Faustball-WM: „Wir sind nicht in der Position, zu taktieren!“

© Sportreport

Ab kommenden Sonntag kämpft das österreichische Faustball-Nationalteam in Winterthur (Schweiz) um WM-Medaillen. Bereits in der Vorrunde treffen die Österreicher auf die starken Teams aus Italien und Argentinien sowie Weltmeister Deutschland. Auch wenn man in diesmal nicht zu den absoluten Top-Favoriten zählt, ist das Ziel ein Medaillengewinn.

Nachdem er auf einen erfahrenen Stamm an Nationalteamspielern bauen kann, hat Trainer Martin Weiß heuer auf Kaderreduzierungen verzichtet und die Vorbereitung – mit abwechselnden Besetzungen – mit dem gesamten Kader absolviert. Die finale Nominierung fand dann kurz vor dem Bundesligafinale Ende Juni statt.

„Ich bin froh, dass wir die Vorbereitung mit allen Spielern durchziehen konnten. Im Gegensatz zu anderen Top-Nationen haben wir Gott sei Dank keine verletzten oder angeschlagenen Spieler. Es ist für einen Trainer schon beruhigend, wenn man sich nicht auch noch darüber Gedanken machen muss“, so Weiß. Mit der Vorbereitung zeigt sich der Coach sehr zufrieden: „Wir haben alles getan, was möglich war, und der Österreichische Faustballbund hat uns die dafür nötigen Rahmenbedingungen zu Verfügung gestellt. Jetzt liegt es an uns, die Leistung im entscheidenden Moment auch auf den Platz zu bringen.“

An der Ausgangssituation hat sich gegenüber den letzten Großereignissen wenig geändert. Top-Favorit ist wieder einmal Titelverteidiger Deutschland, dahinter liegt für Weiß gleich Brasilien. Natürlich zählt auch die Schweiz wieder zum engeren Favoritenkreis, die Eidgenossen sind aber eine große Unbekannte: „Die Hauptangreifer der letzten Jahre sind nicht topfit, dafür haben ihre Kollegen im letzten Jahr extrem starke Leistungen gezeigt. Schwächer ist die Schweiz sicher nicht geworden“, meint auch Co-Trainer Michael Fels.

Österreich zählt zwar nicht zum Kreis der absoluten Top-Favoriten, die Chance auf eine Medaille ist aber auf jeden Fall gegeben. Dementsprechend lautet das Ziel auch, Edelmetall für Österreich zu holen. „Wir sind sicher gefährliche Außenseiter, mit denen man rechnen muss. An einem guten Tag können wir auf Augenhöhe mit Brasilien und der Schweiz agieren“, meint Weiß. „Gegen Deutschland braucht man schon einen extrem guten Tag“. Um die Motivation seiner Schützlinge braucht sich der Trainer keine Sorgen zu machen: „Das sind Leistungssportler, bis in die Haarspitzen motiviert. Die wollen jedes Spiel gewinnen, egal, wie die Vorzeichen stehen.“

Zum WM-Auftakt spielt das österreichische Nationalteam am Sonntag gegen Italien. Am Montag bestreitet man das zweite Spiel gegen Argentinien. Der erste große Kracher folgt dann am Dienstag, wenn das Faustball Team Austria zum Abschluss der Vorrunde auf Weltmeister Deutschland trifft. Schon in der Vorrunde will man voll durchstarten und sich so Selbstvertrauen für den weiteren Turnierverlauf holen. „Unsere Rolle erlaubt es uns ohnehin nicht, im Hinblick auf eventuelle Gegner in der Double Elimination Phase zu taktieren. Wir müssen in jedem Spiel Vollgas geben und um jeden Ball kämpfen. Wenn wir es dann noch schaffen, auch mit einer gewissen Lockerheit und Spaß in die Spiele zu gehen, bin ich guter Dinge“, erklärt Weiß.

IFA 2019 Fistball World Championship
11. – 17. August 2019
Winterthur (Schweiz)

Vorrunde (Österreich Gruppe A)
11.08., 14:15 Österreich – Italien
12.08., 16:30 Österreich – Argentinien
13.08., 19:00 Deutschland – Österreich

Spielplan & Ergebnisse:
https://www.fistballmwc.com/cms/de/faustball/spielplan
https://www.fistballmwc.com/cms/de/faustball/ergebnisse

Der WM-Kader des Faustball Team Austria der Männer:
https://www.oefbb.at/de/nationalmannschaften-faustball/intern:642/maenner-2019

Physiotherapeut Phillip Schretter, Klaus Thaller, Bela Gschwandtner, Elias Walchshofer, Jakob Huemer, Manuel Helmberger, Stefan Wohlfahrt, Physiotherapeut Gerhard Horvath, Sportkoordinator Michael Reisenberger, Gustav Gürtler, Martin Pühringer, Jean Andrioli, Karl Müllehner, Trainer Martin Weiß, Co-Trainer Michael Fels

Presseinfo ÖFBB

07.08.2019