Chris Calaycay: Wien ist meine Heimat!

Leser fragen – Vikings Headcoach Chris Calaycay antwortet. Im Gespräch mit Thomas Muck spricht der Amerikaner über den bisherigen Saisonverlauf, seinen Trainerberuf und sein Verhältnis zu seiner ‚neuen Heimatstadt’ Wien.
Sportreport: Coach, unsere Leser haben Fragen an dich geschickt. Ist es für dich ein besonderes Interview, wenn Leser oder Fans die Fragen an dich richten?
Chris Calaycay: Zuerst möchte ich sagen, dass es mir solche Aktionen natürlich Spaß machen. Im Grunde ist es aber ein ’normales Interview’.
Sportreport: Wie zufrieden bist du bisher mit der Saison 2011?
Chris Calaycay: (antwortet sehr bestimmt) Sehr! Das Spiel gegen die Graz Giants war unser Tiefpunkt. In dieser Partie haben wir gedacht, dass wir eine gute Taktik gehabt hätten. Aber dem war nicht so! Bislang haben wir nur eine Niederlage eingesteckt. Dazu kommt der Gewinn der ‚Blue River Bowl‘. Wir haben in der Woche vor dem Spiel gesagt, dass es nur ein ‚ganz normales Football Spiel‘ wäre. Aber es ist ein Spiel gegen den Lokalrivalen. Für uns war es aber wichtiger, dass wir das Heimrecht im Semifinale haben. Ein weiteres Spiel auf der Hohen Warte war unser erstes Minimalziel. Das haben wir jetzt erreicht.
Sportreport: Wir haben von der Blue River Bowl live berichtet. Ein Leser hat uns zum Spiel eine Mail geschickt wonach er glaube, dass die Offensive Line der Drachen mit den schnellen Vikings Linebacker überfordert gewesen wäre. Ein Eindruck täuschte? Wie denkst du darüber?
Chris Calaycay: Im Gameplan haben wir gedacht, dass wir in der Defensive Line und auf der Linebacker-Position Vorteile besitzen werden. Thomas Haider ist ein sehr guter Football-Spieler und ein toller Mensch. Ich kenne ihn vom Nationalteam und schätze ihn sehr. Aber er hat heuer im Laufe der Saison sehr viele Hits und Sacks einstecken müssen. Unser Ziel war, ihn unter Druck zu setzen. Mal mit drei, mal mit vier – aber nie mit mehr als fünf Spielern. Der Druck war da – wir hatten viele Sacks. Es war ein langer Tag für Thomas.
Sportreport: Tony Hunt war in den Fragen ein großes Thema. Bei den Vikings erhält er fast ausschließlich Läufe durch die Mitte. Auf Youtube-Videos sieht man ihn auch über die Seite laufen. Die Leser fragten daher, ob er nicht mehr die Geschwindigkeit hätte über die Seite zu laufen.
Chris Calaycay: Ein sehr gute Frage – aber die Antwort ist einfach. Tony hat bei Penn State ein völlig anderes System gespielt. Das war eine Power-Offense, aber ein anderes System. Die Vikings spielen aus einer Spread-Offense. Wir spielen sehr viel aus der ‚Shotgun’-Formation. Um Tony Läufe über zu die Seite zu geben müssten wir mehr mit Option-Spielzügen agieren. Quarterback Chris Gross ist in diesem Bereich aber nicht so stark. Daher ist es schwierig, solche Spielzüge erfolgreich zu spielen. Das war aber erst der erste Grund. Der andere ist simpel: Tony ist unser Finisher! Er ist für die so genannten harten Yards verantwortlich. Etwa, wenn es darum geht, mit Läufen die Spielzeit zu kontrollieren.
Sportreport: Lass uns über die Quarterback-Situation sprechen. Christoph Gross hat sich im Spiel gegen die Dragons am linken Knöchel verletzt. Wie sieht seine Verletzung aus? Wie lange fällt er aus?
