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Nach zweiwöchiger ABL-Pause meldete sich die Basketball Bundesliga am Samstag mit drei Spielen zurück. Die Vienna D.C. Timberwolves sorgten für eine Überraschung gegen den Tabellenführer aus Gmunden und sicherten sich damit wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze.

Doch auch der UBSC Graz erfüllte seine Aufgabe und bleibt nach Sieg über die Fürstenfeld Panthers an den Top-8 dran. Im Duell um den zweiten Tabellenplatz setzten sich die Unger Steel Gunners Oberwart erstmals nach saisonübergreifend zehn Niederlagen in Serie gegen die Kapfenberg Bulls durch.

Im Rahmen des Sky Live Spiels kam es auch zur Halbfinalauslosung für das Raiffeisen Cup Final Four 2019. Die Swans Gmunden treffen als Gastgeber auf die Unger Steel Gunners Oberwart. Die Klosterneuburg Dukes bekommen es mit Titelverteidiger Kapfenberg Bulls zu tun.

02.03.2019 Vienna D.C. Timberwolves Swans Gmunden 74:68 (19:19, 39:38, 54:57)
Beste Werfer Timberwolves: Scott 17, Hörberg 14, Nikolic 14
Beste Werfer Swans: Friedrich 15, Murati 11, Blazan 10

Die Vienna D.C. Timberwolves bezwangen nach einer starken kämpferischen Leistung den Tabellenführer. Bereits von Beginn weg kündigte sich eine toughes Spiel auf Augenhöhe an. Der weiterhin ersatzgeschwächte Aufsteiger erarbeitete sich im ersten Viertel meist hauchdünne Vorteile. Im zweiten Abschnitt wechselte die Führung mehrmals. Den Timberwolves unterliefen zwar einige Ballverluste, kamen aber immer wieder unter dem Korb zum Erfolg. Im dritten Viertel konnten die Schwäne ihre Routine besser ausspielen, absetzen konnte sich der Tabellenführer allerdings nicht. Die Wiener, die in der zweiten Halbzeit auf Jonas John verzichten mussten, ließen zahlreiche Chancen von der Freiwurflinie liegen (57%), hielten sich aber weiterhin knapp an den Schwänen dran. Im finalen Abschnitt präsentierten die Timberwolves eine kämpferische Glanzleistung. Mit einem sehenswerten Teamplay fuhren die Wiener einen 74:68 Erfolg ein und eroberten sich „Bonuspunkte“ im Kampf um die Playoffs.

Fakten zur Begegnung:

Timberwolves gewinnen trotz 21 Turnover.
Während die Wiener 46 Punkte unter dem Korb scorten, verbuchten die Schwäne lediglich 26 points in the paint.
Die Swans bleiben trotz Niederlage an der Tabellenspitze, auch wenn die Gunners gleichzogen.

Philipp D’Angelo, Kapitän der Timberwolves: “Es war ein hervorragender Sieg. Gratulation an die Mannschaft. Wir können anscheinend in dieser Liga tatsächlich jeden schlagen.“

Hubert Schmidt, Headcoach Timberwoles: „Es war eine unglaubliche Leistung meiner Mannschaft gegen ein komplettes Gmundner Team. Wir hatten weiterhin einige Ausfälle und in der zweiten Halbzeit auch Jonas John verloren. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Haben kaum mentaler Fehler begangen und waren am Ende kämpferisch überragend.“

Bernd Wimmer, Headcoach der Swans: „Gratulation an die Timberwolves zum verdienten Sieg. Sie sind heute mehr als Mannschaft aufgetreten als wir. Der Sieg war mehr als verdient.“

Überragender Sieg der Timberwolves gegen Gmunden!
Was für eine Leistung, was für eine Sensation! Die Vienna D.C. Timberwolves ringen Tabellenführer Swans Gmunden am Samstag in der Basketball Bundesliga mit 74:68 nieder!

Trotz vier und ab der Halbzeit fünf Ausfällen (Jonas John kann nicht weitermachen) schaffen die Wölfe im T-Mobile Dome die Überraschung.

