Race Around Austria - Geteiltes Leid ist halbes Leid, die Extremstrecke über 2.200 Kilometer im Team

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2.200 Kilometer gespickt mit 30.000 Höhenmetern sind nicht nur namentlich eine Extremstrecke, sondern auch eine physische und psychische Herausforderung des Race Around Austria.

Aber das Rennen kann auch auf mehrere Schultern verteilt werden, nämlich wenn man sich entschließt, Europas härtestes Radrennen nicht als Solist, sondern im Team zu bestreiten. Das ist möglich, entweder als Zweierteam oder als Viererteam und 10 Mannschaften messen sich bei der elften Ausgabe des Nonstop-Rennens. Sie werden am Mittwoch über die Startbühne in St. Georgen/Attergau fahren und in ihr Abenteuer starten.

Dabei werden die 2.200 Kilometer allerdings nicht nebeneinander gefahren, sondern die Strecke wird auf die einzelnen Sportler aufgeteilt. Je nach Teamtaktik werden entweder kürzere Einheiten von 20 Minuten bis zu einer halben Stunde, oder längere von mehreren Stunden gefahren. Die Wechsel sind auch abhängig von der jeweiligen Pausentaktik, wobei Schlaf nur bei den Vierermannschaften gefunden wird.

Die Nonstop-Zusammenarbeit zahlt sich aus, denn immerhin kann dadurch auf den 2.200 Kilometern eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 32 km/h erzielt werden und somit sind die schnellsten Mannschaften in weniger als 72 Stunden wieder zurück in der Ferienregion Attergau/Attersee.

Die Zweisamkeit des Teamrennens nützt auch Christoph Strasser aus. Sechsmal gewann der Steirer das Race Across America und dreimal das Race Around Austria schon als Solist. Dass der weltbeste Ultraathlet aber auch ein Teamplayer ist, unterstrich er schon 2013, als der das 2.200 Kilometer lange Rennen rund um Österreich als Mitglied einer Viererstaffel gewinnen konnte. Nun will er es zu zweit wissen, denn gemeinsam mit seinem Grazer Freund und Trainingskollegen Lukas Kienreich wird er um 10:36 von der Startbühne in St. Georgen im Attergau gehen.

„Wir sind top-vorbereitet. Lukas ist momentan Radbote bei Veloblitz. er wurde beim RAA Einzelrennen vor zwei Jahren Dritter und hat 2016 mit Severin Zotter im 2er Team gewonnen. Als mehrmaliger Race Across The Alps Solo-Finisher und mehrmaliger Gewinner von 24h-Rennen ist er ein absoluter Topmann und wir möchten das Rennen unter drei Tagen beenden“, erklärte Strasser.

Vor allem der Taktik kommt bei so einem Rennen im Zweierteam große Bedeutung zu: „Um den größtmöglichen Speed zu erreichen, werden wir sehr kurze „Turns“ fahren und alle 20 Minuten wechseln. Damit kann der Fahrer Vollgas geben, ohne dabei zu sehr zu ermüden. Aber andererseits ist auch die Erholungszeit für den Partner sehr kurz. Trotzdem ist es aus sportwissenschaftlicher Sicht am schnellsten, wenn wir so kurze Turns fahren. Maximal in der Nacht werden wir vereinzelte lange Wechsel von rund einer Stunde einlegen, damit der Partner kurz schlafen kann.“

Der Einsatz im Duett wird vor allem auch für die Crew eine große Herausforderung: Das zweite Begleitauto packt den Fahrer ein, der gerade vom Rad gestiegen ist, fährt zehn bis 15 Kilometer voraus, sucht eine geeignete Stelle für den nächsten Wechsel, bereitet alles vor, ehe es zum nächsten Fahrerwechsel kommt. Dann wiederholt sich alles wieder. „Das eigentliche Begleitauto bleibt dabei immer beim aktiven Fahrer und navigiert. Wir müssen alle flexibel bleiben, das ist unser Plan. Durch die vielen Wechsel kann das Rennen im Gegensatz zu einer Solofahrt weniger durchdacht und geplant werden“, ergänzte Strasser. Beide Sportler werden je ein Berg- und ein Zeitfahrrad dabei haben.

Morgen beginnt für Strasser beim Race Around Austria die Zweisamkeit
Der sechsfache Gewinner des Race Across America und dreifache Sieger des Race Around Austria (RAA) Christoph Strasser startet morgen in das härteste Radrennen Europas. Gemeinsam mit seinem Grazer Freund und Trainingskollegen Lukas Kienreich wird er erstmals im Team antreten. Gespannt wird auch sein „Lehrmeister“ Wolfgang Fasching, der gerade Europa durchquert, das RAA mitverfolgen.

