Frauen, Bundesliga

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Eine Woche nachdem die Viertelfinals im SPORT.LAND.NÖ Frauen Cup die Winterpause im heimischen Frauenfußball endgültig beendeten, fällt nun auch der Startschuss in die zweite Saisonhälfte der Planet Pure Frauen Bundesliga. In der zehnten Runde stehen sich am Sonntag im ORF-Live-Schlager der SKN St. Pölten und SK Sturm Graz gegenüber. St. Pölten könnte mit einem Sieg die Meisterschaft vorentscheiden. Auch im Abstiegskampf ist ab sofort Hochspannung angesagt.

Altenmarkt als Favorit nach Kleinmünchen

Oberösterreichs Traditionsklub Union Kleinmünchen findet sich nach einem äußerst durchwachsenen Herbst im Abstiegskampf wieder. Lediglich sechs Punkte gelangen den Tabellenneunten in der ersten Saisonhälfte. Auf das Ziel Klassenerhalt ist – erst recht nach dem Cup-Aus gegen SG USC Landhaus/Austria Wien in der Vorwoche – nun der ganze Fokus der Linzerinnen gerichtet. Gegen den SKV Altenmarkt (4.) findet man sich am Samstag auf dem Papier in der Außenseiterrolle wieder. Trainer Martin Hofer erwartet ein körperbetontes Spiel: „Wir müssen vor allem im Mittelfeld dagegenhalten, dann haben wir eine Chance.“ Altenmarkt ist mit dem Einzug ins Cup-Semifinale (3:1 n.V. bei Bergheim) erfolgreich ins Frühjahr gestartet. Nun soll auch der Liga-Auftakt gelingen. „Es erwartet uns ein Spiel gegen eine kampfstarke, junge Truppe. Ich hoffe, dass wir Punkte mitnehmen“, sagt Trainer Kurt Hoffer, der auf Stefanie Schneeberger verzichten muss. Dafür könnte Eva Kolenova zurückkehren.

Austria vor „Pflichtaufgabe“ im Südburgenland

SG USC Landhaus/Austria Wien (3.) ist unter Neo-Coach Hannes Spilka mit einem klaren 6:0 im Cup-Viertelfinale gegen Union Kleinmünchen ins Frühjahr gestartet. Auch wenn noch nicht alles perfekt gewesen sei, „die Leistung ist eine gute Basis für das Frühjahr“, so Spilka. Bereits am Sonntag, beim Gastspiel im Südburgenland, will der Trainer die nächsten Verbesserungen sehen. Die „Violetten“, die auf Lena Kovar verzichten müssen, gehen als klare Favoritinnen in das Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht. Südburgenland-Coach Rene Mahlknecht hat in der Winterpause den dringend benötigten Kader-Zuwachs bekommen, weil viele Talente aus der zweiten Mannschaft nun im Bundesliga-Kader stehen. Um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, brauche es die nötige Einstellung, so Mahlknecht: „Wir wollen in jedem Spiel mit Leidenschaft Fußball spielen und einen aufopferungsvollen Kampf liefern.“

Aufsteiger Innsbruck empfängt Rekordmeister Neulengbach

Der SV Neulengbach (6.) musste im Cup-Viertelfinale eine bittere Niederlage einstecken. Nach einem 1:2 n.V. bei Zweitligist Rankweil ist die Wienerwald-Elf zum ersten Mal seit 17 Jahren aus dem Cup ausgeschieden. Seit 2002 stand der zehnfache Cup-Sieger immer im Endspiel. „Wir haben das bittere Ausscheiden langsam verdaut“, sagt Trainer Mario Graf, der mit seinem Team am Sonntag erneut in den Westen reisen muss. Gegen FC Wacker Innsbruck (5.) ist Neulengbach – ohne die gesperrte Magdalena Bachler – auf dem Papier sogar leicht in der Außenseiterrolle. Aber Wacker-Coach Masaki Morass lenkt ein: „Es spielt immer noch der Aufsteiger gegen den Rekordmeister!“ Insgesamt fehlen den Tirolerinnen sieben Spielerinnen verletzungs- oder krankheitsbedingt. „Neulengbach wird nach dem Cup-Aus sicher noch heißer auf den Sieg sein“, so Morass.

„Sechspunktespiel“ für Bergheim und Vorderland

Das Aufeinandertreffen von FC Bergheim (8.) und FFC Vorderland (7.) am Sonntag ist für beide Teams richtungsweisend. Vor allem für die Salzburgerinnen, die nur drei Punkte vom Abstiegsplatz entfernt liegen, gilt: verlieren verboten. Die Gäste aus Vorarlberg, die bereits drei Punkte mehr auf dem Konto haben, würden sich auch mit einem Unentschieden zufrieden geben. Vorderland-Coach Bernhard Summer, der in seine letzte Halbsaison geht, ist zuversichtlich, dass das gelingt, „aber in Bergheim zu spielen ist immer schwer. Großes Ziel ist es, nicht zu verlieren.“ Für mehr Durchschlagskraft sollen zwei offensive Neuzugänge sorgen. Nachwuchs-Talent Patricia Pfanner und die Isländerin Andrea Mist Palsdottir verstärken den FFC-Kader im Frühjahr.

Sturm will im ORF-Live-Schlager Revanche nehmen

Meister und Cupsieger SKN St. Pölten (1.) hat den ersten Angriff von Saison-Rivale SK Sturm Graz (2.) abgewehrt. In der Vorwoche gab es im Cup-Viertelfinale in Graz-Messendorf einen 4:0-Sieg für die „Wölfinnen“. Am Sonntag (14:30 Uhr live auf ORF Sport+) steigt in Böheimkirchen das Bundesliga-Duell der beiden besten Teams des Landes. Die Grazerinnen, die in der Tabelle der Planet Pure Frauen Bundesliga nur drei Punkte zurückliegen, hoffen auf Revanche. Allerdings hat sich die ohnehin angespannte Personalsituation weiter verschlechtert, nachdem sich Celina Degen bei der Cup-Pleite eine Muskelverletzung zuzog und ausfällt. Sturm wird nicht zuletzt deshalb die Spielanlage ändern. „Wir haben gesehen, dass wir jenen Spielstil, der uns im Herbst ausgezeichnet hat, derzeit noch nicht wieder spielen können“, sagt Trainer Christian Lang hinsichtlich der langen Verletztenliste. St. Pölten könnte mit einem Sieg die Meisterschaft vorentscheiden.

Planet Pure Frauen Bundesliga, 10. Runde
Samstag, 16. März
Union Kleinmünchen – SKV Altenmarkt, 15:00 Uhr, Kleinmünchen

Sonntag, 17. März
FC Südburgenland – SG USC Landhaus/Austria Wien, 13:00 Uhr, Fußballarena Mischendorf
FC Wacker Innsbruck – SV Neulengbach, 13:00 Uhr, Reichenau
FC Bergheim : FFC Vorderland, 14:00 Uhr, Bergheim
SKN St. Pölten Frauen : SK Sturm Graz, 14:30 Uhr, Böheimkirchen (live auf ORF Sport+)

Medieninfo ÖFB

15.03.2019