpassten hingegen um jeweils sieben Hundertstelsekunden den Einzug in die Entscheidung.

Neussner, Pickl und Jud feiern Europacup-Siege
Bei zwei Europacup-Rennen im tschechischen Dolni Morava haben die rot-weiß-roten SBX-Rookies in dieser Woche drei Siege gefeiert und insgesamt sechs Podestplätze erobert. Bei den Damen gewann die Niederösterreicherin Katharina Neussner den zweiten Bewerb, nachdem sie im ersten Rennen bereits Dritte geworden war. Der Burgenländer Sebastian Jud fuhr ebenfalls die Ränge drei und eins heraus. Die erste Herren-Konkurrenz entschied der Steirer David Pickl für sich, zudem landete der Vorarlberger Beat Neyer-Hollenstein im zweiten Rennen an der dritten Stelle.

Das weitere Programm beim SBX-Weltcup in Feldberg (GER):

Samstag, 09.02.2019:
10.00 Uhr: Finale der Top 32 Herren und Top 16 Damen

Sonntag, 10.02.2019:
09.50 Uhr: Mixed-Teambewerb (ohne österreichische Beteiligung)

TV-Hinweis:
ORF SPORT+ überträgt die SBX-Weltcup-Rennen in Feldberg am Samstag, 09.02.2019, ab 10.30 Uhr und am Sonntag, 10.02.2019, ab 10.00 Uhr jeweils LIVE.

Clemens Millauer peilt im WM-Slopestyle eine Top-Platzierung an
Nachdem die ÖSV-Snowboardcrosser und -Raceboarder bereits die Heimreise von der Weltmeisterschaft in Park City angetreten haben, hält bei den Snowboard-Titelkämpfen im US-Bundesstaat Utah nun einzig Freestyler Clemens Millauer die rot-weiß-roten Farben hoch. Auch deshalb, weil seine Freundin und Teamkollegin Anna Gasser wegen einer Knöchelverletzung auf einen WM-Start verzichten musste und stattdessen in der Heimat intensiv an ihrem Comeback arbeitet.

Nachdem der 24-jährige Oberösterreicher durch die witterungsbedingte Streichung des Big Airs aus dem WM-Programm um eine Medaillenchance gebracht wurde, peilt er nun im abschließenden Slopestyle-Bewerb am Sonntag eine Top-Platzierung an: „Ein Platz im Finale der Top Ten wäre eine Super-Sache. Im Slopestyle kann immer viel passieren. Man muss sehr konzentriert sein, damit man von oben bis unten alles sauber landet. Denn einmal zu früh von einem Rail runter oder einmal die Hand im Schnee bei einem Kicker, und alles schaut sehr schnell ganz anders aus“, weiß Millauer, dass der Slopestyle nicht den geringsten Fehler verzeiht.

Aus den beiden Qualifikations-Heats am Samstag steigen jeweils drei Rider direkt in das Zehnerfinale auf. Die jeweils Viert- bis Achtplatzierten fahren in dem ebenfalls noch am Samstag stattfindenden Semifinale noch vier weitere Finalplätze aus. „Die direkte Qualifikation für das Finale wäre natürlich ideal, aber wenn ich es erst über das Semifinale schaffen sollte, würde ich mich auch nicht beschweren“, meinte Millauer, der am Donnerstag das erste Training auf dem WM-Kurs bestritt.

„Das Training war eine ziemliche Herausforderung, weil durch die tiefen Temperaturen der Schnee vor allem zu Beginn sehr stumpf gewesen ist und ich deshalb auch mit dem Speed so meine Probleme hatte. Zuerst war ich auf den Rails sehr technisch unterwegs. Das habe ich aber umstellen müssen, um mit einer höheren Geschwindigkeit auf den ersten Kicker hinzukommen. Denn wenn du dort schon zu langsam bist, dann zieht sich dieses Problem bis unten durch“, präzisierte Millauer.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig sei der Umstand, sich gänzlich ohne Teamkollegen auf die WM-Entscheidung einzustimmen. „Es ist sehr cool, gemeinsam zu trainieren und Contests zu bestreiten. Mit Anna fahre ich natürlich besonders gerne. Aber die Situation ist nun einmal so. Jetzt gilt es, das Beste daraus zu machen“, ergänzte Millauer, der in Park City von ÖSV-Freestyle-Headcoach Christian Scheidl und Co-Trainer Thomas Rittmannsberger auf den WM-Slopestyle vorbereitet wird.

Presseinfo Österreichischer Skiverband

09.02.2019