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© WSG Tirol

Am Samstag stand in der 1. Runde der Tipico Bundesliga-Saison 2019/20 das Duell WSG Tirol vs. Austria Wien auf dem Programm. Der Aufsteiger aus Tirol lieferte eine bärenstarke Leistung und entzauberten die neu formierten Veilchen aus der Bundeshauptstadt mit einen verdienten 3:1 (1:0)-Heimsieg.

Wie erwartet startete der Aufsteiger mit viel Euphorie ins Spiel. Die WSG Wattens hielt gegen den Favoriten das Spiel aus der Bundeshauptstadt weitgehend ausgeglichen und war in der Vorwärtsbewegung sogar die gefestigtere, gefährlichere Mannschaft. Die beste Möglichkeit für die WSG Tirol fand Dedic in der 23. Minute vor. Sein Schuss konnte Veilchen-Goalie Lucic mit etwas Glück zum Corner abwehren. 180 Sekunden später sorgte ein Kopfball von Cabrera und die Verlängerung von Dedic erneut für Gefahr vor dem Gäste-Tor. Auf der Gegenhatte hatte Austria Wien spürbare Probleme ins Spiel zu finden und trat in der ersten Halbzeit der ersten Halbzeit offensiv kaum gefährlich in Erscheinung. Dies hing wohl auch damit zusammen, dass den Veilchen ungewohnt fehleranfällig agierten. So blieb die WSG Wattens weiter die spielbestimmende Mannschaft. Zunächst konnte sich Lucic in der 32. Minute bei einem Kopfball von Prantner auszeichnen. Durch den folgenden Eckball gingen die Tiroler schlussendlich verdient in Führung. Dabei hatte aber ein Austria-Spieler seinen Kopf im Kopf im Spiel. Dem Mittelfeldspieler der Veilchen fällt der Ball unglücklich auf den Hinterkopf und so zischt der Ball in die Maschen. Nach dem Gegentor hatte Austria Wien weiter Probleme sich produktiv in der Offensive in Szene zu setzen. Trotzdem gehörte den Gästen die letzte große Möglichkeit vor dem Seitenwechsel. Nach einer mustergültigen Flanke von der linken Seite hätte Edomwonyi in der 42. Minute per Kopf den Ausgleich erzielen müssen. Torhüter Oswald stand aber goldrichtig und konnte den Ball abwehren. Der letzte Torschuss vor dem Seitenwechsel gehörte den Gastgebern. Ein Schuss von Dedic verfehlte das Tor der Gäste nur knapp. Pausenstand somit 1:0 für die WSG Wattens. Ein durchaus verdienter Zwischenstand. Der Aufsteiger zeigte viel Leidenschaft, während der Favorit aus der Bundeshauptstadt durchaus „sportlich einiges schuldig“ blieb.

Zur Pause dürfte es in der Kabine der Gäste klare Worte gegeben haben. Austria Wien kam deutlich besser in die Kabine und bekam nun auch besser Zugriff auf das Spielgesehen. Die WSG Wattens agierte nun deutlich passiver und lauerte auf Konterangriffe. Erwähnenswerte Offensivaktionen auf beiden Seiten waren aber nicht vorhanden. Gefühlt neutralisierten sich beide Teams auf unterdurchschnittlichem Niveau. Mit dem ersten gelungenen Angriff nach dem Seitenwechsel bauten die Gastgeber ihren Vorsprung aus. Die Abwehr der Veilchen ist weit aufgerückt und der Ball geht im Mittelfeld verloren. Der Ball wird von Pranter schnell zu Walch durchgespielt. Der läuft alleine auf Lucic zu und schiebt den Ball überlegt zum 2:0 ein. Vier Minuten später holen die Tiroler zum Doppelschlag aus. Erneut war es ein Konterangriff. Pranter mit einem herrlichen Flankenwechsel zu Buchacher. Der wurde von Zwierschitz völlig alleine gelassen übernimmt den Ball direkt und überwindet Lucic zum 3:0 (64.). Diese beiden Tore ließen sich auf einen Nenner zusammenfassen. Keinen Zugriff in den entscheidenden Situationen im Mittelfeld und das Abwehrverhalten war grob mangelhaft. Vier Minuten später gelang den Gästen aus dem sprichwörtlichen „Nichts“ der Anschlusstreffer. Nach einer Flanke von Edomwonyi wird ein Kopfball von Serbest zunächst abgeblockt. Der Ball landet vor den Beinen von Grünwald der das Leder zum 3:1 in den Maschen versenkt. Wer sich nun einen Sturmlauf des Favoriten, mit Chancen am sprichwörtlichen „Fließband“, erwartete wurde bitter enttäuscht. Die WSG Wattens verstand es weiter geschickt das Spiel im Mittelfeld weitgehend zu halten. Kamen die Gäste in die Nähe des Tiroler Strafraums stand die WSG Wattens defensiv sehr geschickt und unterband damit den Ansatz von Gefährlichkeit auf dem Rasen. In der 83. Minute hatten die Gastgeber jedoch großes Glück als Grünwald eine Flanke von der linken Seite unbedrängt knapp neben das Tor der Tiroler setzte. Mit einem Anschlusstor wäre die Schlussphase definitiv nochmals spannend geworden. Wenige Sekunden später prüfte Dedic auf der Gegenseite Austria-Tormann Lucic. Erneut wenig später setzte Dedic einen Kopfball nach dem folgenden Eckball nur an die Stange. In dieser Situation lief Lucic planlos durch seinen eigenen Fünfmeter. Es war die letzte Offensivaktion des Spiels. Endstand im Tivoli Stadion somit 3:1 (1:0).

Die WSG Tirol feiert am Ende einen verdienten Heimsieg gegen Austria Wien. Die Gastgeber waren im Mittelfeld die „griffigere Mannschaft“ und in ihren Konterangriffen die effektivere Mannschaft. Bei Austria Wien hat die Euphorie der letzten Tage einen herben Dämpfer erlitten. Die Veilchen ließen zum Bundesliga-Saisonstart viele ihrer Tugenden vermissen und fanden in Wahrheit selten Zugriff auf das Spiel. Auch schon in Richtung Europa League-Qualifikation muss hier rasch eine deutliche Leistungssteigerung her.

WSG Tirol vs. Austria Wien 3:1 (1:0)
Tivoli Stadion, 4.600 Zuschauer, SR Jäger

Tore: Serbest (33./Eigentor), Walch (60.), Buchacher (64.) bzw. Grünwald (68.)

WSG Tirol: Oswald – Hager, Cabrera (39./Mader), Gugganig – Gölles (75./Neurauter), Svoboda, Grgic, Buchacher – Walch (65./Rieder), Pranter, Dedic
Austria Wien: Lucic – Klein, Zwierschitz, Madl, Cavlan – Ebner (59./Sarkaria), Jeggo (74./Prokop), A. Grünwald, Serbest (88./Yateke) – Monschein, Edomwonyi

27.07.2019