Red Bull Salzburg, LASk, #ASKRBS

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In der 31. Runde der Tipico Bundesliga stand am Sonntag das Duell LASK vs. Red Bull Salzburg auf dem Programm. Der Double-Gewinner hatte am Ende einfaches Spiel und feierte einen deutlichen, weitgehend ungefährlichen, 2:5 (1:3)-Auswärtssieg.

Das Spiel begann, trotz einer 6er-Rotation der Gäste, wie erwartet äußerst intensiv geführt. Filipovic bzw. Kristensen hätten bereits nach wenigen Minuten die Gelbe Karte sehen können wohl eher müssen. In den ersten zehn Minuten stand Gäste-Torhüter Mantl bei seinem Bundesliga-Debüt im Mittelpunkt des Interesses. In der sechsten Minute rettete er gegen Balic mit einem Pressball. Der LASK Spieler war zuletzt am Ball und hatte Pech, dass der Ball das Tor der Bullen knapp verfehlte. Vier Minuten später unterlief dem Deutschen ein katastrophaler Abspielfehler. Seiwald klärte die Situationen mit mehreren Körperteilen, allerdings völlig fair und in Wahrheit mustergültig. Auf der Gegenseite wurde Red Bull Salzburg zum ersten Mal in der elften Minute vor dem Tor der Gastgeber vorstellig. Ein Fersenversuch von Daka war schön anzusehen, aber nur „bedingt Torgefährlich“. Es folgten 128 völlig verrückte Sekunden, die drei Tore bringen sollten. Zunächst ging der LASK in Führung. Nach einem Steilpass von Balic auf Eggestein kommt die Werder-Leihgabe aus spitzem Winkel zum Abschluss. An seinem Schuss ist Gäste-Goalie Mantl mit dem Bein dran, entscheidend abfälschen konnte der Schlussmann den Ball nicht. Der Treffer zum 1:0 in der 19. Minute war definitiv nicht unter die Rubrik „unhaltbar“ einzuordnen. Die Antwort der Gäste kam praktisch postwendend. Ramalho eroberte den Ball und befördert die Kugel zu Daka. In der Folge kann die LASK-Verteidigung klären. Ranftl ballert Daka an und so landet die Kugel bei Mwepu der den Ball im leeren Tor versenkt (20.). Wieder eine Minute schickt Adeyemi Okafor mit etwas Ballglück auf die Reise. Der Abschluss war für den Gäste-Offensivspieler eine Formalität. In der Folge hätte Daka für die frühe Vorentscheidung sorgen können. Das Bein von LASK-Goalie Schlager hatte „andere Pläne“ (37.). Fünf Minuten später hatte Mantl den nächsten „Wackler“. Ranftl war nach einer Flanke von Michorl zuerst am Ball. Der Abpraller wurde geblockt. Knapp vor der Pause machten die „Bullen“ den Deckel drauf. Seiwald steckte den Ball für Daka durch. Der nimmt den Ball bilderbuchmäßig an und mit und sorgt mit seinem 27. Saisontor für den 1:3-Pausenstand. Dieser hätte sogar noch deutlicher ausfallen können. Ein Freistoß von Ramalho in der Nachspielzeit ging nur knapp m Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel äußerst effektiv geführt. Es fehlte allerdings die letzte Genauigkeit in der Vorwärtsbewegung. Abschlüsse von Daka (49.), Eggestein (51.) und Trainer (66.) waren zwar erwähnenswert, aber in Wahrheit nur „überschaubar torgefährlich“. Auf der Gegenseite spielte Daka einen Konterangriff fiel zu oberflächlich aus (50.). In der 67. Minute legten die Gäste einen Gang zu und erzielten den vierten Treffer. Nach einem herrlichen Pass von Ramalho quer über das praktisch gesamte Spielfeld verteidigt Andrade zu zögerlich gegen Adeyemi. Der nützt die Möglichkeit eiskalt zum 1:4. 180 Sekunden gab es Elfmeter für die Gastgeber. Kristensen stellt seinen Körper energisch gegen Reiter und trifft ihm mit der Hand im Gesicht. Mit etwas Verzögerung zeigte Schiedsrichter Lechner auf den Elfmeterpunkt. Eggestein trat an und scheiterte an Salzburg-Torhüter Mantl der den Ball an die Stange abwehrte. Weitere 120 Sekunden später gab es die endgültige Entscheidung. Teamspieler Trauner unterlief ein kapitaler Fehlerpass zu Daka. Der legte uneigennützig quer zu Adeyemi der zum 1:5 einnetzte. Das turbulente Spiel in der Raiffeisen Arena war noch lange nicht vorbei. In der 74. Minute sah der Salzburger Bernede die Gelb-Rote Karte als er nach einem Freistoß den Ball blockierte. In Unterzahl hätte Daka (82.) und der eingewechselte Ulmer (92.) sogar noch den sechsten Treffer für die Gäste erzielen können. Taten sie aber nicht. Für den letzten Treffer des Spiels sollten die Gastgeber verantwortlich zeichnen. Nach einer Flanke von Goiginger traf der eingewechselte Reiter zum 2:5-Endstand (84.).

Der Auswärtssieg der Gäste ging auch in dieser Höhe am Ende völlig in Ordnung. Die „durchgewechselte“ Mannschaft der Bullen war spielbestimmende, zielstrebigere Mannschaft. Auf der Gegenseite muss sich der LASK den durchaus berechtigten Vorwurf gefallen lassen, dass man durchaus „sehr luftig“ verteidigte und dem Double-Gewinner extrem viele Räume gab.

LASK vs. Red Bull Salzburg 2:5 (1:3)
Raiffeisen-Arena/Pasching, ohne Zuschauer (Coronavirus-Pandemie), SR Lechner

Tore: Eggestein (19.), Reiter (84.) bzw. Mwepu (20.), Okafor (21.), Daka (44.), Adeyemi (67., 72.)

Anm.: Eggestein scheitert mit Elfmeter an RBS-Goalie Mantl (70.)

Gelb-Rote Karte: Bernede (74./Red Bull Salzburg)

LASK: Schlager – Filipovic, Trauner, Andrade – Ranftl, Holland (60./Grgic), Michorl (76./Madsen), Renner (68./Potzmann) – Goiginger, Eggestein (78./Griger), Balic (68./Reiter)
Red Bull Salzburg: Mantl – Kristensen (77./Farkas), Solet, Ramalho, Bernardo – Bernede, Seiwald – Mwepu, Okafor (77./Junuzovic) – Daka (85./Berisha), Adeyemi (85./Ulmer)

16.05.2021