VCA Amstetten

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Erstes großes nationales Highlight dieser Volleyball-Saison! In der Grazer Bluebox gehen am Freitag die ÖVV Cup-Finali in Szene. Bei den Herren genießt der UVC Holding Graz Heimvorteil, empfängt den VCA Amstetten NÖ (20:15 Uhr).

Dementsprechend optimistisch sind die Murstädter: „Die Bluebox ist für uns ein guter Boden“, erklärt UVC-Sportdirektor Fred Laure, der aber auch weiß, dass „in einem Finale immer alles möglich ist“. Dass man zuhause spiele, sei auf der einen Seite ein Vorteil. „Umgekehrt ist die Erwartungshaltung des Publikums groß. Daher wären wir schlecht beraten, uns selbst zum großen Favoriten zu erklären und uns damit zusätzlichen Druck aufzuerlegen. Wir können aber nicht leugnen, dass wir im Vergleich zu Amstetten wesentlich besser eingespielt sind und nur einen Legionär vorgeben müssen.“

Die bislang einzige Begegnung dieser Saison in der Austrian Volley League spricht jedenfalls für Graz. Ende November verwandelten Florian Ertl und Co. in Amstetten einen 0:2-Rückstand in einen Sieg. Auf Seiten der Niederösterreicher kamen damals fünf Ausländer zum Einsatz, bei den Steirern nur Zoltan Mozer. Im Cup meisterten die Amstettner aber trotz der großen personellen Umstellungen alle bisherigen Herausforderungen. Laure hat die Cup-Matches genau verfolgt und weiß um die Stärken der VCA-Truppe: „Neben unserer eigenen Leistung müssen wir vor allem Thomas Tröthann und Ingmar Zipper in den Griff bekommen. Die beiden sorgen für rund 60 Prozent ihrer Punkte.“

Im Lager des VCA Amstetten NÖ nimmt man die Außenseiterrolle gerne an, zumal es nicht das erste Mal im laufenden Bewerb ist. „Meine Jungs waren schon gegen Klagenfurt sowie gegen Enns Außenseiter und haben sich toll verkauft. Daran ändert sich auch im Finale nichts. Immerhin spielt Graz mit dem Publikum im Rücken in der eigenen Halle und muss nur einen Ausländer ersetzen. Unsere Mannschaft hat im Vergleich zur Meisterschaft ein völlig anderes Gesicht. Der Finaleinzug allein ist für uns ein Riesenerfolg“, führt VCA-Sportdirektor Michael Henschke aus, stellt aber auch klar: „Wir fahren sicher nicht zum Sightseeing nach Graz. Die Mannschaft ist hungrig und geht voll auf den Titel los. Der vermeintliche Heimvorteil kann sich für Graz auch zur mentalen Belastung entwickeln. Wir haben dagegen nichts zu verlieren.“

Einen entscheidenden Spieler sieht Henschke bei den Grazern nicht: „Sie sind eine sehr ausgeglichene Mannschaft, die auch auf fast allen Positionen über personelle Alternativen verfügt. Sollte eine der beiden Mannschaft allerdings einen Traumtag erwischen, wird es für die andere sicher sehr schwierig. Ansonsten schätze ich die Chancen 60:40 für Graz!“

Austrian Volley Cup Herren Finale
30.01, 20:15 Uhr: UVC Holding Graz – SG VCA Amstetten NÖ
Bluebox Graz, live auf ORF Sport+

Ergebnisse UVC Holding Graz:
Union Steyr – UVC Holding Graz 0:3 (19:25, 16:25, 20:25)
VC Gewerbepark Mils – UVC Holding Graz 1:3 (21:25, 15:25, 25:14, 16:25)
Vulkanland Volleys Feldbach – UVC Holding Graz 0:3 (21:25, 22:25, 16:25)
SG Herzbergland WSV Eisenerz/VBV Trofaiach – UVC Holding Graz 0:3 (8:25, 4:25, 14:25)

Ergebnisse SG VCA Amstetten NÖ:
SG VCA Amstetten NÖ – Supervolley Enns 3:0 (25:17, 25:20, 25:15)
SG VCA Amstetten NÖ – Sportunion Bisamberg 3:0 (25:21, 25:14, 25:17)
SG VCA Amstetten NÖ – VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt 3:1 (18:25, 25:20, 25:21, 29:27)
hotVolleys Wien – SG VCA Amstetten NÖ 0:3 (16:25, 18:25, 15:25)

29.01.2015