Kurioses Tor bringt Canucks ins Stanley-Cup-Finale

Daniel Sedin (Vancouver Canucks)

Dramatik pur in Vancouver: Erst in der zweiten Overtime gelang den Canucks das entscheidende 3:2 gegen die San Jose Sharks und damit der Aufstieg ins Stanley-Cup-Finale. Der Siegtreffer war das wahrscheinlich kurioseste Tor in der NHL-Geschichte.

Vor mehr als 18.000 Zuschauern in der Rogers Arena von Vancouver schien für die Canucks alles nach Plan zu laufen. Alexandre Burrows brachte die Kanadier im ersten Drittel mit 1:0 in Führung. Doch den San Jose Sharks gelang im zweiten Abschnitt durch Patrick Marleau der Ausgleich.

Mit einem Blitztor nach nur 24 Sekunden im letzten Drittel schoss Devin Setoguchi die Sharks in Front. Die Gäste hielten den Vorsprung. 90 Sekunden vor der Schlusssirene nahmen die Canucks ihren Goalie Roberto Luongo vom Eis und versuchten mit sechs Mann den Ausgleich zu erzwingen. Nur 13 Sekunden vor dem Ende versenkte Ryan Kessler den Puck im Sharks-Tor – 2:2-Ausgleich, die Rogers-Arena stand Kopf.

In der Verlängerung hielt Canucks-Goalie Luongo 20 Schüsse der stark spielenden Sharks – und plötzlich stand Vancouver im Finale! Es war das wahrscheinlich kurioseste Tor in der NHL-Geschichte: Alex Edler wollte den Puck über die Bande hinter das Sharks-Tor befördern, doch von einer Strebe prallte die Scheibe genau vor den Schläger von Kevin Bieksa. Während Spieler, Zuschauer und Kameraleute den Puck irgendwo hinter dem Tor vermuteten, hielt Bieksa aus großer Distanz drauf und bezwang den völlig überraschten Sharks-Goalie Antti Niemi.

Mit dem 3:2-Sieg stellten die Canucks in der Best-of-Seven-Serie auf 4:1 und stehen nach 17 Jahren wieder im Finale um den Stanley Cup.

Video: Der Siegtreffer von Kevin Bieksa

25.05.2011