Hypo NÖ-Ära zu Ende - Atzgersdorf sensationell WHA Meister

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Der WAT Atzgersdorf hat die große Sensation und Historisches geschafft, ist erstmals österreichischer Damen-Handballmeister. Die Wienerinnen entthronten Hypo NÖ nach 42 Titeln in Folge, verloren zwar drei Tage nach dem 22:18 (11:13)-Heimsieg im ersten WHA-Finale das Retourspiel in der Südstadt 21:23 (11:11), setzten sich aber mit einem Gesamtscore von 43:41 durch.

Hypo NÖ fehlten in der Heimhalle vor toller Kulisse überraschend die Mittel, um Atzgersdorf in Bedrängnis zu bringen. Ganz im Gegenteil: Die von ihrem Trainer Olivier Haunold perfekt eingestellten Gäste rund um WHA-Topscorerin Altina Berisha lagen zumeist in Führung. Das die letzten drei Treffer dieser WHA-Saison aufs Konto des Favoriten gingen, konnten sie leicht verschmerzen.

So heißt der Damen-Meister erstmals seit 1976 nicht Hypo NÖ. Aus Sicht des Rekordmeisters besonders bitter: Das 18:22 am Donnerstag in Atzgersdorf war die einzige Saison-Niederlage. Sie bedeutete schlussendlich auch das Ende einer einzigartigen Ära im heimischen Sport.

Beste Torschützinnen waren Sonntagabend Sandra Mahr und Lilly Fehringer (je 5) bei Atzgersdorf bzw. Beatrix Elö (6) und Stefanie Kaiser (5) für Cupsieger Hypo NÖ.

Atzgersdorf-Obmann Christian Mahr: „Wir haben Sportgeschichte geschrieben, nach 42 Jahren Hypo NÖ an der Spitze des österreichischen Damen-Handballs abgelöst. Mitte der vergangenen Saison haben wir noch gegen den Abstieg gespielt… Es ist unglaublich! Die arrivierten Spielerinnen haben die jungen großartig herangeführt. Die Abwehr gemeinsam mit unserer Torfrau war großes Kino. Natürlich haben wir auch einen Trainer, der die perfekten Rahmenbedingungen geschaffen hat. Im Training sind alle mit Begeisterung dabei. Anders wäre dieser historische Erfolg nie möglich gewesen!“

Hypo NÖ-Coach Feri Kovacs: „Es ist schwierig, nach so einem Spiel Worte zu finden. Wir haben die ganze Saison gut gespielt, den Cup gewonnen. Eine verlorene Halbzeit (2. HZ im 1. Finale, Anm.) war entscheidend. Das ist sehr bitter. Aber Gratulation an die Atzgersdorferinnen. Sie haben großartig gekämpft und sich diesen Meistertitel verdient!“

WHA-Finalspiele
16.05.: WAT Atzgersdorf – Hypo NÖ 22:18 (11:13)
19.05.: Hypo NÖ – WAT Atzgersdorf 23:21 (11:11)

Presseinfo WHA/sportlive

19.05.2019