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SK Rapid Wien verliert 2:7 gegen FC Red Bull Salzburg. Die wichtigsten Stimmen zur Partie bei Sky und Sky X.

SK Rapid Wien – FC Red Bull Salzburg 2:7 (1:4)
Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Dietmar Kühbauer (Trainer SK Rapid Wien):
… über die Niederlage: „Wir haben leider das 1:0 nicht allzu lange gehalten, dann das 2:1 bekommen und haben dann derart mit hohen Bällen ein Problem bekommen, dass ein Resultat zustande kommt, das wehtut.“

… über das Salzburger Abseitstor zum 1:1: „In der Phase war das für uns ganz schlecht. Sie haben eine unglaubliche Qualität, das musst du neidlos anerkennen. Es war nicht das Thema, ob wir draußen mit dem vierten (Anm.: Schiedsrichter) diskutieren. Das Entscheidende war, dass wir nicht gut verteidigt haben danach. In Wahrheit ist es so, dass wir uns selbst die Leistung zusammengehaut haben.“

… über die fünfte gelbe Karte von Taxiarchis Fountas und die verbleibenden Spiele: „Das ist absolut störend. Das ist jetzt aber nicht das Wichtigste. Wenn wir das heutige Resultat hinausnehmen, haben wir eine gute Saison gespielt. Wir haben noch drei Spiele vor uns und wir wollen die noch performen.“

Tobias Knoflach (SK Rapid Wien):
… über das Spiel: „Mit fehlen die Worte. Du darfst daheim nicht so verlieren, sicher nicht so. Egal, wie der Gegner heißt, so darfst du nicht die Tore bekommen. Du musst einmal einen weghauen und musst auch mal ein Zeichen setzen als Spieler, da hilft uns auch nichts, dass wir schön begonnen haben. Ich bin sehr enttäuscht gerade. Du musst viel mehr Herz in die Sache hineinbringen. Wir sind hier daheim, nicht böse sein. Das darf einer Mannschaft wie Rapid nicht passieren.“

… über das Ausgleichstor zum 1:1: „Das muss uns scheißegal sein. Die, die am Feld sind, müssen sich darauf konzentrieren, was am Feld passiert. Wir werden uns hoffentlich an der eigenen Nase packen und am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen.“

Jesse Marsch (Trainer FC Red Bull Salzburg):
… über das Spiel: „Die Antwort nach dem Gegentor war alles für uns heute Abend. Das hat viel mit Mentalität zu tun. Das war Wahnsinn. Im Endeffekt haben die Jungs mit Selbstvertrauen und Aggressivität sehr gut gespielt.“

… über das Abseitstor: „Ich denke, wir brauchen Videobeweise. Es ist immer ein Vorteil für den Schiedsrichter, wenn er das Video ansehen kann. Dann haben wir kein falsches Tor. Es ist Wahnsinn, dass wir sechs oder neun Monate warten müssen für dieses Thema.“

… über die weiteren Spiele und die momentane Verfassung der Mannschaft von FC Red Bull Salzburg: „Es war ein gutes Spiel für uns aber wir sind noch nicht fertig. Wir haben am Sonntag wieder ein wichtiges Spiel. Die Zeit ist verrückt, wir haben so viele Spieler, haben eine gute Rotation gemacht und wir haben nicht so viele Verletzungen. Wir haben fast einen vollen Kader und müssen mit unserer Konzentration bei jedem Spiel bleiben.“

Zlatko Junuzovic (FC Red Bull Salzburg):
… über das Spiel: „Wir sind schwer reingekommen und haben nicht die Aggressivität gezeigt, die wir zeigen wollten. Wir machen individuelle Fehler – das kann passieren – aber die Antwort war richtig gut. Wir sind super zurückgekommen und waren mental im Spiel. Wenn wir das auf den Platz legen, sind wir schwer zu schlagen. Es ist wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren. Wir können uns nur selbst schlagen.“

… über sein Traumtor: „Es ist eigentlich mein Lieblingsschuss, aber dass er genauso ins Tor geht ist Glück. Eines meiner schöneren Tore. Es war für meinen Sohn. Wir reden schon seit Wochen darüber, dass ich für ihn ein Tor schieße und jetzt war es soweit.“

