Krems und Schwaz gehen in spusu LIGA-Viertelfinalserien in Führung / Vöslauer HC fixiert spusu CHALLENGE-Klassenerhalt / WHA-Grunddurchgang: Hypo NÖ fixiert Platz 1

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Nach dem ÖHB-Cupsieg am vergangenen Samstag demonstrierte der UHK Krems auch im ersten spusu LIGA-Viertelfinalspiel gegen den SC Ferlach Stärke und setzte sich klar 32:22 (16:11) durch. Im zweiten Viertelfinalduell des Abends konnte Handball Tirol auswärts bei Vizemeister HC Hard einen 19:17 (10:5)-Sieg einfahren.

„Wir haben sehr diszipliniert gespielt, die Harder haben Nerven gezeigt. In der zweiten Halbzeit hatten wir gleich drei Ausfälle zu verkraften. Michael Miskovez sah die Rote Karte. Sebastian Spendier hat sich am Sprunggelenk verletzt und Kreisläufer Balthasar Huber den Finger ausgekegelt. Trotzdem konnten wir verdient gewinnen“, analysierte Schwaz-Coach Frank Bergemann. Naturgemäß enttäuscht war Hard-Co-Trainer Severin Englmann: „Wir waren im Angriff viel zu schwach und haben vor allem in der ersten Halbzeit, wo wir neun Fehlwürfe und sechs technische Fehler zu verzeichnen hatten, unsere Chancen nicht genutzt. Wir hatten auf dem Spielfeld einfach zu viele personelle Ausfälle.“

Bereits am Freitag hatte die SG Handball Westwien im BSFZ Südstadt Bregenz Handball 28:22 (17:9) geschlagen. Auch Titelverteidiger HC Fivers WAT Margareten konnte vorlegen, gewann bei der HSG Graz 34:25 (18:12).

Die „Best-of-3“-Halbfinalserien gehen Anfang der kommenden Woche in die zweite Runde. Schon Montagabend empfangen die Fivers im ORF Sport+- und LAOLA1.tv-Livespiel die Murstädter. Anwurf ist 20.20 Uhr. Am Dienstag gastiert Krems in Ferlach, Hard in Schwaz und Westwien in Bregenz. Spielbeginn ist jeweils 19 Uhr.

Leoben legt im Relegationsduell mit Linz vor
Im ersten von maximal drei Relegationsspiel machte Union Leoben gegen den HC Linz AG einen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die ersten 14 Minuten gehörten den Gästen aus Linz, danach drehte die Union Leoben jedoch auf und setzte sich klar mit 31:25 (17:12) durch. Linz muss damit erstmals um den Verbleib in der höchsten Spielklasse bangen. Spiel zwei steigt am kommenden Samstag.

spusu LIGA-Viertelfinale (best-of-3)
26.04.: SG Handball Westwien – Bregenz Handball 28:22 (17:9)
26.04.: HSG Graz – HC Fivers WAT Margareten 25:34 (12:18)
27.04.: UHK Krems – SC Ferlach 32:22 (16:11)
27.04.: HC Hard – Handball Tirol 17:19 (5:10)

29.04., 20:15: HC Fivers WAT Margareten – HSG Graz
30.04., 19:00: SC Ferlach – UHK Krems
30.04., 19:00: Handball Tirol – HC Hard
30.04., 19:00: Bregenz Handball – SG Handball Westwien

falls notwendig
04.05., 18:00: SG Handball Westwien – Bregenz Handball
04.05., 19:00: UHK Krems – SC Ferlach
04.05., 19:00: HSG Graz – HC Fivers WAT Margareten
04.05., 20:20: HC Hard – Handball Tirol

spusu LIGA-Abstiegsspiele (best-of-3)
27.04.: Union Leoben – HC Linz AG 31:25 (17:12)
04.05., 19:00: HC Linz AG – Union Leoben

falls notwendig
11.05., ??:??: Union Leoben – HC Linz AG

Die Roten Teufel mit dem Rücken zur Wand – HC Hard startet mit 17:19-Heimniederlage gegen Schwaz ins Viertelfinale
So hatten sich die Roten Teufel vom Bodensee dies nicht vorgestellt. Aufgrund einer miserablen ersten Halbzeit verliert der HC Hard das erste Spiel der Best-of-Three-Viertelfinalserie der spusu LIGA gegen Handball Tirol mit 17:19 (5:10). Den Hardern muss am Dienstag auswärts der erste Saisonsieg gegen die Knappenstädter gelingen, sonst ist die Saison vorzeitig beendet.

