Fünfter, sechster und ein zwölfter Platz bei den European Ultimate Championships in Györ

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Gestern, Samstag, sind die Europameisterschaften im Ultimate Frisbee im ungarischen Györ zu Ende gegangen. Das AUT MIXED Team erreichte die beste Platzierung der österreichischen Teams mit dem 5. Rang bei dieser EM. Österreichs Team MEN schloss das Turnier auf dem 6. Platz ab, die Damen, AUT WOMEN, erreichten den 12. Rang und verbesserten sich gegenüber der letzten EM um einen Platz.

Im MIXED Bewerb waren Europameister Großbritannien, Vize-Europameister Frankreich und das drittplatzierte Team Russland eine Klasse für sich. Deutschland wurde vierte, an fünfter Stelle ist das AUT MIXED Team. Head Coach Gerhard Thonhauser hat eine deutliche Entwicklung seines Teams gesehen: „Diese EM hat gezeigt, dass es eine Reihe guter Mixed-Programme in Europa gibt. Die Top-Nationen wie die ersten drei Platzierten sind vom individuellen Talent her überlegen. Beim Viertplatzierten Deutschland besteht ein sehr großer Pool an hochklassigen Spielerinnen und Spielern, weil die eine sehr große Mixed-Liga haben. So gesehen war es für uns sehr schwierig, uns weiter vorne zu platzieren. Bei uns hat alles auf den Punkt gepasst, wir waren in den Entscheidungsspielen taktisch top eingestellt. Mixed ist die taktisch anspruchsvollste Division und wir hatten sehr viele, hochwertige Taktikschlachten zu bestreiten. Dazu hilft uns der Umstand, dass wir sehr viel intelligente, sehr erfahrene Führungsspieler im Mixed Kader haben. Erfreulich ist auch, dass sich unser Kader aus Spielerinnen und Spieler aus sehr vielen Vereinen zusammengesetzt hat, die zu einem Team mit einem gemeinsamen Spielstil und gemeinsamer Teamkultur herangereift sind.“

Erfreulich ist für den Coach auch die positive Spirit-Wertung: „Wir haben einen deutlich überdurchschnittlichen Spirit erhalten und haben uns im Laufe des Turniers auch den Ruf als faires und angenehmes Team erarbeitet. Das System ohne Schiedsrichter war für uns kein Problem, es gab auch keine Probleme mit dem Körperkontakt zwischen Männer und Frauen.“

Zur zukünftigen Entwicklung von Mixed meint Thonhauser: „Wir brauchen zukünftig mehr Ultimate Mixed Spielerinnen und Spieler auf höherem Niveau, damit der Pool an hochklassigen Spielern größer wird.“

TEAM OPEN auf Rang 6
In der OPEN Division, den Männern, wurde Großbritannien Europameister, vor Deutschland und Russland. Auf Platz vier und fünf landeten Schweiz und Italien. AUT MEN Head Coach Michael Zellinger zieht eine positive Bilanz dieser EM: „Overall bin ich sehr zufrieden. Wir haben insbesondere am 4. Tag bei unseren Spielen gegen Irland und die Schweiz eine Top-Performance abgeliefert. Wenn ich das mit unserer Vorbereitung vergleiche sind Welten dazwischen. Es hat uns ein wenig die Erfahrung auf Klub- oder Teamebene in entscheidenden Spielen, wie den Viertelfinalis oder ´Games to Go´, gefehlt. Hätten wir im Viertelfinale gegen Russland noch ein wenig drauflegen können, wäre auch ein 3. Platz möglich gewesen. Insgesamt hat sich das Niveau bei den Teams gesteigert, wobei der Europameister und der Vize-Europameister qualitativ herausstechen.“

AUT WOMEN am 12. Platz
Bei den Frauen sicherte sich Irland den EM-Titel, vor der Schweiz und Russland. Head Coach Christine Stelzhammer ist mit der Platzierung nicht ganz zufrieden: „Wir haben uns mehr erwartet, hätten das Spiel um den 9. oder 11. Platz gewinnen können. Wir haben in einigen Spielen sehr gut mithalten können, hatten eine sehr starke Defense, konnten aber daraus dann nicht die wichtigen Punkte machen. Uns fehlt noch die Entwicklung der jüngeren und nicht so erfahrenen Spielerinnen, damit wir im Spiel breiter aufgestellt sind und variabler spielen können. Es ist uns im Laufe der Woche zwar gut gelungen, das besser aufzuteilen, aber daran müssen wir noch arbeiten. Allgemein war festzustellen, dass die zunehmende Professionalisierung bei dieser EM bemerkbar war. Die Anzahl der Teams war zwar rückläufig, aber der Fitnesslevel und das Niveau waren sehr hoch.“

2. Platz in der Spirit-Wertung
Überaus erfreulich ist der 2. Platz von AUT WOMEN in der Spirit-Wertung dieser EM. „Das sagt viel darüber aus, wie präsent und klar wir in den Spielen sind. Über diesen zweiten Platz hinter Schweden freuen wir uns sehr“, so Christine Stelzhammer abschließend.

Presseinfo ÖFSV

07.07.2019