Chris Calaycay: Ich glaube er kann im nächsten Spiel gegen die Raiders wohl spielen. Mal sehen wie sich die Verletzung entwickelt. Christoph hat sich die Bänder überdehnt. Er hätte die zweite Halbzeit spielen können. Aber wir haben zur Pause schon klar geführt. Daher war sein Einsatz nicht nötig. Es war am Ende auch gut für Chauncey Calhoun und Stefan Holzinger, einige Spielzüge zu erhalten. Man muss einen Plan haben, wenn etwas passiert. Wenn etwas mit Chris passiert, sind die beiden unser Ausweich-Szenario.
Sportreport: Der Angriff konnte heuer nicht immer überzeugen. Für manche Leser ist die Leistung sehr schwankend. Wie würdest du die Leistung einschätzen?
Chris Calaycay: Ich bin sehr zufrieden mit der Performance der Spieler und mit Jordan Neuman. Man muss eines bedenken: Chris Gross ist Anfang 20. Er hat den ganzen Druck der kompletten Vikings-Organisation auf seinen Schultern. Er ist noch sehr jung und dann gibt es natürlich Schwankungen in der Leistung. Aber er ist konstanter und besser geworden und steigert sich von Spiel zu Spiel. Die Quarterback-Position lebt von der Erfahrung auf dem Spielfeld. Chris spielt diese Position erst seit fünf Jahren – das darf man nicht vergessen. Der Angriff generell wird von Spiel zu Spiel besser und konstanter. Man darf nicht unterschätzen, dass unsere Gegner wissen, wie man gut und effektiv in der Verteidigung spielt. Beispiel sind die Calanda Broncos. Sie haben elf Spieler, die bezahlt werden als Starter. Das sind sehr starke Spieler. Natürlich ist es dann schwieriger, im Angriff die Glanzlichter zu setzen. Aber es ist nicht nur ein Chris Gross. Ein Laurinho Walch wird immer stärker. Einen 60-Yards-Touchdown erzielt man nicht so einfach!
Sportreport: In den letzten Jahren war Chris Gross als ‚der österreichische Quarterback’ medial besonders im Rampenlicht. Hat man durch die Verpflichtung von Tony Hunt den Chris aus dem öffentlichen Fokus herausnehmen wollen?
Chris Calaycay: (antwortet bestimmt) Nein, nein! Das so zu sehen ist falsch! Jedes Team hat zwei US-Imports. Die Dragons haben sich für zwei Receiver entschieden. Das ist sehr schwer zu verteidigen. Fullerton und Russel ist phantastische Football-Spieler. Unser Zugang zu diesem Thema war anders. Wir wollten einen Receiver und einen Runningback. Wobei wir heuer nicht unbedingt vom Glück verfolgt waren. Denn Chauncey (Calhoun) hat wegen einer Knieverletzung den halben Grunddurchgang gefehlt.
Sportreport: Heuer haben die Dragons mit Thomas Haider ebenfalls einen Nationalspieler auf der Spielmacher-Position. Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden?
Chris Calaycay: Wie schon erwähnt ist die Erfahrung auf der Quarterback-Position mitentscheidend. Chris hat einfach mehr davon. Für Thomas ist das seine erste Saison als Quarterback in der AFL. Daher wäre es unfair, die beiden direkt zu vergleichen.
Sportreport: Du bist Headcoach und Defensive Coordinator bei den Vikings. Gegen die Danube hat die Mannschaft keinen Punkt zugelassen. Als Trainer strebt man immer nach Perfektion. Was kannst du verbessern – wo müssen sich deine Spieler weiter verbessern?
Chris Calaycay: Ich bin sehr froh, dass die Verteidigung so toll gespielt hat. Meine Jungs sind ein Wahnsinn. Sie spielen mit so viel Herz und Hingabe. Ich kann nicht mehr verlangen, als sie machen. Sie sind Amateure. Jeder von ihnen arbeitet sehr hart im Beruf oder im Studium – manche müssen beides verbinden. Dann noch das Herz zu finden, sich als Football-Spieler einzubringen ist toll. Wir haben heuer schon einige Male keine Punkte für den Gegner zugelassen. Was kann ich da mehr fordern? Wir haben starke Gegner bis zum Saisonende und müssen in jedem Spiel so eine Leistung wie heute abliefern. Aber ich bin sehr stolz auf meine Unit. Ich bin sehr stolz auf mein gesamtes Team. Es macht einfach Spaß und ist mir eine Ehre, sie als Coach betreuen zu dürfen.
