Basketball

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Der SKN St. Pölten Basketball machte in der Basketball Superliga einen großen Schritt Richtung Top-Sechs nach dem Grunddurchgang. In der zehnten Runde feierte das Team von Andreas Worenz mit einem 84:69 den zweiten Derby-Sieg binnen einer Woche gegen die Traiskirchen Lions.

Zeitgleich gelang den BK Dukes die Revanche für die bittere Niederlage beim BC Vienna, für den es nicht nur wegen des 69:89 ein bitterer Abend war. Altstar Stjepan Stazic verletzte sich am Knöchel.

SKN St. Pölten Basketball vs. Traiskirchen Lions
84:69 (24:13, 39:39, 58:57)

Sonntag, 17.30 Uhr – Sport.Zentrum NÖ, St. Pölten

Weiterhin ohne Big-Man Maris Ziednis starteten die Lions konzentriert in dieses NÖ-Derby, das für sie schon so etwas wie ein Schicksalsspiel war. Nach Aleksandar Andjelkovics And-One zum 11:8 riss der Faden aber komplett. St. Pölten spielte schnell, bewegte den Ball gut – und legte so bis zur ersten Viertelpause einen unwiderstehlichen 16:2-Run aufs Parkett. Doch Traiskirchen ließ sich nicht unterkriegen, vor allem nicht Shawn Ray und Jan Razdevsek. Das Duo brachte die Löwen, die in der Defense gewohnt variierten, mit schönen Aktionen wieder zurück ins Spiel und verkürzten den Rückstand Punkt um Punkt. Kurz vor der Pause sorgte Ray sogar für den Ausgleich.

In Halbzeit zwei entwickelte sich ein echtes Derby, mit allem was dazugehört: Viele Führungswechsel, toller Kampfgeist und Emotionen. Während bei Traiskirchen sich jetzt vor allem Paul Isbetcherian immer wieder in Szene setzen konnte, war der SKN immer wieder unter dem Korb über Flo Trmal und Marko Kolaric erfolgreich. Erst ein unsportliches Foul von Razdevsek – es ar außerdem sein viertes – gab dem Spiel wieder eine Richtung. Sieben Punkte in Folge zwangen Lions-Coach Zoran Kostic früh im vierten Viertel zu einer Auszeit, die aber nichts brachte. Während St. Pölten ins Laufen kam, brach Traiskirchen auseinander. So feierte der SKN den zweiten Derby-Sieg binnen einer Woche, der sie den Top-Sechs einen großen Schritt näher bringt.

Andreas Worenz, Head Coach St. Pölten: „Bis auf das zweite Viertel, in dem die Traiskirchner zurückgekommen sind, kann man mit Spiel zufrieden sein. Nach der Pause haben wir Moral gezeigt und einen verdienten Sieg eingefahren.“

Benjamin Rückert, Spieler St. Pölten: „Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit haben wir nach der Pause unser Spiel aufziehen können und verdient gewonnen. Jetzt gilt es den Fokus auf nächste Woche zu legen. Es wartet ein weiteres wichtiges Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Top-Sechs.“

Paul Isbetcherian, Spieler Traiskirchen: „Wir haben diese Woche besser gekämpft als im Hinspiel, haben versucht gut zusammenzuspielen, in einigen Phasen hat unsere Defense gut funktioniert. Allerdings müssen wir weiter viel an uns arbeiten, damit wir am Ende der Saison in den Play-offs mithalten können.“

Matija Radanovic, Spieler Traiskirchen: „Wir haben nicht gut gespielt, wir haben nicht das gezeigt, was der Coach von uns erwartet. Aber das Spiel ist vorbei. Jetzt müssen wir uns auf die nächsten Aufgaben vorberieten, die sehr wichtig für uns sind.“

Beste Scorer:Trmal 23, Lewis 17, Kolaric 15 bzw. Isbetcherian 18, Ray 17, Razdevsek 13.

BK Dukes vs. BC Vienna
89:69 (28:23, 51:35, 76:53)

Sonntag, 17.30 Uhr – Dukes Castle, Klosterneuburg

Mit 44 Punkte erlegte Stjepan Stazic die Dukes in der Vorwoche im Alleingang. Auch das Rückspiel eröffnete der Altmeister des BC Vienna mit einem erfolgreichen Dreier – was Klosterneuburg aber nicht verunsicherte. Die Niederösterreicher drückten von Beginn an aufs Tempo und waren zunächst vor allem durch Max Hopfgartner erfolgreich. Nach etwas mehr als fünf Minuten stand es bereits 18:11, was Wien-Coach Luigi Gresta zu einem Time-Out zwang. Das zeigte aber nur bedingt Wirkung. Vor allem, weil Ex-Vienna-Spieler Jurica Blazevic heiß lief. Der Shooter traf vier seiner ersten fünf Würfe, führte die Dukes so zu einem 39:23 nach nur 13 Minuten. Zur Pause hatten die Dukes bereits 51 Punkte auf dem Konto.

