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© Sportreport

Die Italienerin Dorothea Wierer hat den ersten Saisonsprint der Biathletinnen in Östersund (SWE) gewonnen. Die Gesamtweltcupsiegerin des Vorjahres setzte sich trotz einer Strafrunde 8,6 Sekunden vor der Norwegerin Marte Olsbu Roeiseland (2 Fehler) und der fehlerlosen Tschechin Marketa Davidova (+11,9 sec.) durch.

Aus österreichischer Sicht durfte sich vor allem Katharina Innerhofer über ein Toprennen und einen Saisonauftakt nach Maß freuen. Die 28-jährige Salzburgerin, die schon in der Vorbereitung mit starken Laufleistungen glänzte, traf neun von zehn Scheiben und schaffte es auf Rang sieben. Ihr Rückstand nach 7,5 Kilometern betrug 37,3 Sekunden. Für Innerhofer war es die beste Weltcupleistung seit ihrem Sensationscoup (Sprintsieg und Rang sieben in der Verfolgung) im März 2014 in Pokljuka.

Auch Lisa Hauser durfte mit dem heutigen Sprint zufrieden sein. Die 25-jährige Tirolerin patzte wie Innerhofer nur einmal im Stehendanschlag und klassierte sich mit 50,6 Sekunden Rückstand auf Rang 14. Dunja Zdouc, Julia Schwaiger und Christina Rieder blieben hingegen ohne Weltcuppunkte.

Katharina Innerhofer: „Ich habe mich heute super gefühlt und von Beginn an richtig Gas gegeben. Ich hatte auch super Material und konnte von Beginn an voll auf Zug laufen. Liegend war es eher eine verhaltene, aber dafür sichere Serie. Stehend war es auf der Matte sehr rutschig, aber ich habe dann doch noch eine gute Position finden können und die Serie so umgesetzt, wie ich es eigentlich drauf hab‘. Platz sieben zum Auftakt, das freut mich natürlich sehr.“

Lisa Hauser: „Ein Top-15-Platz zum Auftakt ist eine coole Sache. Der eine Fehler war schade, weil es eigentlich relativ windstill war. Läuferisch war vor allem die erste Runde gut, zum Schluss habe ich das Tempo nicht mehr ganz halten können. Aber ich fühle mich schon ganz gut und wenn die Form kommt, wird die Schlussrunde auch wieder besser sein.“

Weiteres Programm Weltcup Östersund
Mittwoch, 4.12., Einzel Herren, 16.15 Uhr
Donnerstag, 5.12., Einzel Damen, 16.20 Uhr
Samstag, 7.12., Staffel Herren, 17.30 Uhr
Sonntag, 8.12., Staffel Damen, 15.30 Uhr

Franz-Josef Rehrl Vierter in Ruka (FIN) – Riiber führt norwegischen Dreifachsieg an
Jarl Magnus Riiber gewinnt auch den letzten der drei Wettkämpfe im finnischen Ruka. Mit einem bemerkenswerten Vorsprung von 2min 8,8sek setzte er sich gegen seine norwegischen Teamkollegen Joergen Graabak und Jens Luraas Oftebro (+2min 8,9sek) durch. Bester Österreicher wurde Franz-Josef Rehrl als Vierter (+2min 11,2sek)

Aufgrund des starken Windes und ständig wechselnder Bedingungen musste der Sprungdurchgang nach nur wenigen Springern abgebrochen werden. Der provisorische Wertungsdurchgang von Donnerstag wurde deshalb als Ergebnis herangezogen, in dem erneut Jarl Magnus Riiber das Maß aller Dinge war. Mit der Tageshöchstweite von 144 Metern hatte er bereits 1min4sek Vorsprung auf seinen Landsmann Jens Luraas Oftebro auf Platz 2. Auf Platz drei und mit 1min 6sek Rückstand folgte mit Franz-Josef Rehrl dann schon der erste Österreicher ins Langlaufrennen. Ebenso Philipp Orter hatte mit dem zwischenzeitlichen zehnten Platz eine aussichtsreiche Position für ein Top-Ten Ergebnis.

Im Langlaufrennen feiert Riiber erneuet einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg. Rehrl hingegen lief die erste Runde gemeinsam mit Oftebro, gegen Ende der zweiten Runde schloss mit Joergen Graabak ein weiterer Norweger auf die beiden auf. Da von hinten keine Gefahr drohte, machten sich in Folge die drei den Kampf um die beiden verbleibenden Plätze am Podium aus. Und dieser Kampf wurde in auf den letzten Metern entschieden. Die beiden Norweger hatten das bessere Finish und setzten sich gegen Rehrl mit 2,3sek Vorsprung durch. Mit Philipp Orter kombiniert sich ein weiterer ÖSV-Athlet in die Top Ten. Orter verbesserte sich vom zehnten Platz nach dem Springen auf Platz 7 (+3min 1,2sek) in der Endabrechnung.

Jarl Magnus Riiber gewinnt damit auch souverän die Ruka-Tour und darf sich über insgesamt 30.000.- CHF an Preisgeld freuen. Bester Österreicher in der Gesamtwertung wird Franz-Josef Rehrl als Sechster.

Die weiteren Platzierungen der Österreicher:
14. Lukas Greiderer
17. Martin Fritz
24. Paul Gerstgraser
25. Thomas Jöbstl
DNS: Lukas Klapfer

Franz-Josef Rehrl: (4.)„Das Resümee für das heutige Rennen fällt durchaus positiv aus. Ich habe die ersten zwei Runde gut Gas gegeben, um es Graabak so schwer wie möglich zu machen, auf mich aufzulaufen. Nach der dritten Runde ist das Rennen dann taktisch geworden. Ich habe bis zum Schluss mithalten können und habe alles gegeben, ich kann mir nichts vorwerfen. Mit dem vierten Platz bin ich durchaus zufrieden, auch mit drei Top Ten Platzierungen beim Auftakt. Ich weiß aber, dass ich auf der Schanze noch einiges zu tun habe. Dafür werden wir jetzt in Lillehammer trainieren. Mein Ziel ist, dass ich auf jeden Fall in den nächsten Rennen ums Podium und um den Sieg mitkämpfen kann.“

Philipp Orter: (7.)„Es war ein richtig gutes Rennen heute. Da vor oder hinter mir nicht wirklich starke Läufer waren, hab ich viel alleine laufen müssen. Ich habe es mir aber gut eingeteilt und schön langsam Platz für Platz gutmachen können. Zum Schluss hat es dann leider nicht gereicht für weiter vorne, ich denke jedoch, dass ich mich jetzt von Rennen zu Rennen steigern kann und auch die nötige Härte im Zielsprint bekomme. Mit drei Platzierungen in den Top 15 kann ich für den Auftakt zufrieden sein.“

Die Mannschaft reist am Montag direkt weiter nach Lillehammer (NOR). Nach ein paar Trainingstagen stehen dort von 6. – 8. Dezember 2019 mit einem Teamwettkampf und einem Einzelbewerb die nächsten beiden Wettkämpfe am Programm.

Presseinfo Österreichischer Skiverband | Austrian Ski Federation

01.12.2019