Lockout aufgehoben – NFL-Arbeitskampf aber nicht gelöst!

NFL Boss Roger Goodell

Früher als erwartet kommt erstmals Bewegung in den Arbeitskampf in der National Football League (NFL). Die Fans weltweit danken jedoch nicht den Teambesitzern oder den Spielern sondern einer Richterin.

Einstweilige Verfügung erlassen
Seit dem 11. März haben die Teambesitzer die Spieler ausgesperrt (Anm.: Lockout). Zehn Spieler (darunter die Superstars Drew Brees und Tom Brady) hatten dagegen eine Klage eingereicht. Richterin Susan Nelson gab einer einstweiligen Verfügung der Spieler nun Recht. Die Juristin fordert die Teambesitzer auf die Aussperrung der Profis zu beenden. In der Urteilsbegründung stellte Nelson fest, dass die gegenwärtige Aussperrung die Karrieren der Profis zerstören würde. Die Teambesitzer legten umgehend Einspruch gegen das Urteil ein.

Wie verteilen wir neun Milliarden Dollar?
Hauptstreitthema im Arbeitskampf ist weiterhin die Geldfrage. Es gilt die Gesamteinnahmen von neun Milliarden Dollar aufzuteilen. Bisher gingen eine Milliarde Dollar direkt an die Teambesitzer. Von den restlichen acht Milliarden gehen 59,6 Prozent (4,8 Milliarden Dollar) an die Spieler.

Aufgrund der Weltwirtschaftskrise und Investitionen in neue, teure Stadien fordern die Besitzer zukünftig zwei Milliarden Dollar. Danach soll der Restbetrag prozentual aufgeteilt werden.

In den letzten Gesprächen sollen sich die Verhandlungspartner angenähert haben. In vielen Punkten soll bereits grundsätzlich eine Einigung bestehen. In finanziellen Fragen trennt die Parteien noch der Betrag von etwa 150 Millionen Dollar pro Saison.

Thomas Muck

26.04.2011