Basketball

© Sportreport

Die BK Dukes feierten in der letzten Runde des Grunddurchgangs der Basketball Superliga einen knappen Derby-Sieg gegen den SKN St. Pölten. So richtig freuen konnte sich in Klosterneuburg aber niemand, nachdem sich Benni Danek, der erst kürzlich von einer langen Verletzungspause zurückgekommen war, erneut am Finger verletzte.

Im zweiten Spiel des Tages erkämpfte sich Tabellenführer Gmunden einen unglaublichen Comeback-Sieg beim BC Vienna. Die Swans langen zwischenzeitlich schon 23 Punkte zurück, siegten schlussendlich aber noch in der Overtime.

BK Dukes vs. SKN St. Pölten Basketball
82:80 (23:25, 45:43, 58:59)

Sonntag, 17.30 Uhr – Dukes Castle, Klosterneuburg

Während für St. Pölten der fünfte Tabellenplatz nach dem Grunddurchgang bereits feststand, ging es für Klosterneuburg noch darum, als erste Gmunden-Verfolger in die Platzierungsrunde zu starten. Das Niederösterreich-Derby von Beginn eines auf Augenhöhe. Nur einmal konnte Kelvin Lewis den SKN im ersten Viertel mit sechs Punkten in Front bringen, die Dukes antworteten aber sofort und ließen sich nicht abschütteln. Auch im zweiten Abschnitt legten die Gäste meist vor, entscheidend absetzen konnten sie sich aber nie. So gelang es dann Klosterneuburg, mit einem kleinen Lauf gegen Ende der ersten Halbzeit, sogar mit einer 45:43-Führung in die Kabinen zu gehen. Und das, obwohl sich Benni Danek nach nur vier Einsatzminuten nach einer erneuten Fingerverletzung nicht mehr eingesetzt werden konnte.

Auch nach der Pause änderte sich nichts an der Charakteristik des Spiels. Die St. Pöltner, bei denen Ben Marello mit sieben Punkten und sechs Rebounds debütierte, legten immer wieder vor, schafften es aber nie, Klosterneuburg entscheidend abzuschütteln. Ein Mitgrund dafür war auch die starke Defense gegen Liga-Topscorer Flo Trmal, der nicht über zwölf Punkte hinauskam. Auch als der SKN fünf Minuten vor Schlus die bis dahin höchste Führung des Spiels (63:70) erkämpfte, fanden die Dukes noch einmal ihren Weg zurück ins Spiel. Vor allem Predrag Miletic und Edin Bavcic waren es, die mit wichtigen Körben die Halle aufweckten – und schlussendlich für den knappen 82:80-Sieg sorgten.

Werner Sallomon, Head Coach Klosterneuburg: „Das Spiel ist nicht so gelaufen wie wir es wollten. St. Pölten hat uns mit vielen Würfen das Leben schwer gemacht. Wir haben zu wenig aggressiv verteidigt und selber viele Sitzer liegen gelassen. Aber das größte Drama ist, dass die Verletzung von Benni Danek wieder akut geworden ist.“

Maximilian Hopfgartner, Spieler Klosterneuburg: „Hut ab vor St. Pölten, die haben gut gespielt. Aber wir haben am Ende die wichtigen Würfe getroffen. Das Publikum ist aufgewacht, das war wichtig.“

Andreas Worenz, Head Coach St. Pölten: „Das war ein spannendes Derby, wir haben es am Schluss leider selbst hergeschenkt. Der rutschige Boden (Anm., Lewis rutschte beim letzten Angriff aus) hat ihnen auch ein bisschen geholfen.“

Florian Trmal, Spieler St. Pölten: „Gratulation an mein Team. Wir hätten es verdient zu gewinnen, auf übernatürliche Sachen haben wir keinen Einfluss. Bis auf ein paar Situation weiß ich nicht, was wir noch besser hätten machen können.“

Beste Scorer: Miletic 20, Hopfgartner 17, Lanegger 12 bzw. Lewis 25, Kolaric 23, Trmal 12.

BK Dukes schließen Grunddurchgang mit Sieg ab
Zum Abschluss des Grunddurchgangs trafen die BK Dukes im Niederösterreich-Derby auf den SKN St. Pölten. In einer mitreißenden Partie entschieden die Klosterneuburger das Spiel erst in den Schlussekunden für sich.