Ausgeglichene erste Hälfte
Joe Scott und Julien Hörberg führen die Wölfe zu einer 5:0- bzw. 12:9-Führung, bei Gmunden beginnt Devin White stark. Torion Brummitt und die Gäste verteidigen danach aber konsequenter und gehen mit einem 8:0-Run 17:12 in Führung. Jonas John und Co. antworten aber sofort, mit 19:19 geht es in die erste Pause.

Im zweiten Viertel spielen vor allem die 18- und 19-Jährigen der Timberwolves stark auf, Paul Rotter stellt auf 26:21. Chance Murray und Lukas Schartmüller treffen Dreier für die Swans, die die Führung zurückholen. Sam Ringhofer bedient auf der anderen Seite Marko Kolaric ideal, Philipp D’Angelo, Joe Scott und David Rados lassen die Hausherren auf 39:35 stellen. Toni Blazan sorgt von außen für den 39:38-Halbzeitstand.

Top Defense im letzten Viertel
Nach Seitenwechsel nehmen Daniel Friedrich und Enis Murati das Heft für die Oberösterreicher in die Hand, Gmunden legt auf 48:43 vor. Marko Kolaric fasst in der 27. Minute sein viertes Foul aus, aber Nemanja Nikolic und Joe Scott holen die Führung für die Wolves kurzzeitig zurück. Tilo Klette und Matthias Linortner scoren in der Zone, die Swans liegen nach 30 Minuten 57:54 voran.

Im Schlussabschnitt verteidigen die Timberwolves überragend, in den ersten fünf Minuten werden nur zwei Punkte zugelassen. Vorne ist vor allem Nemanja Nikolic nicht zu stoppen, die Wiener ziehen auf 67:59 davon. Daniel Friedrich und Torrion Brummitt kontern, aber Julien Hörberg sorgt in der letzten Minute mit zwei Freiwürfen zum 72:65 für die Vorentscheidung. Toni Blazan trifft noch einen Dreier, aber der 18-jährige Paul Rotter (25 Minuten, 8 Punkte, 4 Assists, 4 Steals) machen den Sack von der Linie zu.

„Unglaubliche Leistung“
„Eine unglaubliche Leistung des gesamten Teams! Von der Vorbereitung angefangen, über die konzentrierte Umsetzung auf dem Feld bis zum Kampfgeist mit unzähligen toughen Plays in der Defense war es großartig“, ist Coach Hubert Schmidt stolz.

In den nächsten zwei Wochen stehen vier Spiele auf dem Programm, weiter geht es am Donnerstag mit dem Sky-live-Spiel in Wels.

02.03.2019 Fürstenfeld Panthers UBSC Graz 68:101 (18:25, 39:49, 52:69)
Scorer Panthers: Mileta 21, Posic 14, Hajder 13
Scorer Graz: Nikolic 16, Mikulic 15, Richter 14

Der UBSC Graz feierte einen deutlichen Erfolg im Steirer-Derby gegen Fürstenfeld. Ohne Top-Scorer Marko Car, der für ein Spiel gesperrt war, starteten die Hausherren verunsichert in die Begegnung. Die Grazer erspielten sich schnell eine zweistellige Führung. Erst gegen Ende des ersten Viertels schienen die Panthers ihren Rhythmus gefunden zu haben und konnten den Rückstand etwas verkürzen. Fürstenfeld kämpfte sich im dritten Viertel erst weiter heran, ehe die Grazer einen Zahn zulegten. Der UBSC traf hochprozentig von außen (56%) und ließ den Panthers in weiterer Folge keine Chance mehr. Fabian Richter (4/5 3er) und Ian Moschik (4/6 3er) glänzten von Downtown und Luka Nikolic sowie Ivan Mikulic (jeweils vier Steals) überzeugten in der Defenive. Die Grazer feierten schließlich einen 101:68 Erfolg und landen somit den „Pflichtsieg“ im Kampf um die Playoff-Plätze. Ivan Mikulic steuerte mit 15 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double zum Sieg bei.

Fakten zur Begegnung:

Der UBSC traf 56% der Dreipunktewürfe (15/27).
Graz verbuchte 12 Steals, Fürstenfeld unterliefen 22 Turnover
Graz fährt „Pflichtsieg“ im Kampf um die Playoff-Plätze ein.

