Medaillenregen für den HSV Red Bull Salzburg bei der Para Ski Weltmeistershaft in Tschechien

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Nach der äußerst erfolgreichen Weltcup Saison, konnten die Athleten des HSV Red Bull Salzburg auch bei der Weltmeisterschaft im Para Ski (einer Kombination aus den Sportarten Fallschirmsprung und Skifahren) ihre absolute Weltklasse unter Beweis stellen.

Von 26. Februar bis 2. März kämpften im tschechischen Vrchlabi 63 Athleten aus sechs Nationen um die begehrten WM-Titel. Die Salzburger Fallschirmspringer konnten ihrer Favoritenrolle erneut gerecht werden und heimsten beim abschließenden Saisonhöhepunkt insgesamt acht Medaillen ein.

Vier Tage lang hieß es sowohl „Glück ab, gut Land“ als auch „Ski heil“ für 63 Athleten aus sechs Nationen bei der Weltmeisterschaft im Para Ski (einer Kombination aus Fallschirmspringen und Riesentorlauf) in Tschechien. Genauso erfolgreich wie die Weltcup-Gesamtsaison für die Athleten des HSV Red Bull Salzburg geendet hatte (vier Mal Gold, zwei Mal Silber und zwei Weltrekorde), wurde auch der absolute Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaft in Vrchlabi, zu einem triumphalen Erfolg für die Salzburger Fallschirmspringer. Trotz der extrem starken Konkurrenz konnte das Team AUSTRIA (mit den HSV Red Bull Salzburg Athleten Sebastian Graser, Manuel Sulzbacher, Anton Gruber, sowie Gernot Alic vom HFSC – Freistadt) seine Top-Form unter Beweis stellen und holte erstmalig auch WM-Gold in der Teamwertung vor dem Team Russia 1 und dem Team Czech Republic 1.

Wie schon 2017 darf sich auch 2019 die Gesamtweltcupsiegerin in der Damenwertung, Magdalena Schwertl, erneut Weltmeisterin bei den Damen nennen. Die Thalgauerin setzte sich mit einer wahrlichen Demonstration ihrer bestechenden Form gegen ihre Konkurrentinnen durch. Sie holte sich die Goldmedaille und verpasste nur knapp einen erneuten Weltrekord. Die 32-jährige zeigt sich überglücklich über die perfekte Saison: „Ich bin extrem happy, dass ich meine zwei goldenen WM Medaillen von 2017 verteidigen konnte! Es ist mir zu 100% gelungen meine Leistung abzurufen. Der verpatzte Trainingstag an dem ich nicht einmal die Scheibe treffen konnte, forderte mich mental sehr. Ich wollte einfach unbedingt diese schwierigen Bedingungen besiegen. Wären heute die Wolke n nicht zu tief gehangen, hätte ich meine gerade eben verbesserten Weltrekord sogar noch einmal verbessern können.“ Ihre Teamkollegin Julia Schosser, Gesamt-Weltcup Zweite, zeigte auch bei der Weltmeisterschaft wieder mit einer tollen Leistung auf und freut sich verdient über die Bronzemedaille bei den Damen. Bei den Damen Teams bedeutet das für die beiden Salzburgerinnen gemeinsam so auch eine weitere goldenen Medaille.

Bei den Herren war es beinahe erwartungsgemäß der Junioren Weltmeister von 2017 und Gesamtweltcup Sieger 2019, Sebastian Graser, der sich in Tschechien schlussendlich auch den Weltmeistertitel sowohl in der Männer Gesamtwertung als auch bei den Junioren holte, nachdem er mit perfekten Sprüngen und herausragenden Rennlaufzeiten die Konkurrenz wahrlich deklassiert hatte. „Ich bin unglaublich glücklich, dass ich heuer diese Weltmeisterschaft für mich entscheiden konnte. Es ist mein erster WM-Gesamt-Titel, somit bedeutet dieser extrem viel für mich. Weiteres bin ich überglücklich, dass wir auch mit dem Team gewinnen konnten, dies ist, seit es die Disziplin Para Ski gibt, das erste Mal. Es macht mich unglaublich stolz Teil dieses tollen Teams zu sein“, freut sich der 22-jährige Elsbethner über den perfekten Saisonabschluss. Ebenfalls Spitzenleistungen zeigten seine Teamkollegen. Anton Gruber konnte eine Silbermedaille bei den Masters erringen und Platz vier in der Gesamtwertung der Männer. Manuel Sulzbacher legte mit einer Top-Leistung nach und nimmt Bronze bei den Junioren mit nach Hause, was zugleich auch den ausgezeichneten zehnten Platz in der Gesamtwertung der Herren bedeutet. Ergebnislisten und weiterführende Informationen auf www.paraski.org.

Mit diesen herausragenden Erfolgen in der Tasche, blicken die Athleten des HSV Red Bull Salzburg auf eine Para Ski Saison zurück, die perfekter nicht hätte laufen können. Weiter geht es für die Fallschirmspringer nun mit den Vorbereitungen für die Weltcup Saison im Fallschirm Zielspringen. Ein Höhepunkt dieser wird der Heimweltcup für die Salzburger sein, welcher von 23. bis 25. August in Thalgau stattfinden wird.

Die Wettkampfdisziplin PARA SKI setzt sich aus PARA (abgeleitet von „Parachute“) und dem alpinen Riesentorlauf (SKI) zusammen. Es gilt dabei in einem FIS reglementierten Ski Rennlauf, ausgetragen in zwei Durchgängen, so schnell als möglich, und in sechs Sprungdurchgängen so genau wie möglich zu sein. Gewertet wird beim Zielsprung in Strafpunkten, die je nach Entfernung zum 2cm großen Zielpunkt vergeben werden, dabei wird jeder Zentimeter Abweichung als Strafpunkt gewertet. Die Zeit im Riesentorlauf wird auch in Punkte umgerechnet, ausgehend von der Siegerzeit: Der Sieger aus dem Riesentorlauf hat null Strafpunkte und die Zeit der dahinterliegenden wird so in Punkten umgewandelt, dass ca. 0,3 Sek. einen Punkt ergeben. Somit ist 1 Sekunde 3 Punkte. Diese Punkte entsprechen im Zielspringen genau der Entfernung in cm (1cm = ein Punkt). Zusammen mit der Zeit im Ski Rennlauf sind diese Punkte das Endergebnis.

Presseinfo HSV Red Bull Salzburg

02.03.2019