Die Gäste aus Tirol starteten mit drei Rechtshändern im Rückraum. In der Abwehr störte Sebastian Spendier früh den Aktionsradius von Spielmacher Gerald Zeiner. Im Harder Angriff war Paul Schwärzler für die ersten Tore der Roten Teufel zuständig (2:2/9. Minute).

Seine Mitspieler ließen jedoch in Durchgang eins zahlreiche gute Chancen liegen. Die Tiroler gingen mit drei Toren in Serie mit 5:2 in Führung. Kapitän Dominik Schmid beendete mit einem Kraftakt die über zehnminütige Torsperre der Hausherren (3:5/19.). Doch zu kompliziert agierte der Harder Rückraum.

Beim Sechs-Tore-Stand hallten vereinzelte Pfiffe durch die mit 1400 Zuschauern gefüllte Sporthalle am See. Auch mit dem siebten Feldspieler konnte der Vizemeister den 5:10-Halbzeitrückstand nicht verhindern.

Spät kam die Harder Mannschaft aus der Kabine aufs Spielfeld zurück. Angetrieben vom lautstarken Heimpublikum verkürzten die Harder schnell auf 9:11 (34.). Mit ihrer behäbigen Spielweise hielten die Silberstiere die Gastgeber aber weiterhin in Schach.

Die Halle stand kopf, als Lukas Schweighofer von der Siebenmeterlinie der Anschlusstreffer zum 12:13 (43.) gelang. Im Gegenzug entschärfte Golub Doknic den zweiten Strafwurf. Michael Miskovez riss Boris Zivkovic von den Beinen und bekam in der 46. Minute die Rote Karte. Routinier Michael Knauth traf aus spitzem Winkel zum viel umjubelten 13:13-Ausgleich.

Kreisläufer Lukas Schweighofer brachte sein Team kurz darauf mit 14:13 in Führung. Hard legte innert 20 Minuten einen 10:3-Lauf aufs Parkett und machte einen Sechs-Tore-Rückstand wett. Doch die Partie war noch lange nicht zu Ende.

Mit zwei Mann in Unterzahl geriet Hard mit 14:15 (51.) in Rückstand. Mit 16:16 ging es in die letzten ganz heißen fünf Minuten. In diesen legten die Tiroler ein Tor vor. Dominik Schmid glich zwei Minuten vor Schluss zum 17:17 aus.

65 Sekunden vor der Schlusssirene traf Sebastian Feichtinger zum 17:18 für Schwaz. Boris Zivkovic vergab 25 Sekunden später frei vor Torwart Jost Perovnik. Ein von Alexander Wanitschek verwandelter Siebenmeter besiegelt die ganz bittere 17:19-Heimniederlage für den HC Hard.

Dieser ist im Rückspiel am Dienstag in Schwaz mächtig unter Druck. Der sechsfache Champion muss in Tirol gewinnen, um ein drittes Entscheidungsspiel am Samstag in einer Woche in Hard zu erzwingen.

Zu den Best-Playern wurden via SMS-Voting Kreisläufer Lukas Schweighofer, der mit sechs Toren erfolgreichster Hard-Werfer war bzw. Schwaz-Goalie Jost Perovnik gewählt.
„Wir waren im Angriff viel zu schwach und haben vor allem in der ersten Halbzeit, wo wir neun Fehlwürfe und sechs technische Fehler zu verzeichnen hatten, unsere Chancen nicht genutzt. Wir hatten heute auf dem Spielfeld einfach zu viele personelle Ausfälle,“ ärgerte sich Hard-Cotrainer Severin Englmann.

