Basketball

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Die Gunners Oberwart (#2) stehen in der Basketball Bundesliga vor dem Aus im Semifinale. Der zweifache Meister liegt in der „Best-of-5“-Semifinalserie gegen die Swans Gmunden (#3) mit 0:2 zurück und muss gewinnen, um die Serie zu verlängern.

In der zweiten Halbfinalserie zwischen den Kapfenberg Bulls (#1) und den Klosterneuburg Dukes (#4) steht es 1:1. Der Sieger der dritten Begegnung holt sich den ersten Matchball für das ABL-Finale.

Klosterneuburg Dukes – Kapfenberg Bulls
Dienstag, 21. Mai, um 19.00 Uhr im FZZ Happyland, Klosterneuburg
Stand in der „Best-of-5“-Serie: 1:1

Die Kapfenberg Bulls (#1) haben am Samstag mit einem 89:82-Heimsieg über die Klosterneuburg Dukes (#4) die „Best-of-5“-Semifinalserie auf 1:1 ausgeglichen. Der amtierende Meister behielt gegen großartig treffende Niederösterreicher vor allem dank seines physischen Spiels und einer deutlich geringeren Anzahl an Turnovern (10:19) schlussendlich die Oberhand. Den wohl entscheidenden Vorteil erspielte sich der Titelverteidiger bereits in der ersten Halbzeit. Mit sehr viel Energie und intensiver Defensive holten sich die Steirer eine 51:35-Führung. Bei Kapfenberg war Bogic Vujosevic kaum zu stoppen. Dem Guard wurden insgesamt 18 Freiwürfe zugesprochen – 17 davon verwandelte er auch. Bei Klosterneuburg konnte Predrag Miletic, der nicht ganz fit war, nur knapp 15 Minuten eingesetzt werden. Er kam lediglich auf fünf Punkte. 16 weniger als noch im Auftaktspiel dieser Serie.

Bei Kapfenberg haben in den laufenden Playoffs vor allem zwei Spieler einen Leistungssprung gezeigt: Milan Stegnjaic konnte seinen Punkteschnitt um 4,2 Zähler auf durchschnittlich 12,4 Punkte ausbauen – auch Marino Sarlija (8 ppg im Playoff) vollbrachte eine Steigerung. Bei den Dukes machten zwei „Rollenspieler“ einen Schritt nach vorne. Clemens Leydolf (6,8 ppg) verdoppelte seinen Punkteschnitt in der Postseason, Jurica Blazevic (9,6 ppg) traf zudem 66,7% von jenseits der Dreipunktelinie (10/15).

Stimmen zum Spiel:

Werner Sallomon, Head Coach der Dukes: “Wir haben uns eine ordentliche Ausgangsposition in Kapfenberg erarbeitet. Auch im zweiten Spiel hatten wir durchaus Chancen, konnten diese aber leider nicht nützen. Zu Hause werden wir alles in die Waagschale werfen was wir haben und versuchen, mit dem Publikum im Rücken das Spiel für uns zu entscheiden.“

Max Hopfgartner, Spieler der Dukes: „Das wird ein wichtiges Spiel für uns. Wir haben in Spiel zwei lange Zeit ohne unseren Topscorer gespielt und gezeigt, dass wir in einer Partie, in der es für Kapfenberg um alles ging, trotzdem mithalten konnten. Wir haben gezeigt, dass das erste Spiel kein Zufall war, aber jetzt zählen nur noch Siege. Ich freue mich schon darauf, dass wir jetzt endlich zwei Spiele mit unseren Fans im Rücken haben.“

Mike Coffin, Head Coach der Bulls: „Jetzt steht es 1:1 in dieser Serie. Wir müssen uns vorbereiten. Wir müssen das Spiel analysieren, welches wir am Mittwoch daheim verloren haben. Wir sind bereit nach Klosterneuburg zu fahren und zwei Siege mit nach Hause zu bringen.“

Milan Stegnjaic, Spieler der Bulls: „Mit genau dieser hohen Intensität vom Samstag werden wir auch das nächste Spiel gewinnen. Wir sind voller Energie und freuen uns, vorbereitet nach Klosterneuburg zu fahren.“

Swans Gmunden – Unger Steel Gunners Oberwart
Dienstag, 21. Mai, um 19.00 Uhr in der Volksbank Arena, Gmunden
ab 18.45 Uhr live auf Sky Sport Austria
Stand in der „Best-of-5“-Serie: 2:0

Die Swans Gmunden (#3) liegen in der „Best-of-5“-Semifinalserie gegen die Unger Steel Gunners Oberwart (#2) nach zwei Auswärtssiegen mit 2:0 voran und können bereits am Dienstag ihren 11. Finaleinzug sicherstellen. Oberwart kämpft gegen das Saisonaus, muss gewinnen, um die Serie zumindest bis Freitag, in ein Spiel vier, zu bringen. War Spiel eins dieser Serie ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem besseren – und angesichts der ersten 35 Spielminuten – auch verdienten Ausgang für Gmunden, dominierten die „Schwäne“ Spiel zwei von Beginn an. Dank konsequenter Defensivarbeit konnte sich Oberwarts Kreativität nie entfalten, es war offensiv kaum vorhanden. Vor allem von jenseits der Dreipunktelinie trafen sie nur zwei Würfe (2/26), ihre zweischlechteste Ausbeute in dieser Saison. Auch ihre Dominanz am Rebound aus Spiel eins war nicht mehr so eklatant, Gmunden machte vor allem am Defensiv-Rebound einen großartigen Job. 34 Defensiv-Boards waren ihr drittbester Wert in der laufenden Saison.

Gmunden spielt um den Einzug in seine 11. Finalserie in der Basketball Bundesliga. In einer „Best-of-5“-Semifinalserie lagen die „Schwäne“ bereits siebenmal mit 2:0 an Siegen voran. Sechsmal konnten sie anschließend per „Sweep“ den Aufstieg schaffen, nur 2004 – auch damals gegen die Gunners – mussten sie in Spiel drei eine Niederlage einstecken, ehe in Spiel vier dann der Aufstieg gelang. Oberwart lag auch im Jahr 2000 im Semifinale gegen Traiskirchen mit 0:2 zurück, um dann als topgesetzte Mannschaft gegen den späteren Meister in Spiel drei auszuscheiden.

Stimmen zum Spiel:

Enis Murati, Spieler der Swans: „Richtig unglaublich, was wir die letzten zwei Spiele geleistet haben. Aber die Serie ist noch nicht vorbei. Wir werden hoffentlich mit Hilfe unserer Fans am Dienstag nochmals alles geben und den Sack zu machen!“

Richard Poiger, sportlicher Leiter der Swans: „Die Defensivarbeit in Spiel zwei war herausragend, dort müssen wir auch im dritten Spiel anschließen. Wir freuen uns, dass die Serie nun endlich nach Gmunden wechselt. Wie wir aber im Viertelfinale gesehen haben, kann bei einem 2:0 auch noch viel passieren. Das Heimpublikum wird uns aber zusätzlich Energie geben.“

Horst Leitner, Head Coach der Gunners: “Wir haben in Gmunden die Möglichkeit, den ersten Sieg in der Serie zu holen. Wir werden nichts unversucht lassen, um zu gewinnen.”

Georg Wolf, Spieler der Gunners: „Wir wollen noch nicht in die Sommerpause gehen. In Gmunden werden wir alles geben und dann sehen wir was dabei herauskommt.“

Personelles Gunners: Sebastian Käferle fehlt weiterhin wegen einer Knieverletzung.

Presseinfo ABL/Profs Media

20.05.2019