Der Geldtopf der Austrian Open 2020 wartet auf 71 Golfer

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Turnierdirektor im Golf, das hat etwas von Fußballschiedsrichter. Je weniger er auffällt, sprich also je unscheinbarer er seine Arbeit erledigt, desto besser stehen er und auch das von ihm dirigierte Event im Nachhinein in der Kritik. Mikael Eriksson dürfte so eine Art Super-„Referee“ sein, andernfalls hätte der coole Schwede nicht schon seit mittlerweile 31 Jahren das Amt des Tournament Directors auf der European Golf Tour inne.

Selbstredend also, dass Eriksson auch bei den beiden kommenden Turnieren in Österreich am direktiven Steuerrad sitzt. Weder die tolle Anlage des Diamond Country Clubs in Atzenbrugg, wo vom 9. bis 12. Juli die Austrian Open 2020 über die Bühne gehen, noch die Naturarena des GC Adamstal, wo eine Woche später die EURAM Bank Open bestritten werden, sind ihm fremd. Zumal Mikael Erikssons Füße wohl schon sämtliche nennenswerten Golfanlagen des Erdballs betreten haben. 10 Ryder Cups, 23 British Open, etliche US Open und Olympische Spiele sind nur ein kleiner Auszug aus der stets unaufgeregten Turnierleitungs-Statistik des Skandinaviers.

Den Beginn des zweiwöchigen österreichischen Golf-Festivals macht also Atzenbrugg. Am Mittwoch der dieser Woche schlagen 144 Spieler im Rahmen der zur European sowie zur Challenge-Tour zählenden Austrian Open 2020 ab. Am Sonntag wird der Sieger feststehen. Und dieser darf sich dann auf eine durchaus nennenswerte Auffettung seines Gehaltskontos freuen. Wie überhaupt die von Mikael Eriksson übermittelte Aufteilung des 500.000-Euro-Geldtopfs sich als äußerst attraktiv erweist.

So winken dem Sieger von Atzenbrugg im Endeffekt 85.000 Euro, während sich der Zweitplatzierte über 55.000 Euro und der Dritte über 31.500 Euro freuen dürfen. Am leichtesten tut sich der Zehntplatzierte, sich seine Gage zu merken. Immerhin gibt es dafür auch 10.000 Euro. 71 der insgesamt 144 Spieler dürfen am Atzenbrugger Geldtopf mitnaschen. Für den Letzten spuckt dieser dann noch immer 750 Euro aus.

Presseinfo Sportpressedienst Armin Holenia

08.07.2020