Basketball

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Die Gunners Oberwart bleiben das Team der Stunde in der Basketball Superliga. Mit dem 87:75-Sieg verteidigten die Burgenländer die Tabellenführung. Es war bereits der siebente Sieg in Folge, für den nicht mehr als eine Durchschnittsleistung notwendig war. Die Grazer stecken unterdessen weiterhin im Tabellenkeller fest.

UBSC Raiffeisen Graz vs Gunners Oberwart 75:87

Dezimierter Meister feiert Pflichtsieg gegen Schlusslicht
Die Kapfenberg Bulls haben in der Basketball Superliga wieder in die Siegerstraße gefunden. Nach den Niederlagen gegen Wels und im FIBA Europe Cup holte der von Verletzungen gebeutelten Meister gegen die Vienna D.C. Timberwolves einen 94:80-Erfolg. Das noch sieglose BSL-Schlusslicht aus Wien verkaufte sich zwar über weite Strecken teuer, schlussendlich war die individuelle und körperliche Überlegenheit der Bulls aber zu eklatant.

Ohne Keenan Gumbs, Marino Sarlija und Tobias Schrittwieser startete Kapfenberg konzentriert in das Heimspiel gegen die Timberwolves, die nach einem Dreier von Bogic Vujosevic nach wenigen Minuten schon zu einem Timeout gezwungen waren. Der Neo-Österreicher legte fünf Punkte nach und sorgte so für die erste zweistellige Führung der Bulls. Doch die jungen Wiener, bei denen Julien Hörberg sein Comeback feierte, fanden durch viel Kampfgeist ins Spiel, das sie auch in weiterer Folge durchaus offen gestalteten. Zwar erarbeitete sich Kapfenberg zwischenzeitlich einen Zwölf-Punkte-Vorsprung, die Timberwolves ließen sich aber nie ganz abschütteln, lagen zur Pause nur mit 36:44 zurück.

Nach der Pause fand vor allem Kapfenbergs Jeremy Jones immer besser ins Spiel. Mit acht Punkten in Folge brachte der US-Legionär sein Team Mitte des dritten Abschnitts auf 59:46 weg, doch die Gäste aus der Bundeshauptstadt gaben weiterhin nicht auf und hielten ihren Rückstand danach konstant bei um die zehn Punkte. Angeführt von Jakob Szkutta kamen sie in der Schlussphase auf acht Zähler heran. Für einen Turnaround reichte es aber nicht. Die Bulls brachten den 94:80-Sieg schlussendlich vor allem dank der individuellen Qualität und der Überlegenheit am Rebound sicher nach Hause.

Mike Coffin, Head Coach Kapfenberg: „Es war ein gutes Spiel von uns. Teilweise haben wir gezeigt, was wir mit gutem Ball-Movement alles anrichten können. Wir müssen uns aber in der Defense verbessern, mehr Intensität zeigen. Das werden wir nur mit viel Arbeit schaffen.“

Willie Atwood, Spieler Kapfenberg: „Das Team hat gut gespielt, ich glaube wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt müssen wir uns vorbereiten, um am Mittwoch für den FIBA Europe Cup bereit zu sein.“

Hubert Schmidt, Head Coach Timberwolves: „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung, ich glaube wir haben Kapfenberg voll gefordert. Obwohl sie Ausfälle hatten, hat man die individuelle Qualität von Vujosevic, Jones und Co. klar gesehen. Aber wir haben es bis kurz vor Schluss recht spannend gehalten. So müssen wir weitermachen.“

Peter Hofbauer, Spieler Timberwolves: „Gratulation an Kapfenberg! Sie haben gut gespielt, wir haben unsere Sachen nicht so gut umsetzen können, wie wir es geplant hatten. Nächste Woche haben wir die nächste Chance.“

Beste Scorer: Jones 24, Vujosevic 22, Braxton 20 bzw. Szkutta 18, Hofbauer, D’Angelo je 13.

Gute Leistung der Wolves beim Meister
Die Vienna D.C. Timberwolves zeigen zum Abschluss der Hinrunde des Grunddurchgangs der Basketball Superliga eine starke Leistung und unterliegen beim Meister Kapfenberg Bulls mit 80:94.

