ÖVV-Herren unterliegen Griechenland

Am Donnerstag erlitt das ÖVV- Nationalteam, das sich in der Intensiv-Vorbereitung auf die EuroVolley 2011 befindet, zum 2011 CEV Volleyball European League-Auftakt vor 600 Zuschauern in Salzburg (Wals-Siezenheim) eine 1:3 (15:25, 25:22, 23:25, 21:25)-Niederlage gegen Griechenland. Spiel zwei findet am Samstag in der Stadthalle Steyr statt. ORF Sport plus überträgt die Partie ab 20:15 Uhr live.
Österreich startete verhalten und nervös in die Partie gegen Griechenland, das 27 Plätze vor den ÖVV-Herren in der Weltrangliste auf Rang 46 zu finden ist. Schon bald hatten die Gäste eine 16:7-führung herausgespielt, die sie locker verteidigten und den ersten Satz 25:15 gewann. Im zweiten Durchgang traten die Österreicher, angeführt von Aufspieler Oliver Binder stark verbessert auf. Beim zweiten technischen Time-Out lag das Team von Headcoach Michael Warm 16:12 vorne. Die Griechen verkürzten noch einmal auf 23:21, aber die Hausherren behielten die Nerven. Der erste Satzball beim Stand von 24:21 wurde noch abgewehrt, aber mit einem Aufschlagfehler der Gegner wurde der Satz schließlich mit 25:22 gewonnen.
Der Satzgewinn gab den Österreichern offensichtlich Auftrieb. So gelang es der Warm-Truppe auch im 3. Satz 12:8 in Führung zu gehen. Zwei schwache Minuten mit einigen Fehlern brachte dann Griechenland das Momentum zurück. Die Hellenen glichen vorerst aus. In der spannenden Schlussphase hatten die Gäste dann knapp mit 25:23 die Nase vorn. Im vierten durchgang gaben beide Mannschaften noch einmal alles. Das Spiel wogte hin und her, bis die Griechen auf 20:17 davonzogen. Österreich kämpfte sich noch einmal auf 19:21 heran, aber mehr war an diesem Abend nicht drinnen.
Stimmen:
ÖVV-Teamchef Michael Warm:„Wir hatten viele Träume und Hoffnungen vor dem Spiel und wurden dann im ersten Satz kalt erwischt. Mir gefällt aber, dass die Mannschaft solche Situationen wegstecken kann. Das hat sie im zweiten Satz bewiesen. Im dritten Satz waren wir dann zwei, drei Minuten nicht konzentriert genug, die auch den Unterschied ausgemacht haben. Am Schluss waren die Griechen einen Ticken besser, ich bin aber trotzdem zufrieden. Man merkt, dass die Spieler Selbstvertrauen aus ihren guten Leistungen schöpfen können. Mit Oliver Binder hat Österreich nun einen Aufspieler, wie es ihn wahrscheinlich schon lange nicht mehr gegeben hat. Leider hat uns manchmal in der Annahme ein wenig der Mut gefehlt, wahrscheinlich aus Angst einen Fehler zu machen. Vor dem Rückspiel am Samstag haben wir noch zwei Trainingseinheiten, in denen wir daran arbeiten wollen, noch aggressiver anzunehmen. Mal schauen, wie es uns in Steyr ergeht, wo wir im Vorjahr die Türkei schlagen konnten.“
Oliver Binder: „Im ersten Satz haben wir nervös gespielt. Das ist aber normal, da es erst unser drittes gemeinsames Spiel nach einer langen Saison war. Im zweiten Satz haben wir zu unserem Spiel gefunden. Bisher stand vor allem die körperliche Vorbereitung im Vordergrund, weil uns sonst bis zur EuroVolley die Luft ausgeht. Wir müssen noch an der Abstimmung arbeiten, aber das wird schon bald besser werden.“
Philip Schneider: „Vom Ergebnis her, können wir nicht zufrieden sein. Wir haben aber Spielzüge gezeigt, die beweisen, dass wir Volleyball auf einem hohen Niveau spielen können. Die Abstimmung im Angriff und beim Block müssen wir noch verbessern. Es macht wirklich Spaß mit der Mannschaft, weil alle immer 100 Prozent geben.“
Topscorer Österreich: Zass 31, Schneider 14, Frühbauer 8
Topscorer Griechenland: Roumeliotis 19, Fragkos, Soultanopoulos 9
27.05.2011