Gemeinsamkeiten finden sich aber nicht nur jetzt auf den anstehenden 2.200 Kilometern beim härtesten Radrennen Europas, sondern auch mit seinem Vorbild und Wegbereiter des „Weitradlfoans“ Wolfgang Fasching, der im Moment zum Nordkap unterwegs ist. Beide kommen aus der Steiermark, beide lieben das Ultra-Radfahren, das mittlerweile in ganz Europa boomt und tausende Anhänger hat. Beide hatten lange den gemeinsamen Hauptsponsor, kooperieren mit der groox Filmproduktion und beide haben mit Markus Kinzlbauer einen gemeinsamen Trainer. Und das Wichtigste: Beide werden voraussichtlich am 17. August ihre Herausforderungen beenden. Christoph Strasser startet morgen um 10:36 Uhr in St. Georgen im Attergau ins Race Around Austria und wird mit Lukas Kienreich am kommenden Samstag im Ziel erwartet. Und auch Wolfgang Faschings Projekt #EuropeCoast2Coast (Gibraltar – Nordkap) könnte am Samstag ein erfolgreiches Ende finden.

Morgen beginnt für den dreifachen Sieger des RAA Solo (Race Around Austria) Christoph Strasser ein neues Kapitel. Denn erstmals wird er im Zweierteam die 2.200 Kilometer lange Distanz mit 30.000 Höhenmetern in Angriff nehmen. Neben drei Solosiegen über die Extremdistanz konnte der Kraubather auch schon im 4er-Team und auf der Challenge Strecke, wo er sich den ersten Ultra-Meistertitel sicherte, gewinnen. „Wir sind top-vorbereitet. Lukas ist ist momentan Radbote bei Veloblitz. er wurde beim RAA Einzelrennen vor zwei Jahren Dritter und hat 2016 mit Severin Zotter im 2er Team gewonnen. Als mehrmaliger Race Across The Alps-Solo Finisher und mehrmaliger Gewinner von 24h-Rennen ist er ein absoluter Top-Mann und wir möchten das Rennen unter drei Tagen beenden“, beschreibt Strasser.

Taktik als wichtigster Part
Vor allem der Taktik kommt bei so einem Rennen im Zweierteam große Bedeutung zu. Dazu Christoph Strasser: „Um den größtmöglichen Speed zu erreichen, werden wir sehr kurze „Turns“ fahren und alle 20 Minuten wechseln. Damit kann der Fahrer Vollgas geben, ohne dabei zu sehr zu ermüden. Aber andererseits ist auch die Erholungszeit für den Partner sehr kurz. Trotzdem ist es aus sportwissenschaftlicher Sicht am Schnellsten, wenn wir so kurze Turns fahren. Maximal in der Nacht werden wir vereinzelte lange Abwechslungen von rund einer Stunde einlegen, damit der Partner kurz schlafen kann.“

Der Einsatz im Duett wird vor allem auch für die Crew eine große Herausforderung: Das zweite Begleitauto packt den Fahrer ein, der gerade vom Rad gestiegen ist, fährt zehn bis 15 Kilometer voraus, sucht eine geeignete Stelle für den nächsten Wechsel, bereitet alles vor, ehe es zum nächsten Fahrerwechsel kommt. Dann wiederholt sich alles wieder. „Das eigentliche Begleitauto bleibt dabei immer beim aktiven Fahrer und navigiert. Wir müssen alle flexibel bleiben, das ist unser Plan. Durch die vielen Wechsel kann das Rennen im Gegensatz zu einer Solofahrt weniger durchdacht und geplant werden“, ergänzt Strasser. Beide Sportler werden je ein Berg- und ein Zeitfahrrad dabei haben.

Christoph Strasser-Doku auf ORF2
„Ein kleiner Wehmutstropfen ist, dass ich meine erste ORF-Dokumentation „Schlaflos durch die Staaten“, die diesen Donnerstag ausgestrahlt wird, leider versäume. Es ist ein tolles Projekt über das Race Across America von meinem langjährigen TV-Produzenten Jürgen Gruber von groox Filmproduktion“, sagt Strasser. Zu sehen ist die Doku diesen Donnerstag, den 15. August 2019, von 17:30 bis 18:00 Uhr auf ORF 2.

Presseinfo Race Around Austria/Christoph Strasser

13.08.2019