Die jungen Wölfe halten über die gesamte Spielzeit voll dagegen, die Stars Vujosevic, Jones und Braxton liefern für die Steirer ab und machen schlussendlich den Unterschied.

Vujosevic gibt Takt vor
Die Wolves, die auf den angeschlagenen Lukas Reichle verzichten müssen, gehen durch Pippo D’Angelo 2:0 in Führung, danach übernimmt Bogic Vujosevic das Kommando und führt die Bulls mit zehn Zählern zu einer 17:7-Führung. Die Wölfe kontern ihrerseits mit Distanzwürfen von Pezi Hofbauer, Jonas John, Julien Hörberg und Marko Goranovic und kommen auf 18:21 heran. Nach zehn Minuten führen die Hausherren 23:18.

Im zweiten Abschnitt bauen die Bulls den Vorsprung auf 38:27 aus, die Timberwolves zeigen aber Zähne und verkürzen durch großen Kampfgeist und hohe Intensität auf 33:38. Zur Halbzeit heißt es 36:44 aus Sicht der Wiener.

Wolves bleiben dran, Bulls zu treffsicher
Nach Seitenwechsel stellen Jeremy Jones von außen und Zach Braxton inside die Wolves vor Probleme, aber Jakob Szkutta, Nemanja Nikolic und Co. finden immer wieder eine Antwort und verkürzen den Rückstand zwischenzeitlich auf acht Punkte. Vor dem Schlussviertel (71:60) sind die Donaustädter in Schlagdistanz.

Die Bulls treffen weiterhin überragend von jenseits der Dreier-Distanz, aber dank defensivem Kampf von Pauli Rotter, Andi Werle und Co. und Punkten von Nikolic, D’Angelo, Hörberg und Szkutta kommen die Wolves bis zur 37. Minute erneut auf acht Punkte heran (74:82). Braxton, Vujosevic, Lukas Hahn und die Bulls legen in der Folge aber den vorentscheidenden 8:0-Run hin.

Coach zufrieden
„Mit der heutigen Leistung können wir zufrieden sein, alle eingesetzten Spieler haben ihre Aufgaben recht gut erfüllt. Für die Chance auf den Sieg hätten wir ein paar defensive Plays mehr oder eine schwächere Wurfquote von Kapfenberg gebraucht. Wenn wir weiter so auftreten, werden wir auch Spiele gewinnen“, resümiert Coach Hubert Schmidt.

Am kommenden Samstag kommt es zum Re-Match gegen die Bulls im Magenta Dome.

BSL, Samstag:
Kapfenberg Bulls – Vienna D.C. Timberwolves 94:80 (23:18, 44:36, 71:60)

Timberwolves: Szkutta 18, D’Angelo 13, Hofbauer 13, Nikolic 12, John 9, Goranovic 7, Hörberg 5, Rotter 3, Werle, Sison; Fobi, Krejcza

Kapfenberg: Jones 24, Vujosevic 22, Braxton 20, Hahn 11, Koka 7, Atwood 3, Moschik 3, Stegnjaic 2, Vötsch 2, Podany

Fürstenfeld nähert sich dem B2L Spitzentrio
Die Fürstenfeld Panthers rücken dem Führungstrio der Basketball Zweite Liga immer näher. Mit dem 80:70-Sieg im Spitzenspiel gegen die Dornbirn Lions liegen die Steirer nur mehr einen Punkt hinter Dornbirn und den Mattersburg Rocks, die sich dank Gary Ware bei den Wörthersee Piraten einen knappen Sieg erkämpften. Im dritten Spiel des Tages feierten die BBC Nord Dragonz einen überaus wichtigen Erfolg gegen die BBU Salzburg.