Die ersten Minuten verliefen sehr ausgeglichen und waren von einer hohen Trefferquote geprägt, die Führung wechselte mehrmals hin und her. Beim Stand von 16:14 für die Dukes (7. Min.) rissen die St. Pöltner mit einem 8:0-Run erstmals ein kleines Loch auf. Diese Führung gaben die Landeshauptstädter bis Viertelende nicht mehr aus der Hand und nahmen zwei Punkte Vorsprung mit in den nächsten Abschnitt.

Da schnappten sich die Klosterneuburger zwar gleich wieder die Führung, die St. Pöltner blieben dann aber das bissigere Team und zogen auf bis zu sechs Punkte davon. Dank einer starken Schlussphase schlossen die Dukes aber wieder auf und gingen letztlich sogar mit einem kleinen Vorsprung in die Halbzeitpause.

Die Gäste starteten mit einem 7:0-Run in die zweite Spielhälfte, dazu kamen noch Foulprobleme von Momo Lanegger, der nun viel Zeit auf der Bank verbringen musste. Dazu fiel mit Benni Danek ein weiterer Guard bei den Dukes verletzt für den Rest des Spiels aus. Erneut lagen die St. Pöltner um bis zu sechs Punkte vorne, die Klosterneuburger kämpften sich aber bis Viertelende zurück.

Da ging es zunächst weiter eng zur Sache, gegen Viertelmitte zogen die St. Pöltner aber auf 70:63 davon. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lanegger bereits sein fünftes Foul begangen und stand Headcoach Werner Sallomon nicht mehr zur Verfügung. Ein weiteres Mal kamen die Dukes zurück und es ging in eine heiße Schlussphase. Eine Minute vor Spielende war es Max Hopfgartner mit einem Dreier, der für die 79:78-Führung für die Klosterneuburger sorgte. Im Gegenzug erkämpfte sich Kolaric zwei Punkte zur St. Pöltner Führung, doch Miletic blieb dann an der Freiwurflinie cool und es hieß 27 Sekunden vor der Schlusssirene 81:80. Die St. Pöltner schlossen ihren letzten Angriff mit einem Turnover ab und damit war das Spiel zu Gunsten der Dukes entschieden.

Werner Sallomon, Headcoach Dukes: „Das Spiel ist von unserer Seite her nicht so gelaufen, wie wir das wollten. St. Pölten hat uns das Leben sehr schwer gemacht. Wir haben oft zu wenig aggressiv verteidigt, haben zu viele einfache Sachen zugelassen und haben gleichzeitig vieles liegen gelassen. Das größte Drama ist, dass Benni Daneks Verletzung wieder akut geworden ist.“

Max Hopfgartner, Spieler Dukes: „Hut ab vor St. Pölten, sie haben sehr gut gespielt. Wir haben dann am Ende die wichtigen Würfe getroffen. Danke an die Fans für den Support, das war für uns heute sehr wichtig.“
Andreas Worenz, Headcoach St. Pölten: “Es war ein spannendes Nierösterreich-Derby, am Schluss haben wir leider den Sieg hergeschenkt.“

Florian Trmal, Spieler St. Pölten: “Gratulation an meine Mannschaft, wir haben sehr gut gespielt, sowohl in der Defense als auch in der Offense. Wir hätten das Spiel verdient gewonnen, aber es sollte nicht sein.“

BC Vienna vs. Swans Gmunden
101:106 n.V. (25:30, 56:50, 85:69; 90:90)

Sonntag, 17.30 Uhr – Hallmann Dome, Wien

Es war ein Spiel mit eigenwilliger Ausgangsposition. Den Swans war die Spitzenposition nach dem Grunddurchgang nicht mehr zu nehmen, für die Qualifikationsrunde, in der der BC Vienna seine Saison fortsetzt, war das Ergebnis von keiner Relevanz. So entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier, in der Gmunden den besseren Start hatte, früh mit 22:10 führte. Nach einem Time-Out von Luigi Gresta fanden aber auch die Wiener ins Spiel – und ihre Wurfhand. Ab diesem Zeitpunkt trafen die Hauptstädter bis zur Pause zehn Dreier. So kam es auch, dass es mit 56:50 in die Kabine ging.

