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Am Mittwoch stand in der Nations League das Duell Rumänien vs. Österreich auf dem Programm. Die ÖFB-Auswahl setzte sich in einem Kampf- und K(r)ampfspiel am Ende verdient mit 0:1 (0:0) durch. Als Lobesblatt wird dieses Spiel definitiv nicht in die Geschichte des Fußball-Verbands eingehen.

Das Spiel begann wie allgemein im Vorfeld erwartet. Österreich übernahm optisch das Kommando, während die Gastgeber defensiv sehr kompakt standen und auf Fehler des Gegners warteten. Im Bereich „offensive Möglichkeiten“ neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Die einzigen Torabschlüsse fielen dann gleich in die Rubrik „sehr erwähnenswert“ und wurden durch Schlager (13.) bzw. Marin (8.) abgegeben. Zwingende Aktionen waren allerdings auf beiden Seiten Mangelware. Dementsprechend litt auch der Unterhaltungswert des Spiels. In der 21. Minute hätte es beinahe den „großen Knaller“ gegeben. Österreich spielte einmal über die Seite mit Zug und Dynamik. Lainer setzte sich rechts durch. Seine Hereingabe zur Mitte setzte Gregoritsch an die Unterkante der Latte. Von dort prallte der Ball knapp vor der Torlinie und wieder zurück ins Spielfeld. In dieser Szene hatte Rumänien definitiv eines: Großes Glück! Knapp vor der Pause hatte Rumänien erneut eine gehörige Portion! Nach einer rustikalen Attacke an Hinteregger sah Deac „nur“ die gelbe Karte. Der polnische Schiedsrichter hätte in dieser Szene einen „andersfarbigen Karton“ zücken müssen (35.). Stellvertretend für die Qualität der Angriffe stand ein Versuch von Bancu in der 40. Minute. Der Außenverteidiger vergab eine Schusschance in ausgezeichneter Möglichkeit und leichtfertig und setzte den Ball gleich mehrere Meter deutlichst am Tor vorbei! Pausenstand daher torlos 0:0!

Nach der Pause wurde das Spiel deutlich gefälliger. Das erste Ausrufezeichen setzte Baumgartlinger mit einem Schuss nach etwas mehr als 30 Sekunden. Keine 120 Sekunden später jubelte Rumänien über das vermeintliche 1:0. Torschütze Alibec war nach Meinung des Schiedsrichter-Assistenten in Abseitsposition. Eine sehr knappe Entscheidung! Praktisch im Gegenzug kann Lainer auf der rechten Seite den Ball unbedrängt zur Mitte flanken und findet dabei Baumgartner. Sein Schuss ging nur um wenige Zentimeter am Tor der Gastgeber vorbei. Danach war wieder Kampf und K(r)ampf und der alles andere als souverän agierende Schiedsrichter aus Polen auf der Tagesordnung. Es dauerte bis zur 63. Minute ehe Schlager einen Kopfball knapp neben das Tor setzte. 120 Sekunden hätte Baumgartner, nach herrlicher Lainer-Vorarbeit, für das 0:1 sorgen können. Sein Schuss fiel allerdings zu zentral aus und so konnte sich Torhüter Tătăruşanu auszeichnen. In der 75. Minute gab es dann den nächsten Höhepunkt im Spiel! Eine Kombination über Alaba über Baumgartner landet bei Schöpf. Der Schalke-Legionär zieht überlegt ab und trifft zum 0:1-Führungstreffer. Wer sich nun in der Schlussphase einen Sturmlauf der biederen Gastgeber erwartete, wurde bieder enttäuscht. Österreich hatte mit Rumänien überhaupt keine Probleme. Die ÖFB-Auswahl brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Endstand in Ploiesti somit 0:1.

Österreich feiert am Ende einen verdienten, aber in Wahrheit glanzlosen 0:1-Auswärtssieg in Rumänien. Im dritten Oktober-Länderspiel konnte die ÖFB-Auswahl den dritten glanzlosen Arbeitssieg einfahren. Mal wieder hatte man den Eindruck, dass die Mannschaft von Teamchef Foda „mehr könnte“, aber es nicht konnte und vermutlich auch nicht musste.

Rumänien vs. Österreich 0:1 (0:0)
Stadionul Ilie Oană/Ploiesti, SR Stefanski (POL)

Tor: Schöpf (75.)

Rumänien: Tătăruşanu – Bălașa, Burcă, Toşca, Bancu – Maxim (62./Cicâldău) =, Marin, Stanciu (83./Iancu) – Deac (83./Puşcaş), Alibec (62./Keșerü), Mitriță (76./Hagi)
Österreich: Pervan – Lainer, Dragović, Hinteregger (53./Posch), Alaba – Ilsanker, Baumgartlinger (76./Grillitsch) – Schöpf (76./Ranftl), X. Schlager, Baumgartner – Gregoritsch (90./Kalajdzic)

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14.10.2020