Sportreport: Die Weltmeisterschaft steht unmittelbar bevor. Du trainierst auch die Verteidigung des Nationalteams. Mit welchen Gefühlen blickst du auf die Berichte der anderen Teams, welcher Spieler verletzt ist?
Chris Calaycay: Ich blicke jede Woche darauf. Ich spreche auch viel mit den Nationalteamspielern. Nach dem Spiel gegen die Dragons habe ich zum Beispiel mit dem Andreas Düringer gesprochen. Ich hole mir so häufig es geht die neusten Nachrichten über den Heilungsprozess von verletzten Teamspielern ein. Es ist eine sehr harte Saison für mich persönlich. Wir haben jede Woche ein wichtiges Spiel. Aber wir versuchen unser Bestes, damit jede Woche eine tolle Verteidigung der Vikings und am Ende auch eine tolle Verteidigung des österreichischen Nationalteams auf dem Feld steht. Das wird eine große Herausforderung. Wir können nur hart arbeiten. Nicht nur bei den Vikings – sondern auch beim Nationalteam. Am Ende des Tages werden wir sehen, was herauskommt.
Sportreport: Du hast angesprochen, dass der Job als Trainer mit viel Stress verbunden ist. Wie lange dauert es, bis nach dem Spiel der Druck von dir abfällt?
Chris Calaycay: Das ist Coaching! (schmunzelt) Am 20. Juli bin ich Amerika und besuche meine Familie. Das wird dann sehr ruhig und entspannend werden. Daheim habe ich viel Spaß mit meinen Kindern. Ich versuche alles, um ein guter Vater zu sein. Das entspannt mich und gibt mir viel Kraft. Aber natürlich bin auch ein Football-Coach. Der Druck ist immer da. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das will der Gegner auch – so ist der Sport. Ich habe ein tolles Team um mich herum. Ich bin sehr stolz mit diesem Leuten arbeiten zu können.
Sportreport: Urban Meyer hat aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion als Headcoach am College in Florida zurückgelegt. Wie schafft man es die Balance zu halten?
Chris Calaycay: Gott sei Dank ist es nicht so stressig wie in der NCAA. Ich habe in den vergangenen beiden Saisonen ein paar graue Haare bekommen (lacht). Ich habe Spaß mit meinem Beruf. In Europa ist es nicht so arg wie in der NFL oder im College-Football. Ich habe gute Menschen um mich herum. Sowohl bei den Vikings – aber auch privat. Das gibt mir viel Kraft!
Sportreport: Man behauptet, dass Football wie Rasenschach wäre. Wie gut ist der Schachspieler Chris Calacay?
Chris Calaycay: Okay! (lacht) Ich spiele mit meinem Sohn oft. Football ist ein taktisches Spiel – das stimmt! Das macht mir großen Spaß! Dieses „Spiel im Spiel“ gegen die Trainer des anderen Teams zu spielen – was könnte er als nächstes machen und wie könnten wir reagieren? Gegen Ivan Zivko von den Dragons macht das großen Spaß. Er ist ein großartiger Offensive Coordinator – mit Sicherheit einer der besten in Europa. Oder Rick Rhoades von den Graz Giants. Es gibt sehr viele in Europa gegen die es einfach Spaß macht.
Sportreport: Wie viel Bauchgefühl ist in einem Gameplan von Coach Chris Calacay?
Chris Calaycay: Das ist eine sehr gute Frage. Aber bei aller fachlicher Analyse ist jeder Spielzug auch mit Bauchgefühl versehen. Wir sitzen im Büro zusammen und analysieren jeden Spielzug als Team. Auf dem Spielfeld selbst ist sehr viel Bauchgefühl darin. Im Spiel gegen die Dragons waren wir auch hier sehr gut.
Sportreport: Haben dir schon mal deine Frau oder deine Kinder gesagt, dass du diesen Spielzug oder diesen Spieler vermehrt einsetzen solltest?
