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Nur gut 41 Stunden nach dem längsten Spiel der Ligageschichte stehen sich am Sonntagabend in der Stadthalle Klagenfurt der in der Viertelfinalserie mit 2:0 führende EC-KAC und der HCB Südtirol erneut gegenüber.

DIE ECKDATEN: Die dritte Begegnung in der bislang so packenden Play-Off-Viertelfinalserie zwischen dem österreichischen und dem italienischen Rekordmeister geht am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) in der Stadthalle Klagenfurt über die Bühne. Diese Partie wird nicht im TV oder als Online-Videostream übertragen, über den Spielverlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten. Der Vorverkauf für diese Partie lief bislang sehr gut, aktuell sind noch rund 85 Sitz- und 880 Stehplätze verfügbar, die durchgehend über den Online-Ticketshop des EC-KAC bezogen werden können. Die Abendkassa öffnet am Spieltag um 16.00 Uhr.

DIE AUSGANGSSITUATION: Während es in den übrigen Viertelfinalserien in der Erste Bank Eishockey Liga nach zwei absolvierten Partien jeweils 1:1 steht, geht der EC-KAC als einziges Team mit einer 2:0Führung in die dritte Begegnung. Die Rotjacken konnten den HCB Südtirol in mittlerweile sieben von insgesamt acht Saisonduellen bezwingen, jedes der bislang vier Heimspiele gegen den Titelverteidiger wurde gewonnen. Seit der erstmaligen Einführung von PlayOffs (1973/74) starteten die Klagenfurter 15 Mal mit zwei Siegen hintereinander in die Post Season, in zwölf dieser Fälle erreichten sie später das Finale, sieben Mal holten sie sich den Titel.

Der HCB Südtirol lag seit seinem Einstieg in die EBEL in zehn ausgetragenen Play-OffSerien zwei Mal mit 0:2 im Hintertreffen, beide Male (2016 gegen Linz/2:4, 2017 gegen Wien/0:4) schieden die Füchse in der Folge auch aus. In den beiden bisherigen Konfrontationen verlangten die Italiener den Rotjacken aber alles ab, nach acht Niederlagen in zehn Pick Round-Partien steigerte sich der Titelverteidiger im Viertelfinale spielerisch wie erwartet ganz erheblich. Auch die historische Bilanz in direkten Begegnungen zwischen dem EC-KAC und dem HCB Südtirol dokumentiert die Ausgeglichenheit: Von bislang 38 Duellen im Rahmen der EBEL entschied in mehr als der Hälfte, exakt 21 Paarungen, am Ende nur ein einziger Treffer über Sieg und Niederlage.

DIE ZAHLEN ZUM SPIEL: 2 – Der EC-KAC hat seit dem Halbfinale gegen den EC VSV im Jahr 2002 jede der acht ausgetragenen Play-Off-Serien, in denen er in Siegen mit 2:0 voran lag, auch für sich entschieden.

3 – In den beiden ersten Konfrontationen dieser Viertelfinalserie erzielten beide Teams insgesamt jeweils drei Powerplaytreffer. Der EC-KAC (17:03 Minuten bei numerischer Überlegenheit) benötigte dafür zehn Möglichkeiten, der HCB Südtirol (17:51) elf Überzahlspiele.

9 – Die bisher zwei Play-Off-Partien zwischen Füchsen und Rotjacken erstreckten sich bereits über neun volle Spielabschnitte, die ausnahmslos alle unentschieden endeten: Vier Mal 0:0, drei Mal 1:1, zwei Mal 2:2.

11 – Das Game Winning Goal von Johannes Bischofberger in der 121. Minute des zweiten Viertelfinalspiels am Freitagabend war der bereits elfte Scorerpunkt des Stürmers seit Beginn der Pick Round. Mehr Zähler brachte in diesem Zeitraum unter allen KAC-Spielern nur Nick Petersen (12) auf sein Konto. Andrew Kozek, Thomas Koch und Mitch Wahl sammelten zehn Punkte.