Fürstenfeld Panthers vs. Dornbirn Lions
80:70 (18:17, 32:37, 52:49)

Samstag, 17 Uhr – Stadthalle Fürstenfeld

Den besseren Start ins Raubkatzenduell der B2L erwischten die Gäste aus Dornbirn, nach vier Minuten und einem Arruti-Dreier führten sie 9:4, ehe auch Fürstenfeld in diese erste Halbzeit fand, die daraufhin ein echtes Hin und Her war. Während die Lions vor allem aus der Distanz brandgefährlich waren, suchten die Panthers immer wieder den Weg zum Korb. Weil aber beide Teams auch viele Turnover produzierten, konnte sich kein Team um mehr als zwei Punkte absetzen. Dies gelang erst in den letzten Minuten vor der Pause, als Fürstenfeld Patrick Simon bereits wegen einer Knieverletzung ausgeschieden war und die Vorarlberger mit einem Mini-Run auf 37:32 stellten.

Auftrieb gab den Dornbirner diese Schlussoffensive nicht. Ganz im Gegenteil: Fürstenfeld kam viel besser aus der Kabine – und übernahm nach einem Dreier von Fabian Richter die Führung, die die Gäste aus Vorarlberg daraufhin nicht mehr zurückgewinnen sollten. Angeführt von Ivan Skrobo, der in der zweiten Halbzeit nicht mehr zu halten war, bauten die Panthers ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Als Ander Arruti dreieinhalb Minuten vor Schluss bei einem erfolgreichen Dreier auch noch gefoult wurde, schöpften die Lions zwar noch einmal Hoffnung. Näher als auf 66:61 kamen sie aber nicht mehr heran. Fürstenfeld blieb konzentriert und spielte den 80:70-Sieg sicher nach Hause.

Flavio Priulla, Head Coach Fürstenfeld: „Das war ein großer Sieg gegen eines der besten Teams der Liga. Ich bin stolz auf meine Spieler, wir haben mit Verletzungen zu kämpfen, dann haben wir auch noch Simon verloren. Aber wir haben mit Herz und Hirn gespielt. Ich bin sehr glücklich für die Mannschaft.“

Ivan Skrobo, Spieler Fürstenfeld: „Wir hatten ein gutes Spiel, vor allem defensiv haben wir ihnen das Leben schwer gemacht und ihre besten Spieler gut verteidigt. Der Einsatz hat heute gepasst.“

Borja San Miguel, Head Coach Dornbirn: „Wir haben nur zwanzig Minuten gut gespielt, dann haben wir den Fokus verloren und ohne Konzept gespielt. Auch die Energie vom Beginn des Spiels war nicht mehr da. Deswegen haben wir verloren.“

Beste Scorer: Skrobo 24, Richter 15, Petric 12 bzw. Arruti 16, Sanchez 14, Kevric 11.

Wörthersee Piraten vs. BK Mattersburg Rocks
62:70 (22:15, 32:31, 47:53)

Samstag, 18 Uhr – Sporthallte St. Peter, Klagenfurt

Das bittere Cup-Aus steckte den Mattersburgern beim Auswärtsspiel in Klagenfurt scheinbar noch in den Knochen. Zwar liegen die Burgenländer in den ersten Minuten gegen die Wörthersee Piraten in Front, richtig harmonisch wirkte das Spiel der Rocks aber nicht. So war es keine Überraschung, dass die Piraten bald das Ruder übernahmen und sich mit schnellem Spiel eine 22:15-Führung erarbeiteten. Nachdem Max Kunovjanek per Layup auf +8 stellte, wachten die Rocks aber auf. Vor allem in der Defense schalteten die Burgenländer um mehrere Gänge nach oben. Den Kärntnern gelang in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit nur noch ein Korb, Mattersburg verkürzte den Rückstand auf 31:32.

Und die Rocks blieben am Drücker. Plötzlich bewegten sie den Ball viel besser, fanden ihre Missmatches unter dem Korb und gingen so auch in Führung, die bis zu neunPunkte betrug. Die Piraten gaben aber wie schon beim Cup-Erfolg am Mittwoch nicht auf – und arbeiteten sich dank starker Defensivsequenzen wieder zurück ins Spiel. Näher als auf drei Punkte kamen sie aber nicht mehr heran. Mattersburg agierte abgebrüht, blieb cool von der Freiwurflinie und feierte schließlich den sechsten B2L-Sieg in Folge.

