Rapid Wien, SV Mattersburg

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Im Semifinalspiel des Europa-League-Playoff der Bundesliga standen sich im Allianz-Stadion der SK Rapid Wien und der SV Mattersburg gegenüber. Die Gastgeber entschieden die Partie früh und ließen keinen Zweifel daran, dass der Rekordmeister nächste Saison europäisch spielen will.

Rapid war von Anfang an die aktivere Mannschaft und versuchte einen frühen Führungstreffer zu erzwingen. Schobesberger, Schwab und Bolingoli standen mehrere Male vor dem Erfolg, doch vor allem Markus Kuster machte den Grün-Weißen einen Strich durch die Rechnung. Rapid ließ jedoch nicht nach und belohnte sich schon bald mit dem ersten Tor. Nach einer Ecke kam der Ball über Müldür zu Knasmüllner, der ansatzlos abzog und in den Kasten der Gäste traf (8.). Die Hausherren legten rund vier Minuten später gleich nach. Müldür setzte sich am Flügel durch und spielte den Ball flach in den Strafraum, wo Badji goldrichtig stand und zum 2:0 treffen konnte (13.). Nach knapp neunzehn Minuten standen die Gäste kurz vor ihrer ersten Einschussmöglichkeit. Mattersburgs Offensivbemühungen beschränkten sich auf durch Ballglück erschlichene, halbherzige Abschlüsse. So auch rund sechs Minuten nach dem zweiten Treffer, als Erhardt zwar alleine vor Strebinger auftauchte, im Endeffekt jedoch im Abseits stand (19.). Das nun in strömendem Regen stattfindende Spiel ebbte etwas ab, ehe rund sechs Minuten vor Schluss Rapid wieder gefährlich vor Kuster auftauchte. Badji setzte vom Flügel die Flanke in den Strafraum, wo Malic’s Rettungsversuch fast im eigenen Tor landete (39.). Kurz darauf traf Schobesberger nach einer Müldür-Flanke den Ball nicht richtig und es kam zu einem Abstoß (42.). Wenig später fällte Mahrer mit einem unnötigen Foul Murg vor dem Strafraum. Der folgende Freistoß führte trotz einstudierter Variante nicht zum 3:0.

SV Mattersburg brachte in der Pause Patrick Salomon für Jano, während Rapid unverändert aus der Kabine kam. Der Wechsel zeigte jedoch zunächst keine Besserung. Gut zwei Minuten nach Wiederanpfiff stand Knasmüllner plötzlich vollkommen alleine vor Kuster, sein Lupfer landete jedoch nur auf dem Tor (48.). Während Mattersburg kaum zu sehen war, zeigte sich Rapid offensiv nur halbherzig, was zu einigen vergebenen Chancen führte. Größtes Highlight zu Beginn der zweiten Hälfte war ein Freistoß, den Badji nur knapp am Kreuzeck vorbei zirkelte (60.). Im Gegenzug knallte Pusic den Ball nach einer Ecke per Kopf Centimeter am Tor vorbei (61.). Das Spiel wachte wieder etwas auf und Schobesberger setzte nur eine Minute später den Ball über die Latte (63.). Zu Beginn der Rapidviertelstunde kamen die Gäste zu ihrer größten Chance. Gruber schickte den Ball von weit außerhalb des Strafraums auf das Tor und Strebinger musste sich ganz lang machen, um den ersten Gegentreffer der Partie zu verhindern (76.). Die Chance auf die endgültige Vorentscheidung vergab Knasmüllner nach starkem Sprint und Pass von Badji nur knapp (80.). In den letzten fünf Minuten standen die Gäste zwar offensiver, Chancen gelangen ihnen jedoch weiterhin keine. Rapid hätte in dieser Zeit durchaus noch das ein oder andere Tor mehr schießen könne, zumeist fehlte es jedoch am mangelnden Biss im Abschluss. Ohne weitere Ereignisse wurde die Partie letztendlich beendet. Rapid trifft damit am kommenden Donnerstag auf Sturm Graz, während für Mattersburg die Saison zu Ende ist.

Rapid Wien vs. SV Mattersburg 2:0 (2:0)
Allianz Stadion, 10.600 Zuschauer, SR Eisner

Tore: Knasmüllner (8.), Badji (13.)

Rapid Wien: Strebinger – Müldür, Sonnleitner, Dibon, Bolingoli – Grahovac, Schwab (79./Ljubicic) – Murg (74./Wunsch), Knasmüllner, Schobesberger (69./Auer) – Badji
SV Mattersburg: Kuster – Höller, Malic, Mahrer, Renner – Jano (46./Salomon) – Kuen, Erhardt, Gruber (88./Bürger) – Kvasina, Pusic (73./Ertlthaler)

28.05.2019