Chris Calaycay: Mein Sohn Noa hat alle Playbooks daheim. Er zeichnet auch Spielzüge und ist wirklich gut darin. Aber nur für den Angriff. Er spielt jetzt auch Fußball. Er macht also nicht nur Football. Zuhause schauen wir natürlich auch Football und sprechen darüber. Aber es ist nur ein Teil unseres Lebens – nicht der Hauptteil.
Sportreport: Das System in Österreich als anders als in den USA. Was reizt dich mehr? Mit einem fertigen Athleten zu arbeiten oder einen Sportler so weit auszubilden, dass er für die Kampfmannschaft ein Thema ist?
Chris Calaycay: Bei den Vikings haben wir beides. Wir haben junge Spieler, die über den Nachwuchs schon weit entwickelt sind. Beispiel dafür sind Spieler wie Walch oder Illetschko. Sie arbeiten über viele Jahre in der Kraftkammer und haben die Nachwuchsstationen durchgemacht. Diese Spieler können wir natürlich schneller entwickeln als andere. Natürlich haben wir auch viele Spieler, die über das Tryout oder andere Wege zum Team stoßen. Das ist natürlich auch eine Herausforderung, mit solchen Spielern zu arbeiten. Unser Ziel ist es immer, dass wir die besten elf Spieler auf dem Feld haben. Egal wie der Name ist – egal welchen Hintergrund er besitzt.
Sportreport: Im Sport zählen nur die Siege. Welches Gefühl ist es zu sehen, dass sich ein Spieler entwickelt. Ist es wie ein Sieg ohne Spiel?
Chris Calaycay: Ja, definitiv! Aber es ist nicht nur auf dem Spielfeld. Ich hoffe, dass nach meiner Zeit als Vikings-Coach mich ehemalige Spieler kontaktieren und sagen, dass sie Spaß gehabt hätten. Natürlich gilt es, Spieler weiter zu entwickeln. Aber wichtig ist es auch, Spaß zu haben.
Sportreport: Du bist jetzt praktisch zehn Jahre in Österreich. Welchen Stellenwert hat das Land, die Stadt Wien und die Vikings in deinem Leben?
Chris Calaycay: Es sind ’nur‘ sechs Jahre. In den ersten drei Jahren habe ich noch gespielt und da ging es nach der Saison zurück in die Staaten. Seit 2004 bin ich zurück und jetzt lebe vollständig in Wien. Natürlich vermisse ich die USA. Dort sind meine Wurzeln, meine Familie. Aber Wien ist meine Heimat – das ist meine Stadt. Meine Frau und meine Kinder wohnen hier und wir fühlen uns einfach extrem wohl. Wien ist einfach eine tolle Stadt. Was mir die Vikings bedeuten? Es sind hier einfach so viele tolle Leute. Hier fühle ich mich menschlich toll und respektiert. Ich hoffe, ich kann noch 10, 20, 30 Jahre hier coachen.
Sportreport: Du gibst Interviews auf Deutsch und Englisch. Wovon ist das abhängig?
Chris Calaycay: Es ist vom Gefühl abhängig und worüber wir sprechen. Wenn es um ein Gefühl, etwas sehr Wichtiges, manchmal auch um eine Niederlage oder etwas sehr Spielspezifisches geht dann antworte ich in englischer Sprache. Auch wenn ich mittlerweile gut Deutsch spreche (Anm.: Im Hintergrund steht Vikings Defensive Line Coach Santos Carrillo und deutet, dass er es nicht könne und sorgt damit für aufgelockerte Stimmung) habe ich eine Muttersprache. Da gibt es einfach Momente wo ich mich in der englischen Sprache noch wohler fühle. Ich probiere aber so viel wie möglich in deutscher Sprache zu antworten. Es geht von Jahr zu Jahr besser und irgendwann schaffe ich es auch ohne Akzent.
Sportreport: Wo hat sich deiner Meinung nach American Football in Österreich in den letzten zehn Jahren am meisten entwickelt?