Lukas Simoner, Spieler Wörthersee: „Ich glaube wir haben eine riesige Chance liegen gelassen und es verpasst einen Sieg gegen ein Team, das vor uns in der Tabelle liegt, zu holen. Wir haben viele Kleinigkeiten falsch gemacht und sind am Rebound geschlagen worden. Deswegen haben wir verloren.“

Andreas Kuttnig, Assistant-Coach Wörthersee: „Wir hatten leider ab Mitte des zweiten Viertels große Probleme in der Offensive. Noch dazu fanden wir nur schwer bis gar nicht die richtige Antwort gegen Gary Ware. Das hat in diesem Lowscore-Game dann schließlich den Unterschied gemacht.“

Corey Hallett, Spieler/Obmann Mattersburg: „Ich glaube unsere jungen Spieler haben echt brav gespielt, vor allem in der zweiten Halbzeit. Aber das war ein sehr harter Kampf und wir sind glücklich, dass wir mit einem Sieg nach Hause fahren können.“

Marko Soldo, Spieler Mattersburg: „Mit so einer schlechten Leistung ins Spiel starten und trotzdem bis zur Pause im Spiel zu bleiben war bewundernswert. In der zweiten Halbzeit haben wir dank unserer jungen Spiel und großem Kampfgeist gewonnen.“

Beste Scorer: Finzgar 15, Gspandl 12, Ruzic, Erculj je 10 bzw. Ware 21, Khünl-Brady 9, Vancura, Hallett je 8.

BBU Salzburg vs. BBC Nord Dragonz
76:90 (17:20, 37:52, 59:72)

Samstag, 19.30 Uhr – Sporthalle Alpenstraße, Salzburg

Im Spiel zweier Teams, die im Cup bittere Overtime-Niederlagen einstecken mussten, waren die Körbe in der Anfangsphase wie vernagelt. In den ersten fünf Minuten fanden jeweils nur zwei Feldwürfe den Weg ins Ziel. Das änderte sich danach aber schlagartig, was vor allem am BBC Nord lag. Die Eisenstädter öffneten das Visier und setzten alles auf die Offensiv-Karte. Vor allem im zweiten Viertel, in dem die Gäste sechs Dreier versenkten, wussten die Dragonz zu begeistern. Die 52:37-Führung zur Pause war die logische Folge.

Nach der Pause gönnte sich der BBC zunächst eine kleine Schaffenspause, die Salzburg dazu nützte, um den Rückstand auf acht Punkte zu verkürzen. Ein kleiner Weckruf, der für die Dragonz gerade Recht kam. Dass das Spiel im Hinblick auf den Kampf um die Play-offs wichtig werden könnte, merkte man im Schlussviertel, das sehr intensiv geführt wurde. Doch bei aller Emotionalität behielten vor allem die Burgenländer die Ruhe. Sie ließen die BBU nie näher als auf acht Punkte herankommen und fuhren einen verdienten 90:76-Erfolg ein.

Dusko Stojakovic, Obmann Salzburg: „Gratulation an BBC Nord, die haben ihr Spielsystem durchgezogen, was man von uns nicht sagen kann.“

Mladen Perak, Spieler Salzburg: „Wir haben das Spiel nicht gut begonnen, hatten einen schlechten Wurftag. Eisenstadt hat heute ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Wir müssen uns jetzt auf die nächsten Spiele fokussieren und uns weiter motivieren, damit wir wieder etwas gewinnen.“

Dusan Kozlica, Head Coach BBC Nord: „Gratulation an die Gastgeber für den Kampf bis zur letzten Sekunde. Gratulation aber auch an meine Mannschaft, die offensiv sehr diszipliniert gespielt und defensiv erstmals das Rebound-Duell gewonnen hat.“

Filip Mileta, Spieler BBC Nord: „Das war ein sehr wichtiges Spiel für uns, vor allem nach dem Cup. Wir sind wieder aufgestanden, sind zusammengestanden und haben ein gutes Spiel abgeliefert. Gratulation auch an Salzburg für ein gutes Spiel, aber wir waren besser.

Beste Scorer: Sanchez Daza 16, Tepic, Mitchell je 13 bzw. Najdanovic , Memcic je 17, Knor 16.

Presseinfo Basketball Superliga/Vienna D.C. Timberwolves/B2L

23.11.2019