ÖVV-Herren unterliegen Griechenland mit 1:3

Volleyball

Das ÖVV-Nationalteam, das sich in der Intensiv-Vorbereitung auf die EuroVolley 2011 befindet, musste sich auch im zweiten Spiel der 2011 CEV Volleyball European League-Saison vor 600 Zuschauern in Steyr Griechenland nach zwei Stunden und vier Minuten 1:3 (25:19, 22:25, 22:25, 24:26) geschlagen geben. Schon am kommenden Wochenende geht es im Pool A mit zwei Auswärtsspielen in Guadalajara gegen Spanien weiter.

Österreich begann mit derselben Startformation (Zass, Reiser, Schneider, Frühbauer, Wohlfahrtstätte, Binder, Libero Laure), wie am Donnerstag. Diesmal fanden die Gastgeber angeführt von Aufspieler und Geburtstagskind Oliver Binder aber gleich ins Spiel und ging 12:8 in Führung. Die Griechen wirkten noch nicht so konzentriert wie in Spiel eins, während bei den Österreichern fast alle Aspekte des Spiels funktionierten. So gelang ein beeindruckendes 25:19 im ersten Satz. Nun legten die Griechen aber einen Gang zu und angeführt von Kapitän Nikolaos Roumeliotis gingen sie 18:15 in Führung. Bei Österreich klappte nun die Annahme nicht mehr so gut, wodurch Griechenland den knappen Vorsprung bis zum Schluss verteidigen konnte und mit dem 3. Satzball nach Sätzen ausglich.

Der dritte Satz bleib bis zum Ende ausgeglichen, doch erneut hatten die Gäste am Schluss die besseren Lösungen und gewannen so erneut 25:22. Nach einer 12:6-Führung sah es schon ganz so aus, als hätten die Griechen leichtes Spiel, doch dann brachte ÖVV-Headcoach Michael Warm mit Lukas Weber und Michael Laimer neuen Schwung ins Spiel. Einige Blocks und tolle Angriffe später war Österreich wieder zurück im Spiel. Mit dem 18:17 konnten sie zuerst in Führung gehen und hatten dann beim 24:23 gar die Chance auf den Satzgewinn. Ein Servicefehler und ein Block brachte Griechenland die Chance den Satz und damit das Spiel zu gewinnen und die Favoriten ließen sich die Chance nicht entgehen.

Am Ende muss sich Österreich in einer völlig ausgeglichenen Partie knapp geschlagen geben. Die Blockstatistik (12:11) und der Angriff (44 Prozent zu 45 Prozent) spiegeln das wider. Obwohl man schlussendlich 10 mehr Punkte als der Gegner gemacht hatte, reichte es aufgrund der Eigenfehler nicht für ein besseres Ergebnis.

ÖVV-Headcoach Michael Warm: „Das Team hat erneut gezeigt, dass es Herz hat und auch in Situationen, wo man leicht den Mut verlieren kann, weiterkämpft. Das hat auch Aufspieler Lukas Weber, der immer ein Spiel drehen kann, in seiner Jokerrolle gezeigt. Wir haben heute in vielen Bereichen besser gearbeitet, als im ersten Spiel, aber die Griechen haben uns andere Schwächen aufgezeigt. Ich glaube, mit besseren Lösungen in ein paar Situationen beim Block in der Mitte und im Angriff, hätten wir besser abschneiden können. Das sind aber Dinge an denen wir erst arbeiten werden und ich bin mir sicher, dass sie dann auch besser klappen werden.“

Libero Frederik Laure: „Man hat gesehen, dass wir um jeden Ball gekämpft haben. Wir haben heute Punkte gemacht, die eigentlich schon unmöglich sind. Wir werden weiter hart arbeiten, um mehr Konstanz in die Mannschaft zu bringen. Heute hatten wir zwar nicht zwei, drei Minuten in denen wir unkonzentriert waren, aber wir haben in einer Minute zwei, drei Punkte am Stück bekommen. Das müssen wir noch abstellen und ich bin sicher, dass wir das schaffen können.“

Topscorer Thomas Zass: „Natürlich war das Ergebnis nicht ideal, dennoch war es ein gutes Spiel von der ganzen Mannschaft. Wir müssen in gewissen Phasen noch mehr die Ruhe bewahren. Das hat den Unterschied ausgemacht.“

Topscorer Österreich: Zass 18, Schneider 14, Frühbauer 10
Topscorer Griechenland: Roumeliotis 22, Petreas 10

ÖVV

28.05.2011