Und der BC Vienna blieb auch in Halbzeit brennheiß von „Downtown“. Ein Distanzwurf nach dem nächsten fand seinen Weg ins Ziel, insgesamt waren es 21 an diesem Abend. 14 Minuten vor Schluss betrug die Führung des Heimteams plötzlich 23 Punkte. Doch Gmunden gab sich noch nicht geschlagen, traf selbst einige Dreier und hielt sich so mit einem 69:85 vor dem Schlussviertel die Möglichkeit auf ein Comeback offen. Und wie mit Ansage kam es auch so: Plötzlich spielten Swans eine viel aggressivere Defense, die Wien zu schwierigen Würfen zwang. So saugte sich Gmunden Punkt um Punkt heran – 32 Sekunden vor Spielende sorgte Jordan Loveridge für das 90:90. In der notwendigen Overtime, in der es bis in die Schlussminute hin und her ging. Die Nerven bewahrten schlussendlich aber die Gmundner, die den Grunddurchgang mit einem 106:101-Erfolg abschlossen.

Jason Detrick, Spieler BC Vienna: „Das ist eine harte Niederlage, wir waren schon über zwanzig Punkte vorne. Wir haben jetzt drei Spiele auf diese Art und Weise verloren. Wir müssen das in der nächsten Runde besser machen. Aber Gratulation an Gmunden, sie haben nicht aufgegeben und sind toll zurückgekommen.“

Mustafa Hassan Zadeh, Spieler BC Vienna: „Wir haben uns super zurückgekämpft nach einem schwachen Start, haben toll im Kollektiv gespielt. Im letzten Viertel haben wir uns selbst aus dem Konzept gebracht, viele Bälle hergeschenkt, offene Würfe nicht getroffen. Am Ende verlieren wir, obwohl wir sie fast das ganze Spiel unter Kontrolle hatten und schenken das Spiel zum dritten Mal her. Das ist schade.“

Toni Blazan, Spieler Gmunden: „Es ist immer schwer in Wien zu spielen. Vor allem, weil sie in ihrer eigenen Halle sehr gut treffen. Mit viel Kampfgeiste haben wir das Spiel gedreht und zum Schluss in der Overtime noch gewonnen.“

Enis Murati, Spieler Gmunden: „Ich will den Wienern gratulieren zu einer extrem starken Kampfleistung. Wir wissen, dass sie in dieser Halle nie aufgeben. Aber umso mehr Charakter haben wir heute gezeigt. Wir sind nach hohem Rückstand wieder zurückgekommen und haben in der Verlängerung verdient gewonnen.“

Beste Scorer: Shoutvin 41, Detrick 24, Radakovics 12 bzw. Murati 25, Loveridge 22, Blazan 20.

Basket Flames beenden Mattersburger B2L-Siegesserie
Der Sonntag brachte in der Basketball Zweite Liga zwei überraschende Heimsiege. Im Lions Dome Traiskirchen beendeten die Basket Flames die elf Spiele andauernde Siegesserie der Mattersburg Rocks, die damit auch die Tabellenführung nach nur einer Woche wieder an Güssing/Jennersdorf abgeben müssen.

Unterdessen feierten die Deutsch Wagram Alligators ihren zweiten Saisonsieg, mit dem sie auch den Höhenflüg der Wörthersee Piraten stoppten.

Union Deutsch Wagram Alligators vs. Wörthersee Piraten
77:74 (23:24, 39:38, 58:59)

Sonntag, 16 Uhr – BORG Deutsch Wagram

Mit viel Selbstvertrauen im Gepäck traten die Wörthersee Piraten ihre Reise nach Deutsch Wagram an. Mit vier Siegen in Serie im Rücken schien es, als würden sie das B2L-Schlusslicht etwas zu unterschätzen. So gelang es den Alligators, den Kärntnern einen echten Kampf zu liefern. In Viertel eins erarbeiteten sich die Gastgeber erstmals eine Fünf-Punkte-Führung, die Wörthersee aber sofort wieder egalisierte. So ging es hin und her, das 39:38 zur Pause war die logische Folge.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Deutsch Wagram legte immer vor, die Piraten zogen immer wieder nach. Die höchste Führung der Niederösterreicher betrug in dieser Phase sechs Zähler. Richtig ins Spiel fand Simon Finzgar und Co. aber weiterhin nicht. So kam es, dass die Alligators zu Beginn des Schlussabschnitts zu einem schlussendlich vorentscheidenden 13:2-Run ansetzten. Von dem dadurch erspielten Zehn-Punkte-Vorsprung zehrten sie in den Schlussminuten, in denen sie zwar nervös agierten, im Endeffekt den zweiten Saisonsieg aber über die Zeit brachten.