„Wir haben sehr diszipliniert gespielt und die Harder haben Nerven gezeigt. In der zweiten Halbzeit hatten wir gleich drei Ausfälle zu verkraften. Michael Miskovez sah die Rote Karte. Sebastian Spendier hat sich am Sprunggelenk verletzt und Kreisläufer Balthasar Huber den Finger ausgekegelt. Trotzdem konnten wir in Hard verdient gewinnen,“ analysierte Schwaz-Coach Frank Bergemann.

Vöslauer HC fixiert spusu CHALLENGE-Klassenerhalt
Der Vöslauer HC wird auch in der kommenden Saison in der spusu CHALLENGE an den Start gehen. Die Thermenstädter feierten in der neunten und vorletzten Runde des Unteren Playoffs einen ungefährdeten 31:26 (19:13)-Heimsieg über den WAT Atzgersdorf. Für die Wiener war es das letzte Saisonspiel. „Das war ein klarer und sicherer Erfolg. Damit haben wir den Klassenerhalt fixiert und ersparen uns nächste Woche ein Zitterspiel in Klagenfurt. Es war ein Handballfest in einer mit 800 Fans ausverkauften Halle“, freute sich Vöslau-Obmann Peter Gauss.

Schlafraum.at Kärnten setzte sich gegen UPO-Sieger Sportunion Die Falken St. Pölten 24:23 (15:10) durch. Die Klagenfurter treffen in der Relegation (Hin- u. Rückspiel) auf den ATV Auto Pichler Trofaiach. Zuvor steht allerdings am kommenden Wochenende die letzte UPO-Runde auf dem Programm.

Im Oberen Playoff feierte der überlegene Tabellenführer HSG Bärnbach/Köflach einen 34:30 (15:16)-Heimsieg über Verfolger UHC Erste Bank Hollabrunn. Der HC Bruck kassierte eine 32:37 (15:20)-Heimniederlage gegen den HC Fivers WAT Margareten II. Die Halbfinal-Paarungen waren bereits vor der vorletzten OPO-Runde festgestanden. Bärnbach/Köflach trifft ab 11. Mai auf die Union Sparkasse Korneuburg, Hollabrunn bekommt es mit Bruck zu tun. Die Finalisten werden im „Best-of-3“-Modus ermittelt.

spusu CHALLENGE Oberes Playoff, 9. Runde
27.04.: HC Bruck – HC Fivers WAT Margareten II 32:37 (15:20)
27.04.: HSG Bärnbach/Köflach – UHC Erste Bank Hollabrunn 34:30 (15:16)

spusu CHALLENGE Unteres Playoff, 9. Runde
27.04.: Vöslauer HC – WAT Atzgersdorf 31:26 (19:13)
27.04.: Schlafraum.at Kärnten – Sportunion Die Falken St. Pölten 24:23 (15:10)

WHA-Grunddurchgang: Hypo NÖ fixiert Platz eins, Rang zwei weiter heiß umkämpft
Rekordmeister Hypo NÖ fertigte in der 20. WHA-Runde den abstiegsgefährdeten ATV Auto Pichler Trofaiach 42:17 (25:7) ab und hat Platz eins im Grunddurchgang endgültig in der Tasche. „Das war von Anfang an eine klare Sache. Mein Team hat motiviert und konzentriert gespielt“, war Hypo NÖ-Coach Ferenc Kovacs zufrieden.

Der Kampf um das zweite Final-Ticket bleibt indes spannend. Denn der WAT Atzgersdorf mit WHA-Topscorerin Altina Berisha (138 Tore) schlug den Vizemeister der vergangenen Saison, UHC Stockerau, auswärts in einem kampfbetonten Spiel mit vielen Zweiminutenstrafen 29:25 (15:11) und liegt weiter einen Punkt vor den MGA Fivers. Das Team von Trainerin Marina Budecevic feierte gegen den SSV Dornbirn Schoren einen 36:20 (17:8)-Heimsieg. In der vorletzten Runde am kommenden Samstag treffen die beiden Wiener Vereine in der Hans-Lackner-Halle aufeinander. Zum Abschluss des Grunddurchgangs gastiert Atzgersdorf bei Hypo NÖ, während die MGA-Damen HIB Handball Graz empfangen.

