RACE AROUND AUSTRIA, Radrennen, St. Georgen, Attergau - Foto © Sportreport (Symbolbild)

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Mit dem Race Around Austria findet zum elften Mal das härteste Radrennen Europas statt. In den kommenden sieben Tagen steht das malerische St. Georgen im Attergau wieder im Zentrum des Ultrasports. 2.200 Kilometer und 30.000 Höhenmeter haben die Athleten auf der Extremstrecke zu bewältigen.

Insgesamt haben 137 Sportler für das Abenteuer entlang Österreichs Grenzstraßen gemeldet. Diese teilen sich auf die drei Strecken der Veranstaltung auf. Denn neben der Königsstrecke, auf der die Alpenrepublik vollständig im Uhrzeigersinn umrundet wird, gibt es auch das Race Around Austria 1500, bei dem auf den Westteil mit Tirol und Vorarlberg verzichtet wird sowie die Race Around Austria CHALLENGE presented by Fever-Tree, welche die Teilnehmer auf 560 Kilometern einmal rund um Oberösterreich führt.

Auf der Extremstrecke starten ab Montagabend insgesamt 13 Athleten und zwei Athletinnen in das Rennen. Sie sind, um den Zieleinlauf kompakt zu gestalten, auf drei Startblöcke aufgeteilt. Das Rennen der Männer ist so offen wie noch nie, gleich fünf Fahrer zählen zu den Titelanwärtern in diesem Jahr. 2018 gewann der Salzburger Franz Scharler das Race Around Austria 1500. Er wagt sich in diesem Jahr erstmals auf die 2.200 Kilometer.

Vor fünf Jahren gewann Marcello Luca das Race Across Italy. Der 45-Jährige siegte außerdem im letzten Jahr beim Race Across France, einem 2.600 Kilometer langen Ultrarennen, das von der Provence an die Atlantikküste im Norden Frankreichs führt. Der Deutsche Rainer Steinberger hat aus dem letzten Jahr noch eine offene Rechnung mit der Extremstrecke rund um Österreich offen. Denn in Vorarlberg musste er wegen Erschöpfung das Rennen vorzeitig beenden. Damals kämpfte er um den Sieg gegen Patric Grüner, der 2019 seinen Titel nicht verteidigt.

Aus österreichischer Sicht gelten der Niederösterreicher Stefan Wagner sowie der Steirer Thomas Mauerhofer als größte Sieganwärter. Die beiden hatten in den letzten Jahren den 48-Stunden-Höhenweltrekord inne, der vor kurzem vom Tiroler Grüner erneut geknackt wurde. Mauerhofer wurde vor drei Jahren schon Vierter in Österreich. Der 41-Jährige startete in den letzten beiden Jahren beim Race Across America. Dort erlitt er bei seinem Debüt eine schwere Verletzung. An zweite Stelle kam er zu Sturz und brach sich das Genick. Im Juni feierte er sein Comeback, musste aber das Rennen vorzeitig aufgeben. Nun misst er sich wieder beim härtesten Radrennen Europas.

Auch zwei Frauen wagen sich auf die 2.200 Kilometer. 2012 und 2013 gewann die Schweizerin Nicole Reist das Race Around Austria. Sie war aber nicht nur in Österreich erfolgreich, sondern gewann schon bei allen großen Ultrarennen der Welt. Zweimal Amerika (2016, 2018), zweimal Frankreich (2018, 2019), Irland (2017) sowie viermal die Tortour in der Schweiz (2014 – 2017) hat die 35-Jährige in ihrer Karriere schon gewonnen. Konkurrenz bekommt sie von einer Landsfrau. Die Tessinerin Valentina Tanzi nimmt erstmals in Österreich teil.

Schon nach weniger als vier Tagen werden die schnellsten Extremfahrer wieder in St. Georgen im Attergau erwartet, wo sie einen speziellen Empfang bekommen werden. Der letzte Kilometer führt traditionell durch die Festzelte des Attergauer Marktfestes, wo die 4.000 Besucher das Spalier für die Finisher bilden und eine einzigartige Atmosphäre im sonst so einsamen Ultrasport schaffen.

Presseinfo: Medienbetreuung Race Around Austria

12.08.2019