Hannes Quirgst, Head Coach Deutsch Wagram: „Nach der schwachen Leistung letzte Woche haben wir uns rehabilitiert, sowohl offensiv als auch defensiv einen Schritt nach vorne gemacht. Am Ende haben wir es spannender gemacht als notwendig, aber Gratulation an meine Burschen zum zweiten Sieg.“

Paul Rotter, Spieler Deutsch Wagram: „Super Spiel von uns. Wir haben über 40 Minuten viel Energie gezeigt, super gespieler, super verteidigt. Am Ende war es zwar noch knapp. Aber so macht das Spaß.“

Maximilian Kunovjanek, Spieler Wörthersee: „Seit Wochen haben wir versucht uns auf diese Partie mental einzustellen. Das ist uns nicht gelungen. Ein verdienter Sieg für die Alligators. Wir waren miserabel.“

Andreas Kuttnig, sportlicher Leiter Wörthersee: „Leider konnten wir die Energie der Alligators heute nicht matchen. Daher ist der Sieg auch verdient.“

Beste Scorer: Balvan 19, Rotter, 16, Marek 11 bzw. Kunovjanek 24, Finzgar 16, Erculj 11.

Basket Flames vs. BK Mattersburg Rocks
82:79 (33:19, 48:40, 67:53)

Sonntag 17 Uhr – Lions Dome, Traiskirchen

Nach zuletzt elf Siegen in Folge startete Mattersburg mit wenig Energie ins Spiel bei den Basket Flames. Ein Fehler, den Fabricio Vay mit einem unglaublichen ersten Viertel bestraffte: Der Forward erzielte allein 16 Punkte, führte sein Team noch im ersten Abschnitt zu einer zwischenzeitlichen 17-Punkte-Führung. Kurz vor der Pause lagen die Wiener sogar 18 Punkte in Front, ein Zwischenspurt der Gäste in den letzten Momenten der ersten Halbzeit brachte sie dann aber doch noch auf 40:48 heran.

Und auch nach der Pause schien es, als würde Mattersburg dieses Momentum ausnützen. Nach sechs Minuten im dritten Viertel lagen die Rocks nur noch fünf Punkte zurück. Ein Wrumnig-Dreier weckte die Flames aber wieder auf, erneut wuchs der Vorsprung der Wiener an. 16 Punkte betrug er acht Minuten vor Spielende, doch der Tabellenführer gab sich noch immer nicht geschlagen. Plötzlich stand die Defense bombenfest, schmolz der Rückstand Punkt um Punkt. Weniger als zwei Minuten vor Schluss stand es 74:73. Doch schließlich fehlte die Kraft, um den Comeback-Sieg perfekt zu machen. Die Basket Flames machten die Big-Plays und beendeten so die Mattersburger Siegesserie.

Franz Zderadicka, Head Coach Flames: „Wir hatten heute einen sehr guten, konzentrierten Start und dadurch eine hohe Führung. Am Schluss sind wir dann doch gegen das körperliche Übergewicht der Mattersburger etwas eingegangen. Aber wir wollten uns beweisen, dass wir jedes Team schlagen können. Das ist uns gelungen. Und es gibt uns Mut für die nächsten Partien.“

Michael Diesner, Spieler Flames: „Wir haben stark begonnen, unsere Plays gut exekutiert und die Mattersburger zu schweren Würfen gezwungen. Das war ausschlaggebend um den Druck, den die Rocks am Ende gemacht haben, standzuhalten. Darauf sind wir stolz.“

James Williams, Head Coach Mattersburg: „Die Flames haben besser gespielt als wir, viel mehr Energie gezeigt und waren besser am Rebound. Sie haben diesen Sieg verdient.“

Philipp Germ, Spieler Mattersburg: „Wir haben lasch gestartet, haben versucht uns zurück zu kämpfen. Wir sind zwar noch einmal zurückgekommen, aber die Flames haben super getroffen.“

Beste Scorer: Vay 25, Wrumnig 21, Vallejo 13 bzw. Ware 28, Nicoli 18, Khünl-Brady 13.

Presseinfo Basketball Austria/BK Dukes/ABSL/B2L

12.01.2020