Nordic Hockey Academy

© Nordic Hockey Academy

Das Coronavirus hat den Sport in ganz Europa fest im Griff. Auch in Norwegen wurde die Eishockey-Saison vorzeitig beendet. Trotz des abrupten Endes der Spielzeit 2019/20 fällt die sportliche Bilanz für die Nordic Hockey Academy/Skien Ishockey Klubb positiv aus. Der sportliche Leiter Sam Liebkind (ehemaliger Goalie Coach der Graz99ers und Vienna Capitals) zieht Bilanz.

„Natürlich ist es bitter, dass die Saison so beendet werden musste. Aber es geht um die Gesundheit aller Beteiligten! Das hat die allerhöchste Priorität! Auch wenn das finale Kapitel fehlt, können wir auf eine sportlich historische Saison zurückblicken. Die U18- und U21-Mannschaften schafften die Play-off-Qualifikation. Die Kampfmannschaft war bis zum Abbruch im Aufstiegsrennen in die 2. Liga. Rein sportlich betrachtet war es definitiv eine tolle Saison“, führte Liebkind aus.

Die U18-Mannschaft wäre in einer „best-of-three“-Serie auf Storhamar getroffen. Trotz des Umstands, dass die Nordic Hockey Academy keinen Heimvorteil gehabt hätte, rechnete sich der sportliche Leiter der „NHA“ durchaus Chancen aus diese Hürde zu nehmen.
Der Gegner der U21-Mannschaft stand zum Zeitpunkt des Abbruchs nicht fest. Lillehammer oder Hamar wären die möglichen Gegner gewesen.

Für die Kampfmannschaft hätte die Saison 2019/20 historisch werden können. Noch nie in der Geschichte des Skien Ishockey Klubb schaffte die Kampfmannschaft auf sportlicher Ebene den Aufstieg in die zweite Liga. Liebkind erklärte: „Uns ist der Einzug in das ‚Final 4‘ gelungen. Der Aufstieg wäre ein Meilenstein für unseren Standort gewesen. Aber dieses Ziel ist ‚nur aufgeschoben‘. Wir werden hart dafür weiterarbeiten und es in der kommenden Saison erneut versuchen.“

Eine Schlüsselrolle in der Saison 2019/20 nahmen die österreichischen Talente ein. „In den beiden Akademie-Teams waren die Österreicher unsere Schlüsselspieler. Auf und abseits des Eises sind die Jungs ein sehr wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Wir sind stolz auf ihre Entwicklung und hoffen, dass wir gemeinsam den Weg in der kommenden Saison zu einem positiven Ende bringen können“, so Liebkind.

Generell ist der sportliche Leiter mit der Entwicklung aller Spieler sehr zufrieden: „Unsere Jungs haben sich generell ausgezeichnet entwickelt. Als Eishockeyspieler und als Personen abseits des Eises. Als Organisation können wir stolz darauf blicken. Die Jungs sind gewachsen und auch wir als Organisation haben einen guten Weg genommen. Natürlich ist es schade, dass wir das letzte Kapitel der Saison nicht gemeinsam schreiben konnten. Wir blicken definitiv sehr zuversichtlich in die Zukunft. Der Hauptgrund sind unsere Spieler.“

Das abrupte Saisonende sorgte im südnorwegischen Skien an der Nordic Hockey Academy kurzfristig für einen Schockzustand. Mittlerweile herrscht allerdings wieder Aufbruchstimmung. Zuerst gilt allerdings eines: Sicherheit und höchste Konzentration im Kampf gegen das Coronavirus. „Die Gesundheit unserer Spieler, Trainer, den weiteren Mitglieder unserer Organisation und deren Familien sind für mich gerade wichtiger als jeder Sieg auf dem Eis“, meinte Liebkind abschließend.

18.03.2020