Erneut schwere Knieverletzung bei Swiss Ski Rennläuferin Charlotte Chable | 5 Schweizer Austragungsorten beim neuen Alpin-Weltcup-Kalender

© Sportreport

Charlotte Chable wird erneut durch eine schwere Verletzung zurückgeworfen. Die 25-jährige Waadtländerin erlitt am Dienstag bei einem Sturz im Slalom-Training in Saas-Fee einen Riss des Innenbandes sowie einen Riss des vorderen rechten Kreuzbandes. Damit fällt die C-Kader-Athletin, die auf Stufe Weltcup bislang 35 Mal am Start gestanden ist, für die komplette bevorstehende Saison aus.

Für Chable ist es bereits die dritte sehr schwere Verletzung. Im Dezember 2012 hatte sie sich gleich an beiden Knien das Kreuzband gerissen, im Januar 2017 erlitt sie ebenfalls einen Kreuzbandriss am rechten Knie.
 


 

Neuer Alpin-Weltcup-Kalender mit fünf Schweizer Austragungsorten

Aufgrund der aktuellen Situation rund um COVID-19 hat der Internationale Skiverband FIS in den vergangenen Wochen gemeinsam mit den nationalen Verbänden und den Veranstaltern intensiv an einem neuen Weltcup-Kalender in den verschiedenen Schneesportarten gearbeitet. Für den Alpin-Bereich hat die FIS nun einen Vorschlag präsentiert, bei welchem fünf Schweizer Destinationen als Ausrichter vorgesehen sind. Die Premiere des Parallel-Events in Davos findet ein Jahr später statt.

Den Auftakt der Schweizer Weltcup-Veranstaltungen 2020/21 macht wie in den vergangenen Jahren St. Moritz, heuer allerdings eine Woche früher als üblich. Am Wochenende vom 5./6. Dezember werden im Engadin zwei Super-G-Rennen ausgetragen. Obschon die Vorverschiebung um eine Woche für die Organisatoren in St. Moritz einen erheblichen Mehraufwand mit sich bringt, entsprachen die OK-Verantwortlichen sowie Swiss-Ski im Sinne eines bestmöglichen COVID-19-konformen Kalenders dem Wunsch der FIS. «St. Moritz kann als einer der wenigen Orte bereits Anfang Dezember bestmögliche Schneebedingungen vorweisen. Dank der grossen Flexibilität und dem Knowhow des lokalen Organisationskomitees konnte diese Lösung überhaupt erst realisiert werden», erklärt Diego Züger, Co-Direktor Marketing von Swiss-Ski.

Die Rückkehr von Davos in den Alpin-Weltcup erfolgt neu am 1. Januar 2022. Die für den Neujahrstag 2021 vorgesehene Premiere des Parallel-Events für beide Geschlechter im Landwassertal findet nicht statt, da der Weltcup-Tross der Frauen und Männer COVID-19-bedingt in der kommenden Saison getrennt innerhalb einer separaten «Blase» («Bubble») unterwegs sein wird. Die Reisetätigkeit der Weltcup-Teams von einem Ort zum nächsten soll möglichst stringent erfolgen, weshalb der Fokus auf Veranstaltungsorten liegt, an welchen mehrere Rennen innerhalb weniger Tage durchgeführt werden können. Da der Parallel-Event während der touristischen Hochsaison nahe des Davoser Stadtzentrums hätte stattfinden sollen, wäre es zudem organisatorisch sehr schwierig gewesen, das Wettkampf-Areal gemäss den COVID-19 Vorgaben zu isolieren und die Zuschauerströme gemäss den COVID-19-Vorgaben entsprechend zu lenken.

Ein zusätzliches Rennen findet derweil in Adelboden statt. Das traditionelle Programm am Chuenisbärgli mit einem Riesenslalom am Samstag und einem Slalom tags darauf wird durch einen weiteren Riesenslalom am Freitag, 8. Januar, ergänzt. Dank der Austragung dieses zusätzlichen Rennens in Adelboden kann dazu beigetragen werden, dass letztlich eine genügend grosse Anzahl Riesenslaloms im Weltcup-Kalender figuriert.

Definitiver Kalender Anfang Oktober
In Wengen wird in der darauffolgenden Woche am Freitag eine Sprint-Abfahrt ausgetragen, am Samstag findet die traditionelle Lauberhorn-Abfahrt statt. Dank geschickter organisatorischer Planung seitens der Wengener Weltcupveranstalter konnte der Slalom vom Sonntag im Programm der 91. Lauberhornrennen (15. bis 17. Januar 2021) behalten werden. Angedacht ist, dass die Slalom-Athleten hierfür unter der Woche in ihrer «Bubble» in Adelboden trainieren und auf das Rennen hin in Grindelwald und Interlaken untergebracht werden – separiert von den Speed-Teams.