Die Murstädterinnen fuhren beim HC Feldkrich den fünften Sieg in Folge ein, gewannen 26:21 (13:8) und festigten Platz vier. Das Ländle-Team wird die Saison auf Rang sieben beenden. Der UHC Eggenburg ist dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher gekommen. Die Waldviertlerinnen setzten sich bei Schlusslicht Union St. Pölten 22:17 (9:9) durch und haben nun drei Punkte Vorsprung auf das Tabellenende. Die St. Pöltnerinnen hatten in der 43. Minute in ihrer bestens besuchten Heimhalle – Eggenburg war mit zwei Fan-Bussen angereist – noch 15:10 geführt, danach ging vorne aber rein gar nichts mehr. Sie liegen zwei Punkte hinter Trofaiach und der SG Perchtoldsdorf Devils/Vöslauer HC, die am Sonntag zum Abschluss der 20. Runde beim ZV Handball Wr. Neustadt gastiert.

WHA-Grunddurchgang, 20. Runde
27.04.: HC Feldkrich – HIB Handball Graz 21:26 (8:13)
27.04.: UHC Stockerau – WAT Atzgersdorf 25:29 (11:15)
27.04.: MGA Fivers – SSV Dornbirn Schoren 36:20 (17:8)
27.04.: Union St. Pölten – UHC Eggenburg 17:22 (9:9)
27.04.: Hypo NÖ – ATV Auto Pichler Trofaiach 42:18 (25:7)
28.04., 18:00: ZV Handball Wr. Neustadt – Perchtoldsdorf Devils/Vöslauer HC

ÖHB-Direktorium im Amt bestätigt
Im Rahmen der Bundeshauptversammlung Samstagvormittag, 27. April, in Tulln, standen beim Österreichischen Handballbund auch die Neuwahlen des Direktoriums an. Gerhard Hofbauer, ÖHB Präsident, Markus Plazer, ÖHB Vizepräsident Recht, Helmut Schebeczek, ÖHB Vizepräsident Finanzen sowie Thomas Czermin, ÖHB Vizepräsident Sport, wurden allesamt in ihrem Amt bestätigt und wiedergewählt.

Der Österreichische Handballbund lud zu seiner diesjährigen Bundeshauptversammlung nach Tulln. Freitagabend fand dazu der Festakt im Tullner Minoritenkloster statt. Bürgermeister Peter Eisenschenk sprach die einleitenden Worte und begrüßte die Gäste sowie die zahlreichen Ehrengäste, unter ihnen Rudolf Hundstorfer, BSO & WHV Präsident, Michael Wiederer EHF Präsident und Martin Hausleitner, EHF Generalsekretär.

Samstagvormittag wurde im Rahmen der Bundeshauptversammlung schließlich das Direktorium gewählt. Nach der vergangenen vierjährigen Funktionsperiode wurde das gesamte Direktorium im Amt bestätigt.

Ebenfalls neu gewählt und im Amt bestätigt wurden die Rechnungsprüfer des Österreichischen Handballbundes, Robert Prettenthaler, Josef Münzker und Peter Öhler.

Gerhard Hofbauer, der bereits seit 1996 als Präsident des ÖHB fungiert: „Das Direktorium wird sich weiterhin bemühen, seine Arbeit so zu verrichten, dass es zum Vorteil des gesamten österreichischen Handball ist. Wir bedanken uns für das Vertrauen, dass uns mit dieser Wiederwahl ausgesprochen wurde.“

Vervollständigt wird das Direktorium, durch den Generalsekretär, dem statutengemäß kein Stimmrecht zusteht.

Direktorium Österreichischer Handballbund
Präsident

Gerhard Hofbauer

Vizepräsident Sport
Thomas Czermin

Vizepräsident Finanzen
Helmut Schebeczek

Vizepräsident Recht
Mag. Markus Plazer

Generalsekretär
Bernd Rabenseifner

Rechnungsprüfer Österreichischer Handballbund
Robert Prettenthaler
Josef Münzker
Peter Öhler

Presseinfo ÖHB/WHA/HC Hard

27.04.2019