Rapid, Rapid Wien

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Drei Tage nach dem ersten Testspiel des SK Rapid, das am Samstag mit einem klaren 10:0-Sieg beim Gebietsligisten Klosterneuburg endete, stieg beim Regionalligisten SV Leobendorf am Dienstagabend ein weiterer Probegalopp für die Elf von Dietmar Kühbauer. Dieser setzte vor 1.300 Zuschauern abermals auf ein 3-5-2-System, dieses Mal vor Torhüter Richard Strebinger, der damit erstmals in der Vorbereitung zum Einsatz kam.

Rapid nahm auch im Sparkassen-Stadion gleich das Heft in die Hand, schon in der zweiten Minute kam Aliou Badji zur ersten Chance, die aber noch zum Eckball abgewehrt werden konnte. Drei Minuten später testete Kapitän Stefan Schwab nach musterhafter Vorarbeit von Neuzugang Thorsten Schick den Goalie der Gastgeber mit einem sehenswerten Volley und in der zehnten Minute war Philipp Schobesberger per Kopf nach schöner Ablage von Aliou Badji schon sehr nah dran am Führungstreffer. Den besorgte der wieselflinke Oberösterreicher dann in der 16. Minute nach einem langen Pass von Christoph Knasmüllner aus der eigenen Hälfte mit einem Schlenzer. Die Kühbauer-Elf blieb bei hochsommerlichen Temperaturen dominant und spielte Chancen im Minutentakt heraus. Die größte hatte sicher in der 30. Minute abermals Schobesberger, doch dieses Mal blieb der starke Torhüter Lukas Schwaiger beim Lupfer der grün-weißen Nummer 7 der Sieger, daher weiter „nur“ 1:0 für Rapid. Drei Minuten später fehlten beim bei einem Halbvolley von Philipp Schobesberger wieder nur Zentimeter auf Treffer Nummer 2 für Grün-Weiß. Schwaiger konnte sich dann bei einem guten Schuss von Christoph Knasmüllner abermals auszeichnen und auch noch einen möglichen Nachschuss von Philipp Schobesberger verhindern. Kurz vor dem Pausenpfiff kam dann Aliou Badjj nach Flanke von Thorsten Schick dem 2:0 recht nahe, sein Kopfball ging aber über das Tor.
Nachdem der leicht angeschlagene Boli Bolingoli bereits in der 31. Minute vorsichtshalber durch Marvin Potzmann ersetzt wurde, nahm Dietmar Kühbauer nach Seitenwechsel gleich acht weitere Wechsel vor, nur Leo Greiml und Philipp Schobesberger blieben am Platz. Der sehr agile Oberösterreicher hatte dann nach 65 Sekunden gleich die erste und nach 90 Sekunden die zweite gute Chance auf den Ausbau der Führung, aber einmal hielt der Goalie der Gäste und einmal verfehlte „Schobi“ den Ball in bester Position ganz knapp.

Der erste Torschuss der Gastgeber war in der 55. Minute für den eingewechselten Tobias Knoflach absolut kein Problem, praktisch im Gegenzug kamen zuerst Nicholas Wunsch und dann Kelvin Arase zu sehr guten Möglichkeiten, die aber ungenutzt blieben. In der 61. Minute war es aber endlich so weit und gelang Kelvin Arase nach einem herrlichen Pass aus der Tiefe von Mateo Barac das längst fällige 2:0 für Rapid! Die Kühbauer-Elf initiativ und dominant, knapp vor Beginn Elferalarm nach einer Attacke an Kelvin Arase, aber die Pfeiffe des Unparteiischen blieb stumm und kurz danach knallte ein Schuss von Philipp Schobesberger ans Aluminium. In der 79. Minute kam der „Pfitschipfeil“ dann aber endlich zu seinem zweiten Treffer. Ein Abstauber, nachdem zuerst ein Freistoß von Thomas Murg an die Stange und der Nachschuss von Manuel Thurnwald abgewehrt wurde, war der Stürmer zur Stelle zum 3:0 für Grün-Weiß! Danach ging es mit zehn Spielern in die Endphase, Kelvin Arase, der offensichtlich einen Schlag in den Nacken abbekam, wurde vorsichtshalber vom Platz genommen.

Treffer fiel keiner mehr, am Ende war es ein guter Test, den die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer bei einer etwas effizienteren Performance vor dem Tor auch wesentlich höher hätte gewinnen können. Das meinte auch der Coach direkt nach Spielende: „Ich bin mit dem heutigen Spiel sehr zufrieden, es war genau das, was wir wollten, lediglich die Chancenverwertung kann man bekritteln. Wir sind auf einem guten Weg, finden sehr viele Möglichkeiten vor und sollten diese nur noch konsequenter verwerten.“

Der nächste Test steigt dann am kommenden Samstag (Ankick 16:30 Uhr) in Melk, wo der SK Rapid auf der Anreise zum Trainingslager nach Bad Zell (OÖ) auf den Stammklub von Rapid-Legende Antonin Panenka, Bohemians Prag, trifft!
SV Leobendorf vs SK Rapid 0:3 (0:1)
Sparkassen-Stadion Leobendorf, 1.300 Zuschauer

Tore: Schobesberger (16., 79.), Arase (61.)

Rapid mit:
1. Halbzeit: Strebinger; Greiml, Dibon, Hofmann; Schick, Knasmüllner, Grahovac, Schwab, Bolingoli (31. Potzmann); Badji, Schobesberger
2. Halbzeit: Knoflach; Greiml, Barac, Auer; Thurnwald, Wunsch, Martic, Murg, Potzmann; Arase, Schobesberger

Medieninfo SK Rapid Wien

25.06.2019