Erich Feiertag, Team-Manager der Panthers: „Es war nicht das Spiel, dass wir uns alle erwartet haben. Marko fehlte uns an allen Enden. Die erste Halbzeit war noch in Ordnung, doch Graz war uns in allen Belangen überlegen. Gratulation an die Grazer Mannschaft und vor allem an Fabian Richter zum Sieg.“

Fabian Richter, Spieler UBSC: „Fürstenfeld war durch das Fehlen vom Marko Car geschwächt, präsentierte sich aber in der ersten Halbzeit ganz gut. In der zweiten Halbzeit haben wir professionell das Spiel zu Ende gespielt und auch aufgrund der längeren Bank gewonnen.“

02.03.2019 Gunners Oberwart Kapfenberg Bulls 75:66 (10:16, 31:33, 53:51)
Beste Werfer Gunners: Lescault 26, Käferle 12, Tawiah 8, Szkutta 8
Beste Werfer Bulls: Wilson 19, Vujosevic 17, Ford 13

Die Unger Steel Gunners Oberwart setzten sich im Duell um den zweiten Tabellenplatz gegen die Kapfenberg Bulls durch. Beide Teams starteten eher nervös und mit niedrigen Trefferquoten. Im ersten Viertel hatten die Bulls in einem punktearmen Startviertel noch Vorteile. Die Hausherren fanden aber bereits im zweiten Viertel einen besseren Rhythmus und verkürzten den Rückstand. Vor allem Youngster Stefan Blazevic (7 Punkte) sowie Neuzugang Dwane Miner (6 Punkte, 2 Blocks) konnten in der Phase Akzente setzen. Bei den Bulls traten in der Offensive immer wieder Elijah Wilson (19 Punkte) und Bogic Vujosevis (17 Punkte) in Erscheinung. In der zweiten Halbzeit gelang es denn Südburgenländer die Führung zu übernehmen. Vor allem Hayden Lescault (26 Punkte, 7 Rebounds) übernahm erfolgreich viel Verantwortung. Oberwart agierte deutlich entschlossener unter dem Korb und setzte sich schließlich mit 75:66 durch und beendeten damit die Negativserie von saisonübergreifend zehn Niederlagen gegen die Bulls. Mit diesem Erfolg ziehen die Gunners in der Tabelle mit Leader Gmunden gleich.

Fakten zur Begegnung:

Die Gunners gewinnen das Duell um den zweiten Tabellenplatz.
Nach saisonübergreifend zehn Niederlagen beendet Oberwart die Negativserie gegen Kapfenberg.
Die Gunners konnten vor allem unter den Brettern ihre Vorteile ausspielen (47:35 Rebounds, 38:22 Punkte in der Zone).

Sebastian Käferle, Kapitän der Gunners: „Es war das erwartet harte Spiel. In der ersten Halbzeit konnte sich kein Team absetzen, weil extrem harte Defensive gespielt wurde. In der zweiten Halbzeit konnten wir einen Zahn zulegen und haben alles gegeben. Zum Schluss war es ein verdienter und sehr wichtiger Sieg für uns.“

Horst Leitner, Headcoach der Gunners: „Es war ein schwieriges Spiel. Gratulation an meine Mannschaft. Wir haben nach einem eher schlechten Start eine tolle Leistung gezeigt. Am Ende des Tages war es ein verdienter Sieg.“

Marck Coffin, Kapitän der Bulls: „Es war ein hartes Duell um den zweiten Platz. Oberwart hat wie erwartet aggressiv in der Defensive gespielt. Unser Fehler war es, dass wir die Gunners ihr Tempo spielen ließen. Wir haben unseren Rhythmus nicht gefunden. Oberwart war top vorbereitet und hat ein gutes Spiel abgeliefert.“

Mike Coffin, Headcoach der Bulls: „Wir haben in diesem Spiel keinen Rhythmus gefunden und zu viele schlechte Phasen gehabt.“

Presseinfo ABL/Profs Media/Vienna D.C. Timberwolves

03.03.2019