Wer dachte, dass die Dukes den Fuß vom Gaspedal nehmen würden, irrte gewaltig. Immer öfter fanden sie Amine Lakoju unter dem Korb, der seine physische Überlegenheit gegen die inside unterbesetzten Wiener ein ums andere Mal ausspielte. Auch, dass Stjepan Stazic wegen einer Knöchelverletzung nicht mehr eingesetzt werden konnte, setzte den Wienern zu. So wuchs der Vorsprung der Niederösterreicher schnell auf über 20 Punkte an, womit das Spiel schon vorzeitig entschieden war. So konnte es sich Dukes-Coach Werner Sallomon auch leisten, einigen Leistungsträgern längere Pausen zu gönnen. An der deutlichen 89:69-Revanche für die überraschende Pleite der Vorwoche änderte das freilich überhaupt nichts.

Werner Sallomon, Head Coach Klosterneuburg: „Wir wollten uns für die Niederlage letzten Sonntag revanchieren, das ist gelungen. Wir haben relativ souveränen Sieg eingefahren, ohne große Höhepunkte. Es haben sehr viele Leute Spielzeit bekommen, wir konnten nach der Pause lange Zeit auch den gesamten Kader zum Einsatz bringen. Wir sind mit dem Ergebnis grundsätzlich zufrieden.“

Max Hopfgartner, Spieler BK Dukes: „Wir haben diesmal viel besseres Teamplay als zuletzt gezeigt und mit mehr Energie gespielt. Wir wünschen Stjepan Stazic auf diesem Weg gute Besserung.“

Luigi Gresta, Head Coach BC Vienna: „Unser Gegner hat eine viel größere Rotation und war deutlich besser als letzte Woche. Sie haben den Rebound dominiert und viele zweite Chancen genützt. Das konnten wir nicht kontrollieren. Insgesamt hat es uns einfach an Energie gefehlt. Nach der Pause war Stjepan nicht mehr dabei, was natürlich ein großer Verlust ist. Wir werden sehen, wie die Situation aussieht, er ist ins Spital gefahren.“

Hassan Mustafa Zadeh, Spieler BC Vienna: „Die erste Halbzeit war schlecht. Wir haben defensiv keinen Stopp bekommen, alle Angriffe von Klosterneuburg waren drinnen. Nach der Pause war es schwierig mit einem Mann weniger. Ohne Stjepan haben wir noch nie gespielt, da müssen wir erst reinkommen. Aber Gratulation an Klosterneuburg, sie waren heute eindeutig besser.“

Beste Scorer: Hopfgartner 24, Lakoju 17, Miletic, Blazevic je 15 bzw. Shoutvin 17, Gvozden 16, Detrick 14.

BK Dukes feiern deutlichen Sieg im Donauderby
Mit einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber vergangener Woche revanchieren sich die BK IMMOunited Dukes für die bittere Niederlage gegen den BC Hallmann Vienna. Vor eigenem Publikum lagen sie praktisch von Beginn weg voran und gaben diese Führung nicht mehr aus der Hand.

Die BK IMMOunited Dukes, die nach wie vor auf die verletzten Danek und Bavcic verzichten mussten, wirkten zu Beginn wesentlich fokussierter als bei der überraschenden Niederlage vor einer Woche und lagen gegen Viertelmitte mit 18:11 vorne. Nach einer Auszeit waren die Wiener besser im Spiel und kamen auf zwei Punkte heran, dennoch konnten die Klosterneuburger einen knappen Vorsprung bis zur Viertelsirene verteidigen.

Stazic muss verletzt vom Feld
Mit einem guten Start in den zweiten Spielabschnitt bauten die Dukes ihre Führung auf 39:23 aus und machten spätestens zu diesem Zeitpunkt klar, dass sie die bittere Niederlage vom letzten Sonntag gegen die Wiener vergessen machen wollten. Dann noch ein bitterer Moment für den BC drei Minuten vor der Pause: Topscorer Stazic verletzte sich am Knöchel und musste vom Parkett, eine deutliche Schwächung für die Gäste. Die Gastgeber konnten den Abstand halten und lagen zur Pause mit 51:35 deutlich voran.
Auch nach Seitenwechsel behielten die Dukes die Kontrolle und zogen binnen vier Minuten auf 62:39 davon. Ohne großen Aufwand verwalteten die Klosterneuburger diesen klaren Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels und gingen mit einem deutlichen 76:53 in den Schlussabschnitt.

Dukes spielen Sieg souverän nach Hause
Über das Schlussviertel gibt es nicht mehr viel zu berichten, schließlich stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest, dass die Dukes mit dieser deutlichen Führung im Rücken als Sieger vom Parkett gehen werden. Sie spielten die Partie souverän zu Ende und konnten sich somit für die Niederlage gegen den BC Vienna revanchieren.

