Rapid Wien, Admira, #ADMSCR

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Am Samstag stand in der 29. Runde, gleichzeitig dem 7. Spieltag in der Qualifikationsgruppe, das Duell Admira vs. Rapid Wien auf dem Programm. In einem turbulenten Spiel hatten die Hütteldorfer am Ende mit 3:4 (0:3) das bessere Ende für sich.

Das Spiel begann wie allgemein im Vorfeld erwartet. Rapid Wien hatte ein deutliches Übergewicht in Punkto Ballbesitz und Spielanteile. Die Admira stand tief in der eigenen Hälfte und lauerte auf Konterangriffe. Diese kamen jedoch über den Status “im Ansatz gefällig” nicht hinaus. Besser präsentierten sich die Gastgeber die durch Schobesberger in der fünften Minute den ersten gefährlichen Torabschluss des Spiels verzeichnen konnten. In der 14. Minute hätte die Admira mit der ersten gelungenen Aktion in Führung gehen können. Nach einem Freistoß von Maier wird ein Kopfball von Kalajdzic abgefälscht und so zischt der Ball knapp am Tor vorbei. Wenige Augenblicke später hatten die Gastgeber großes Glück. Nach einem Abwehrfehler landet der Ball vor den Beinen von Ivan. Der fackelt nicht lange und hält zirkelt den Ball sehenswert an die Latte (18,).

Rund 200 Sekunden später fanden die Gastgeber eine Topchance vor. Nach einem Ballverlust von Bolingoli kann die Admira kontern. Dies geschieht aber viel zu langsam und der daraus resultierende Schuss von Push geht am Tor vorbei. In den folgenden Minuten begannen sich beide Teams auf überschaubarem Niveau zu neutralisieren. Die Hütteldorfer hatten zwar ein optisches Übergewicht konnten daraus aber herzlich wenig Kapital schlagen. In der 37. Minute sollte sich dies spektakulär ändern. Nach einer Kopfballvorlage von Schwab trifft Badji zum 0:1. Dieser Gegentreffer warf die Gastgeber völlig aus der sprichwörtlichen “Bahn geworfen”. Etwas mehr als zwei Minuten später laufen Bolingoli und Badji völlig alleine auf Admira-Torhüter Leitner zu. Nach einem katastrophalen Zuspiel holt letztgenannter zumindest einen Eckball heraus. Diesen verlängert Dibon auf Innenverteidiger-Kollegen Sonnleitner der aus kurzer Distanz für das 0:2 sorgt. In der 42. Minute legten die Hütteldorfer noch den dritten Treffer nach. Bei einem Konter legt Bolingoli den Ball für Badji auf. Der fackelt nicht lange, zieht ab und trifft zum 0:3. Das war der Pausenstand nach einer turbulenten Schlussphase des ersten Durchgangs.

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel tat sich zunächst relativ wenig. Doch dann kam die 53. Minute und den Gastgebern gelang der Anschlusstreffer. Pusch schickt Kalajdzic auf die Reise. Der wackelt die komplette Rapid-Verteidigung aus und trägt den Ball förmlich zum 1:3-Anschlusstreffer über die Linie. Ein Gegentreffer für die Statistik? Mit Nichten! Plötzlich agierte die Admira deutlich mutiger und fand durch Pusch den nächsten gefährlichen Abschluss vor (57.). In den folgenden Minuten herrschte Chaos vor 3.800 Zuschauern in der BSFZ-Arena. In der 59. Minute zischte ein Freistoß von Maier an Freund und Feind vorbei, aus gut 35 Metern Distanz, in die Maschen.

6 Minuten später kann Strebinger nach einen erneuten Maier-Freistoß den Ball nur kurz abwehren. Spaisc steht goldrichtig und staubt zum 3:3-Ausgleichstreffer ab. Das Spiel war nun wieder völlig offen. Das siebente Tor des Spiels gelang jedoch den Gästen. Nach einem Eckball bringt die Admira-Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Dibon steht goldrichtig und staubt zum 3:4 ab. In der Schlussphase hätte Badji in der 72. Minute noch seinen Hattrick schnüren können. Schwab vergab wenig später eine weitere ausgezeichnete Möglichkeit auf das 3:5. Da er diese nicht verwerten könnte blieb es bis zur Schlussphase spannend und hier hätte der eingewechselte Schmidt den Ausgleich besorgen können. Rapid-Torhüter Strebinger hielt in der Folge den Sieg fest.

Am Ende blieb es beim 3:4-Auswärtssieg von Rapid Wien in der BSFZ-Arena bei der Admira. Eine fachliche Analyse dieses Spiels fällt in Wahrheit sehr schwer. Die Admira bewies großes Herz und hätte ein Spiel beinahe noch gedreht welches eigentlich bereits entschieden war. Rapid Wien konnte den Rasen der Generali-Arena zwar als Sieger verlassen. Trotzdem müssen sich die Hütteldorfer aufgrund der Leistung nach der Leistung die berechtigte Frage gefallen lassen, warum es zu einem beinahe fatalen Leistungseinbruch gekommen ist.

Admira vs. Rapid Wien 3:4 (0:3)
BSFZ-Arena 3.800 Zuschauer, SR Altmann

Tore: Kalajdzic (53.), Maier (59.), Spasic (60.) bzw. Badji (37., 42,), Sonnleitner (40.), Dibon (67.)

Admira: Leitner – Petlach, Bauer, Aiwu (46./Hjulmand) – Maier, Toth (86./Schmidt), Vorsager (72./Paintsil), Spasic – Kalajdzic, Pusch, Bakis
SK Rapid Wien: Strebinger – Auer (75./Müldür), Sonnleitner, Dibon, Bolingoli – Ljubicic, Schwab – Schobesberger, Knasmüllner (85./Knasmüllner), Ivan (27./Potzmann) – Badji

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04.05.2019