50 – Unter den vielen Höchstwerten und Bestmarken, die im Rekordspiel am Freitagabend erreicht wurden, sticht eine ganz besonders hervor: Mittelstürmer Thomas Koch stellte sich in seinen insgesamt 56 Shifts nicht weniger als 50 Faceoff-Duellen, in 27 davon konnte er die Scheibe erobern.

127 – In den knapp 121 Spielminuten der zweiten Viertelfinalpartie gaben beide Teams zusammen 208 Toschussversuche ab, 127 davon gingen auf das Konto des EC-KAC. Alleine in der rund 61-minütigen Verlängerung feuerten die Rotjacken 70 Mal in Richtung des HCB-Gehäuses und davon 37 Mal auch tatsächlich auf den Kasten.

DER GEGNER: Der HCB Südtirol erwies sich in den beiden ersten Viertelfinalspielen als der erwartet starke und kampfkräftige Gegner, der es Jahr für Jahr gut versteht, sein Leistungsniveau gegenüber dem Grunddurchgang in den Play-Offs noch einmal deutlich anzuheben. NeoHead Coach Clayton Beddoes und seine Assistenten Phil Barski und Alexander Egger, die in dieser Konstellation erst seit Dienstag dieser Woche zusammenarbeiten, haben das Spielsystem der Füchse bereits in einigen Bereichen adaptiert, den Rotjacken steht ein gut organisierter, kompakter Gegner gegenüber.

Der Ausfall der etatmäßigen Nummer eins, Leland Irving, erwies sich für die Italiener bislang als nicht sonderlich großes Manko, sein Stellvertreter Jake Smith parierte in den beiden bisherigen Viertelfinalspielen 107 der 116 auf ihn abgegebenen Schüsse. Neben seinem Stammgoalie, für den die Saison verletzungsbedingt bereits vorzeitig beendet ist, dürfte dem HCB auch weiterhin Topscorer Brett Findlay fehlen. In seine Fußstapfen trat zuletzt Angelo Miceli, der neben dem Treffer zum 3:3 im Marathon-Match am Freitag in der laufenden Serie auch bereits fünf Torvorlagen für sich verbuchen konnte. In der Abwehr überraschte in Spiel zwei Ivan Tauferer: Die Leihgabe der Rittner Buam aus der AHL lieferte in seinem erst vierten EBEL-Karrierespiel eine blitzsaubere Leistung ab und kam auf fast 33 Minuten Time-on-Ice.

Mit dem EC-KAC kreuzte der HCB Südtirol in der Erste Bank Eishockey Liga bislang 38 Mal die Schläger, die historische Bilanz weist einen rot-weißen Vorsprung von 22:16 Siegen und 109:93 Toren aus.

DIE PERSONALIEN: Die Mannschaft des EC-KAC kehrte nach dem Marathon-Match in Bolzano am Samstagmorgen erst um 5.30 Uhr nach Klagenfurt zurück, sodass in den verbleibenden Stunden bis zum Spielbeginn die Regeneration im Vordergrund steht. Über das Lineup für die dritte Viertelfinalbegegnung wird demnach erst nach dem Morning Skate am Sonntag entschieden, klar ist jedoch, dass Manuel Geier, Marco Richter (beide langfristig verletzt) und Robin Gartner (angeschlagen) weiterhin nicht zur Verfügung stehen werden.

DER KOMMENTAR: „Langes Spiel, lange Heimreise, kurzer Schlaf. Der Freitag ging an die Substanz, aber unsere Mannschaft ist körperlich in der Lage, solche Belastungen wegzustecken. Heute bereiten wir uns schon wieder auf das nächste Duell mit Bolzano vor, wir sind eine starke Gruppe, die gut zusammenhält und gemeinsam jene Hindernisse überwindet, die sich uns in den Weg stellen. In den Play-Offs ist das Gedächtnis nur ein kurzes, man blendet aus, was war, und fokussiert sich völlig auf das Bevorstehende: Und das ist für uns ein weiteres wichtiges Spiel vor heimischer Kulisse, in dem wir den dritten Sieg einfahren möchten.“ (Siim Liivik, Stürmer EC-KAC)

Medieninfo EC KAC

16.03.2019