Chris Calaycay: In allen Bereichen. Nicht nur sportlich sondern auch im Marketing und auch in der Medienberichterstattung. Ihr Journalisten versteht jetzt die Regeln sehr gut und transportiert fachlich gute Dinge an den Fan weiter. Der Sport kommt jetzt an so viele Leute. Wenn du die Zuseher ansiehst haben wir eine gute Struktur für die Zukunft. Ich hoffe, dass wir in zehn Jahren nicht mehr zu den Randsportarten zählen.
Sportreport: Du hast deinen Urlaub angesprochen. Was machst du dann? Siehst du weiter Football oder machst du komplett andere Dinge?
Chris Calaycay: Ich bin jetzt Mitglied in einem Golfklub. In den Staaten werde ich mit meinem Vater sicher einige Runde hinlegen. Ob ich gut bin? (schmunzelt) Okay, nächste Frage. Aber ich werde sicher campen, Rad fahren und entspannen. Also es wird wohl wenig Football werden.
Sportreport: Eines deiner Idole als Trainer ist Lou Holtz. Eine Aussage von ihm ist, dass er von jedem Footballspiel lernen könnte. Früher stand er aktiv als Headcoach an der Seitenlinie – jetzt arbeitet er bekanntlich als TV-Experte. Was lernt Chris Calaycayaus Spielen wie beispielsweise gegen die Danube Dragons – was lernst du von einem Spiel wenn du es als Live-Übertragung im Fernsehen siehst?
Chris Calaycay: Das ist eine sehr gute und schwierige Frage! (überlegt kurz) Die Lehre vom Spiel gegen die Dragons ist, dass du Vertrauen in den Gameplan haben musst. Ich denke, wir waren heute praktisch perfekt – da gibt es nur wenig Platz für Steigerungen. Es hat praktisch alles funktioniert. Im Fernsehen lernt man unterschiedliche Dinge. Hier ist eine pauschale Antwort nicht möglich. Das hängt vom Spiel ab.
Sportreport: Wie würdest du einen Fan – mit einfachen Worten – die Sportart und Faszination American Football erklären?
Chris Calacay: Keine Ahnung! Denn es ist für jeden etwas dabei. Es gibt Leute, die spektakuläre Angriffsspielzüge sehen wollen. Andere mögen harte Hits in der Verteidigung. Wiederum andere mögen das analytische Spiel der Trainer. Es gibt so viele Aspekte des Spiels. Es gibt so viele Gründe dieses Spiel zu lieben.
Sportreport: Auf Youtube sind die Ansprachen von Footballtrainer ein Renner. Nimmst du dir Anleihen von solchen Videos oder gestaltest du diese selbst?
Chris Calaycay: Meine Ansprachen an das Team sind sehr simpel und direkt. Es geht in der Regel darum, dass wir die Spielzüge gut, hart und intelligent spielen. Dazu kommt, dass du immer mit heißem Herz aber kühlen Kopf spielen musst. Football ist eigentlich ein simples Spiel. Du musst diese Richtlinien auf dem Spielfeld umsetzen um erfolgreich zu sein. Wenn du als Spieler nicht begeistert bist, auf der Hohen Warte gegen die Danube Dragons vor 4.000 Zuschauer zu spielen, dann bist du bei der falschen Sportart. Meine Spieler wollen diese Spiele. Da brauche ich nicht viel sagen. Ich erinnere sie nur daran, was sie machen müssen.
Sportreport: Und natürlich dumme Fehler vermeiden!?
Chris Calaycay: Ja, genau. Siehst du, das habe ich vergessen. Natürlich ein ganz wichtiger Basispunkt im Spiel!
Sportreport: Coach die letzte Frage kommt traditionell aus unserer Redaktion. Wer stellt die härteren Fragen: Footballfans welche die Berichte lesen und die Spiele besuchen oder Sportjournalisten?
Chris Calaycay: Journalisten! Sie sehen Dinge und stellen Fragen darüber. Sie sehen die Dinge wie sie sie empfinden. Der Journalistenjob ist sehr hart. Mein Job ist auch hart und manchmal wohl härter als ihrer (lacht).
Sportreport: Denkst du, dass die Leser sich mehr auf das konzentrieren was auf dem Spielfeld passiert!
Chris Calaycay: Ja, das stimmt genau!
Das Gespräch führte Thomas Muck
26.05.2011