Vienna Capitals, Red Bull Salzburg, #RBSVIC

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Der EC Red Bull Salzburg gewann Semifinale #6 gegen die spusu Vienna Capitals nach 0:2-Rückstand mit 3:2/OT und erzwang damit ein entscheidendes, siebtes Match am Freitag in Wien. Herburger gelang der Game Winner in der 13. Overtime dieser Saison (Liga-Rekord) in Minute 64.

Der Wahnsinn geht weiter: Den spusu Vienna Capitals reichte eine 2:0-Führung in Semifinale sechs in Salzburg nicht. Nach dem 3:2 n. V. des EC Red Bull Salzburg wird der Finalgegner des EC-KAC erst nach Spiel 7 am Freitag in Wien feststehen. Das erste Drittel stand klar im Zeichen der Gastgeber, die fast pausenlos anrannten, aber entweder am hervorragenden, aber auch glücklichen Lamoureux scheiterten oder keinen Spieler in Abstauberposition vorm Tor hatten. Die Wiener werkten vor allem hinter dem eigenen Tor konsequent und standen defensiv ausgezeichnet. Tessiers erster Prüfung für Michalek (2.) und Oldens Schuss frei aus sieben Metern (18.) standen Chancen für Duncan (3.), Schiechl, Baltram nach Soli (7./13.), Hughes (12.) und Rauchenwald (15.) gegenüber, der Hochkoflers tollen Backhandpass verfehlte.
In einem der wenigen Wiener Gegenzüge riskierte Nissner einen Distanzschuss, den Nödl vorm Tor abfälschte – 14,9 Sekunden vor dem Drittelende war den Wienern erneut das Glück hold. Im Mitteldrittel wurde es härter, es folgten die ersten Strafen – allesamt gegen Wien. Doch die Red Bulls konnten auch da nicht zuschlagen, ließen am Drittelende sogar 83 Sekunden doppelte Überzahl ziemlich konzeptlos ungenützt. Zuvor hatte schon Wall das 2:0 aus Sicht der Gäste besorgt, als er vor Michalek aufgetaucht war und Salzburgs Goalie die Scheibe durch die Schoner rutschte (33.).
Doch die Red Bulls steckten nie auf. Im Schlussdrittel rannten sie unvermindert gegen JPL an, der erst in der 49. Minute geschlagen war, als Raffl aus kurzer Distanz backhand traf – unassisted nach einem unerzwungenen Abspielfehler von Dorion. Die Caps hätten noch einmal alles klar machen können, doch das gefährliche Break von Schneider und Nödl endete mit einem Fehlschuss (56.). Die Bullen setzten alles auf eine Karte, eineinhalb Minuten vor der Sirene ging Michalek vom Eis und O’Neill traf auf Zuspiel von Raymond 35,9 Sekunden vor dem Ende zum 2:2 – damit war die vierte Verlängerung im sechsten Semi und die neunte im 12. Saisontreffen perfekt.
Dort musste Liga-MVP Schneider wegen Spielverzögerung in der 63. Minute auf die Strafbank. Und im wichtigsten Powerplay drückte Herburger nach Assist von Duncan goldrichtig zur Entscheidung ab (64.).

Erste Bank Eishockey Liga, Semifinals #6 (Best of seven):
Dienstag 9. 4. 2019: Red Bulls Salzburg – spusu Vienna Capitals 3:2/OT (0:1, 0:1, 2:0, 1:0)
Stand in der best-of-seven-Serie: 3:3
Referees: SMETANA, ZRNIC; Zuseher: 3400
Tore RBS: Raffl (49.), O’Neill (60.), Herburger (64. PP)
Tore VIC: Nödl (20.), Wall (33.)

09.04.2019