Albert Vallci (FC Red Bull Salzburg):
… über das Spiel: „Wir sind schlecht ins Spiel gestartet. Wir haben hinten sehr viele Räume hergegeben und Rapid hat das sehr gut gemacht und wir bekommen ein unglückliches Tor. Aber es spricht für unser Mannschaftsgefüge. Es wird jeden Tag kommuniziert, dass wir als Mannschaft bereit sind, bis zum Schluss das Spiel durchzuziehen und uns vom frühen Gegentor nicht beirren haben lassen. Das Ergebnis spricht für sich.“

… über die verbleibenden Spiele und ob FC Red Bull Salzburg der Meistertitel noch zu nehmen ist: „Wenn wir das die nächsten zwei Spiele auf den Platz bringen, denke ich nicht. Es liegt an uns, wir haben es selbst in der Hand, wir wollen uns nicht beirren lassen. Das ist unser Ziel für die nächsten zwei Spiele.“

Andreas Herzog (TV Experte):
… über das Spiel und die Qualität von FC Red Bull Salzburg: „Salzburg ist schlecht ins Spiel gekommen, weil Rapid gut gespielt hat. Sie haben glücklich den Ausgleich erzielt aufgrund einer Fehlentscheidung, aber im Endeffekt hat man heute gesehen, dass hier zwei Welten aufeinander getroffen sind in puncto Qualität. Man sieht halt, wenn junge Spieler von Rapid spielen, wie weit entwickelt bereits die jungen Spieler von Salzburg sind, weil sie Woche für Woche auf einem ganz anderen Niveau spielen. Das war sehr beeindruckend von den Salzburgern.“

… über die Niederlage für SK Rapid Wien und die verbleibende Saison: „Wenn du die höchste Heimniederlage in der Geschichte erleidest, ist das natürlich ein Wahnsinn. (… ) Das einzige Schöne an der Niederlage ist, dass du es am Wochenende wieder gutmachen kannst. Als Nationalteamtrainer verlierst du ein Spiel und hast zwei Monate kein Spiel und wirst wahnsinnig. So gehst du morgen zum Training, ein bisschen Regeneration, trittst die Burschen ein bisschen in den Hintern und am Wochenende muss es wieder funktionieren.“

… über das Tor von Zlatko Junuzovic: „Er hat gesagt, er hat den Ball gut getroffen. Ich möchte sehen, wie es aussieht, wenn er den Ball richtig gut trifft. Viel schönere Tore gibt es nicht. Das wird wahrscheinlich in ganz Europa gezeigt werden.“

… über die momentane Situation bei SK Rapid Wien (vor dem Spiel): „Es wird Zeit, dass bei Rapid einmal wieder über Erfolge diskutiert wird – über Meisterschaften, über Cup-Siege. Aber es wird mir bei Rapid immer zu viel über Skandale gesprochen. Es muss Regeln und Vorgaben geben, über die niemand hinausschießen kann.“

Alfred Tatar (TV Experte):
… über die Szene zum 1:1: „Die Spieler waren nur mehr im Kopf damit beschäftigt, dass die Szene zum 1:1 eine Fehlentscheidung war und die Mannschaft hat einfach den Faden verloren.“

… über die Ansprüche der Mannschaft von FC Red Bull Salzburg: „Ich denke, dass Salzburg die ganze Saison über von den eigenen Ansprüchen her immer Meister werden will. Wenn es ein Statement war, dann nur in den Verein hinein, nicht hinaus.“

… über das sexistische Transparent: „Die Sprache des Menschen ist seine gefährlichste Waffe, deswegen sollte man mit ihr auch behutsam umgehen. Man kann das Anliegen auch sachbezogen kundtun. Rapid ist eine riesige Familie in Österreich quer durch alle Gesellschaftsschichten. Ich glaube nicht, dass die große Mehrheit einverstanden ist, mit dem, was auf dem Transparent zu sehen war. Dementsprechend glaube ich nicht, dass das das Spiegelbild der Rapid-Fans ist. Es gibt eine kleine Gruppe, die etwas macht, das die große, leider schweigende Mehrheit nicht goutiert. Christoph Peschek hat davon gesprochen, dass man, was nicht strafrechtlich verboten ist, nicht einschränken sollte. Ich finde, es sollte besser eine Gebotskultur geben: ‚Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.’ Unterm Strich denke ich, dass sowohl die Fans, die das geschrieben haben, als auch der Geschäftsführer ein wenig auf dem Irrweg sind.“

Presseinfo Sky Österreich

25.06.2020


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