Wett-Insider: Manchmal kamen Strohmänner

Symbolfoto

Nach Unregelmäßigkeiten rund um zwei Fußballspiele ist die Branche in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Sportreport unterhielt sich mit einem Insider.

Unser Gesprächspartner will nicht beim Namen gennant werden. Ein Indiz dafür, dass die Unruhe in der Branche groß ist. Der ehemalige Filialleiter eines Wettanbieters beantwortet unsere Fragen anonym.

Die Einsätze auf die Begegnung zwischen Wiener Neustadt und Sturm Graz – sportreport berichtete als erstes Medium in Österreich – seien höher gewesen als normal – das sei allerdings noch kein Hinweis darauf, dass die Zocker mehr gewusst hätten als sonst. Wettmanipulationen im großen Stil gebe es in Österreich nicht, meint der Insider aus Wien. Dafür sei der Markt zu klein.

„Natürlich erlebt man einiges. Bei uns neben haben neben Normalbürgern auch Prominente ihre Sportwetten platziert. In einigen Fällen lag der Verdacht durchaus nahe, dass es Kunden gab, die ihre Wette durch andere Personen platzieren haben lassen. Sie wollten damit nicht in Verbindung gebracht werden“, erinnert sich der ehemalige Filialleiter im Gespräch mit Sportreport.

Doch sollten wegen zweier Verdachtsfälle Sportwetten nicht generell in ein dubioses Licht gerückt werden. Erstens seien Wetten in der Gesellschaft akzeptiert und mittlerweile weit verbreitet, und zweitens: „Der Sportwettbereich in Österreich ist ein äußerst seriöser Wirtschaftszweig. Die Unternehmen bezahlen ja auch ihre Steuern und Abgaben“, so der Insider.

24.05.2011