In Crans-Montana fahren die Frauen am 23. und 24. Januar 2021 anlässlich von zwei Abfahrten um Weltcup-Punkte. Das Weltcup-Finale in Lenzerheide findet wie vorgesehen vom 17. bis 21. März 2021 statt, wie die FIS bestätigte. Überdies ist Swiss-Ski immer bereit, zusammen mit seinen Veranstaltern die Möglichkeit kurzfristiger Rennübernahmen zu prüfen. Der neue Weltcup-Kalender der Alpinen wird Anfang Oktober vom FIS-Council final verabschiedet.

«Die aktuelle Situation erfordert nicht nur von den Veranstaltern ein hohes Mass an Flexibilität und Zusatzefforts, sondern auch von unseren Sponsoren und TV-Partnern. Hierfür möchten wir uns herzlich bei diesen bedanken», so Diego Züger.

Bernhard Aregger, CEO von Swiss-Ski, ergänzt: «Über alle Sportarten hinweg sind wir mit den Schweizer Weltcup-Veranstaltern in sehr engem Austausch. Aufgrund der vielfältigen Herausforderungen bedingt durch COVID-19 sind wir noch näher zusammengerückt. Für die sehr konstruktiven Diskussionen und Lösungen gebührt den Veranstaltern grosser Dank. Wir sind überzeugt, dass die Athletinnen und Athleten sowie die Schweizer Schneesport-Fans trotz ungewöhnlicher Umstände in den Genuss von hochkarätigen Weltcup-Events hierzulande kommen werden.»

Gemeinsame Finalisierung der Schutzkonzepte
Nach derzeitigem Stand geht Swiss-Ski davon aus, dass die Schweizer Weltcup-Veranstaltungen in den anderen Schneesportarten – abgesehen von den jeweiligen Corona-Restriktionen – wie geplant durchgeführt werden können. Swiss-Ski wird nun in engem Austausch mit allen Schweizer Weltcup-Veranstaltern, der FIS sowie mit den nationalen und kantonalen Behörden die COVID-19-Schutzkonzepte final ausarbeiten. Oberste Priorität hat dabei die Gesundheit der Athletinnen und Athleten, der Staff-Mitglieder sowie der Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort. Die Frage, ob und in welcher Anzahl Zuschauer zu den jeweiligen Weltcup-Events in der Schweiz zugelassen werden, sowie die damit verbundenen Folgen in Bezug auf die Finanzierung, werden in den kommenden Wochen geklärt und kommuniziert.
 


 

400 statt 600 Jugendliche können 2021 das JUSKILA erleben

Das Wichtigste vorweg: Das JUSKILA – grösstes J+S Schneesportlager der Schweiz – kann unter den aktuellen Vorgaben betreffend COVID-19 vom 2.-8. Januar 2021 an der Lenk im Simmental stattfinden. Als einschneidendste Massnahme wurde die Anzahl der Teilnehmenden von 600 auf neu 400 Jugendliche reduziert.

Als Flaggschiff aller Schneesportlager des Landes möchte das JUSKILA nichts unterlassen, um einen sicheren Lagerbetrieb zu gewährleisten. Das JUSKILA-Projektteam hat sich entsprechend intensiv mit den Vorgaben des BAG betreffend COVID-19 auseinandergesetzt und Gespräche mit Fachexperten des BAG sowie mit allen Partnern, wie Lagerarzt, Bergbahnen, Gastronomie oder Unterkünfte, geführt.

Alle Abklärungen und Beratungen haben gezeigt, dass bei gleichbleibender Corona-Situation eine Durchführung des JUSKILA unter bestimmten Justierungen des Lager-Konzeptes möglich ist.

80. JUSKILA mit 400 statt 600 Jugendliche
Die wesentlichste Massnahme ist die Reduktion der Anzahl Teilnehmenden: statt wie üblich 600 Jugendliche reisen am 2. Januar 2021 nur deren 400 an die Lenk. «Das hat es noch gar nie gegeben, seit 1967 waren es immer 600 Jugendliche», weiss Lagerleiter Gary Furrer. «Zuletzt musste im Jahr 1957 das Lager abgesagt werden. Damals wurde die Unterkunft an der Lenk den ungarischen Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.»

Anstelle von 150 betreuen 120 freiwillige Leiterinnen und Leiter die 400 Jugendliche. Dank diesen Anpassungen kann die Zuteilung der Unterkünfte unter Einhaltung der Abstandsregeln gewährleistet werden. Weiter werden die Jugendlichen im gesamten Lagerbetrieb (Schneesport, Verpflegung, Unterkunft, Rahmenprogramm) in sechs beständige Gruppen eingeteilt.

Schutzkonzepte und Massnahmenpläne
Das Projektteam arbeitet derzeit das detaillierte Schutzkonzept sowie entsprechende Massnahmenpläne aus. «Wir setzen alles daran, die Sicherheit aller Jugendlichen und Helferinnen und Helfer zu gewährleisten», versichert Furrer.

juskila.ch

Presseinfo Swiss Ski

16.09.2020