Markus Suttner, #faklive

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In etwas mehr als einer Woche wird Markus Suttner die Austria beim Bundesliga-Restart gegen Ried aufgrund der Sperre von Alex Grünwald als Kapitän aufs Feld führen. Kurze Vorbereitungen kennt er aus Deutschland, schwierige Situationen sowieso. Den 33-jährigen Routinier stimmt nicht zuletzt die ehrliche Art von Peter Stöger positiv, dass Austria Wien noch die Meistergruppe erreichen kann.

Zweieinhalb Wochen Winter-Vorbereitung bis zum ersten Meisterschaftsspiel, für viele Spieler Neuland, in Deutschland gängige Praxis. Markus Suttner weiß, worauf es da ankommt: „Da ist es umso wichtiger, dass jeder Spieler in den zwei Wochen Urlaub seine Hausaufgaben gemacht hat. Während so einer kurzen Vorbereitung ist es noch essenzieller als sonst, hochprofessionell zu leben, speziell in puncto Ernährung und Schlaf.“

Ausgeschlafen wollen sich die Veilchen von Beginn weg präsentieren, um den Rückstand auf die Top sechs noch wettzumachen. In den ersten acht Tagen gibt es gegen Ried (23.1.), Admira (26.1.) und WSG Tirol (31.1.) gleich neun Punkte zu vergeben. „Mein Selbstverständnis ist schon, dass wir diese drei Spiele gewinnen können. Die nötige Qualität haben wir in der Mannschaft – wir müssen sie aber endlich auf den Platz bringen“, betont Markus Suttner.

Der letzte Bundesliga-Sieg ist schon lange her, Anfang Oktober gewann die Austria 2:0 in Tirol. Da war die violette Welt mit sieben Punkten aus den ersten vier Runden noch in Ordnung: „Fußball ist ein Ergebnissport. Es ist schön, wenn du in Phasen des Spiels etwas umsetzt, das du dir vorgenommen hast. Entscheidend ist aber, über 90 Minuten fokussiert zu bleiben und nicht irgendwann zurückzufallen – das ist uns in vielen Spielen passiert“, schildert der 20-fache Teamspieler.

„Wir müssen uns zutrauen, Fußball zu spielen“
Durch harte Arbeit & Teamwork wollen die Veilchen in die Erfolgsspur zurückfinden und wieder attraktiveren Fußball zeigen: „Ich finde, wir müssen wieder diesen Gedanken verinnerlichen: Wir gehen in dieses Spiel, um es zu gewinnen – und wir müssen uns zutrauen, Fußball zu spielen. Zuerst geht es aber ums Hackeln, ums Arbeiten. Jeder für jeden. Dann kann es wieder in eine positive Richtung gehen“, erklärt der 33-Jährige.

Am Weg dorthin gibt es von Seiten des Trainerteams ehrliche Kritik, die Markus Suttner sehr schätzt: „Der Erfahrungsschatz von Peter Stöger ist sehr groß – er hat ja auch in Deutschland von Europacup bis Abstiegskampf alles miterlebt. Im persönlichen Umgang hat er sich aber im Vergleich zu früher nicht verändert: Er redet mit jedem Spieler. Er kritisiert jeden und ist immer noch sehr realistisch in seiner Ansicht der Dinge. Das macht es für mich persönlich sehr angenehm, mit ihm zu arbeiten.“

13.01.2021