Rekordmeister Hypo Niederösterreich feierte im einzigen WHA-Samstagsspiel einen 33:14 (18:10)-Kantersieg über SSV Dornbirn Schoren.
Die Südstädterinnen hatten aufgrund von Corona-Fällen und Quarantäne ihr letztes Meisterschaftsspiel vor genau einem Monat bestritten. Hypo NÖ führt die Tabelle – zumindest bis Sonntag – drei Punkte vor WAT Atzgersdorf an. Die Wienerinnen empfangen im Nachtragsspiel der fünften Runde SC witasek Ferlach/Feldkirchen.
Das Team von Headcoach Ferenc Kovacs geriet gegen Dornbirn nach 35 Sekunden das einzige Mal in Rückstand. Die ersten zwölf Minuten konnten die Gäste noch mithalten (6:7), doch dann setzte sich Hypo NÖ kontinuierlich ab. Nach Seitenwechsel legte der haushohe Favorit gegen den Vorletzten einen 9:0-Lauf zum 27:10 hin (46. Minute). In Halbzeit zwei trafen die Vorarlbergerinnen nur noch viermal.
Gleich 13 Spielerinnen netzten für den Tabellenführer ein – Johanna Schindler und Sabrina Hödl mit je fünf Toren am häufigsten. Auf der Gegenseite konnten Julia Marksteiner und Madlen Todorova je viermal die Hypo NÖ-Torfrauen überwinden.
„Man hat schon gemerkt, dass Dynamik und Schnelligkeit nach dieser langen Pause gefehlt haben, auch die Sicherheit war zu Beginn natürlich nicht so vorhanden. Vom Kampfgeist und Willen her hat es aber absolut gepasst, nach der Pause auch die Deckung wieder gut funktioniert. Wir haben einige Spiele aufzuholen, auf uns wartet ein intensives Restprogramm“, berichtete Kovacs.
Während der Rekordmeister auf dem besten Weg ist, den Grunddurchgang für sich zu entscheiden, können die Dornbirnerinnen theoretisch noch absteigen. Dazu müssten sie allerdings in der letzten Runde gegen SC witasek Ferlach/Feldkirchen verlieren und Schlusslicht Perchtoldsdorf Devils gegen Hypo NÖ gewinnen.
Nach diesem Wochenende sind im Grunddurchgang noch acht Spiele angesetzt, 50 Prozent davon gehen mit Hypo NÖ-Beteiligung in Szene. Neben der Kovacs-Sieben sind auch Atzgersdorf, UHC Müllner Bau Stockerau und BT Füchse Powersports bereits fürs Halbfinale qualifiziert. Der Grunddurchgang endet am 15. Mai.
WHA-Grunddurchgang
24.04.: Hypo Niederösterreich vs. SSV Dornbirn Schoren 33:14 (18:10)
25.04., 16:00: WAT Atzgersdorf vs. SC witasek Ferlach/Feldkirchen
Restprogramm
27.04., 20:00: UHC Müllner Bau Stockerau vs. Hypo Niederösterreich
01.05., 19:00: Perchtoldsdorf Devils vs. Hypo Niederösterreich
01.05., 19:00: UHC Müllner Bau Stockerau vs. UHC Eggenburg
01.05., 19:00: BT Füchse Powersports vs. MGA Fivers
01.05., 19:00: SSV Dornbirn Schoren vs. SC witasek Ferlach/Feldkirchen
01.05., 19:00: ROOMZ HOTELS ZV Handball Wr. Neustadt vs. WAT Atzgersdorf
12.05., 20:00: Hypo Niederösterreich vs. WAT Atzgersdorf
15.05., 14:00: SC witasek Ferlach/Feldkirchen vs. Hypo Niederösterreich
Teamtorhüter Bauer steht mit AEK Athen im EHF European Cup-Finale
ÖHB-Teamtorhüter Thomas Bauer steht mit AEK Athen im EHF European Cup-Finale. Der griechische Meister hatte vor einer Woche das Heimspiel gegen RK Gorenje Velenje 31:29 (16:14) gewonnen und fixierte dank eines 31:31 (13:19) Samstag-Nachmittag in Slowenien den Aufstieg. Dabei lief es auswärts lange so gar nicht nach Wunsch. Es brauchte ein sensationelles Comeback von Bauer und Co. in der Schlussviertelstunde, um den Traum vom Finaleinzug doch noch zu realisieren.
Die Gastgeber setzten sich früh deutlich ab, führten in der 21. Minute erstmals mit acht Toren (15:7). Diesen Vorsprung konnten Velenje auch lange konstant halten. So stand es nach 46 Minuten 27:20 für die Slowenen. Doch mit sechs Toren in Folge brachten sich die Gäste zurück ins Spiel, glichen wenig später aus und gingen in der 59. Minute sogar erstmals in Führung (30:29). Damit war die Entscheidung zu Gunsten von Athen gefallen. Bauer hielt 20 Prozent der Würfe auf sein Tor (6 Paraden) und hatte somit wesentlichen Anteil am Finaleinzug.
Im Duell um den Titel trifft AEK auf Ystads IF. Die Schweden konnten sich gegen Sabbianco Anorthosis Famagusta aus Zypern mit einem Gesamtscore von 50:48 durchsetzen. Das erste Finale steigt am 15. Mai, das Retourmatch eine Woche später!
Presseinfo ÖHB/Handball Austria/WHA
24.04.2021