Werner Sallomon, Headcoach BK IMMOunited Dukes: „Wir konnten uns für die Niederlage in der letzten Woche revanchieren und haben einen relativ souveränen Sieg ohne große Höhepunkte eingefahren. Wir konnten den gesamten Kader zum Einsatz bringen und unsere Leistungsträger schonen.“

Max Hopfgartner, Spieler BK IMMOunited Dukes: „Wir haben diesmal viel besseres Teamplay als zuletzt gezeigt und mit mehr Energie gespielt. Wir wünschen Stjepan Stazic auf diesem Weg gute Besserung.“

Luigi Gresta, Headcoach BC Vienna: “Klosterneuburg hat heute von der langen Bank stark profitiert und viel besser gespielt als letzte Woche. Wir sind an der Niederlage selber schuld, weil Klosterneuburg eindeutig den Rebound dominiert hat.“

Mustafa Hassan-Zadeh, Spieler BC Vienna: „Die erste Halbzeit war schlecht, wir konnten Klosterneuburg nicht stoppen. Die zweite Halbzeit war ohne Stazic sehr schwierig, wir müssen jetzt ohne ihn zurecht kommen. Klosterneuburg war heute eindeutig besser.“

Nach B2L Derby-Sieg: Blackbirds wieder alleiniger Leader
Die Güssing/Jennersdorf Blackbirds bleiben in der Basketball Zweite Liga weiterhin die Nummer eins. Nachdem am Samstag alle Konkurrenten im Spitzenfeld Siege einfuhren und mit den Burgenländern gleichzogen, setzte sich der regierende Meister heute mit dem Derby-Erfolg gegen die Fürstenfeld Panthers wieder allein an die Tabllenspitze. Beim 79:72-Erfolg hatten die Blackbirds gegen dezimierte Steirer aber lange zu kämpfen, ehe sie sich durchsetzen konnten.

Fürstenfeld Panthers vs. Güssing/Jennersdorf Blackbirds
72:79 (14:19, 38:37, 49:57)

Sonntag, 17 Uhr – Stadthalle Fürstenfeld

Im ersten Spiel nach der schweren Knieverletzung von Topscorer Patrick Simon taten sich die Fürstenfelder schwer auf Touren zu kommen. Die von zahlreichen Fans begleiteten Blackbirds überzeugten mit gewohnt starker Defense, erarbeiteten sich so schon nach dem ersten Viertel eine 19:14-Führung. Diese hielten sie auch in den ersten sechs Minuten. Des zweiten Abschnitts, ehe offensiv überhaupt nichts mehr ging. So pirschten sich die Panthers Punkt für Punkt heran, ehe sie kurz vor der Halbzeitpause die Führung übernahmen.

Das Blatt wendete sich in Halbzeit zwei aber wieder schlagartig. Güssing/Jennersdorf fand in der Defense wieder den Rhythmus, der sie so stark macht. Als der bärenstarke Sebastian Koch nach 25 Minuten seinen ersten Dreier traf, führten die Gäste plötzlich um acht Punkte. Diesen Vorsprung hielt der Tabellenführer auch bis zur letzten Viertelpause. Doch weil sich Fürstenfeld nicht aufgab entwickelte sich nun endgültig ein echtes Spitzenspiel. Die Panthers kämpften sich richtig in diese Partie hinein, für den Turnaround reichte es aber nicht mehr. Zu abgebrüht agierten die von Koch und Christoph Astl angeführten Blackbirds, die schlussendlich einen verdienten 79:72-Sieg feierten und so die Tabellenführung verteidigten.

Flavio Priulla, Head Coach Fürstenfeld: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gespielt, obwohl wir wegen unserer Verletzungen dezimiert sind. Ich bin stolz auf meine Jungs, weil wir über 40 Minuten hart gespielt haben. Güssing war besser, sie sind das beste Team in der Liga, aber wir sind auf dem richtigen Weg.“

Fabian Richter, Spieler Fürstenfeld: „Nach einer sehr intensiven Partie mit super Fans und einer guten Stimmung in der Halle haben wir am Ende leider dem defensiven Druck der Güssinger nicht standhalten können und deswegen verloren.“

Daniel Müllner, Head Coach Güssing/Jennersdorf: „Gratulation an meine Mannschaft zu diesem wichtigen Sieg gegen Fürstenfeld. Wir haben heute nicht unseren besten Basketball gezeigt, die Panthers haben sich sehr tapfer gewehrt. Aber am Ende haben wir aufgrund unserer Rebound-Überlegenheit gewonnen.“

Beste Scorer: Hajder, Skrobo je 17, Richter, Petric je 13 bzw. S. Koch 23, C. Astl 20, B. Koch 11.

Presseinfo BSL/B2L/BK Dukes

01.12.2019