Spiel 5 in der Halbfinal-Serie Red Bull Salzburg vs. VSV steht am Dienstag auf dem Programm. Können die Adler wieder bei den Bullen gewinnen und erneut in der Serie vorlegen?
Seit vielen Jahren ist Matthias Trattnig der Leitwolf im Team des EC Red Bull Salzburg. Viele wichtige Tore erzielte der Verteidiger in seiner Karriere bereits, auch am Palmsonntag in Villach traf der Salzburger Kapitän nach einem Alleingang zum 1:0 ins Villacher Herz. Und nachdem der 36-Jährige im Mitteldrittel von einem Geschoss von Robin Weihager am Kopf getroffen wurde, kehrt er schon nach kurzer Zeit als Antreiber ins Spiel zurück. In der Overtime machte dann Alexander Rauchenwald den Game Winner und sorgte damit für den 2:2-Ausgleich in der Best-of-seven-Halbfinalserie. Mit diesem Erfolg holte sich der Meister auch das Heimrecht zurück! „Der Puck hat mich voll am Helm, ungefähr bei der Schläfe, erwischt. Ich fing mir ein Druck-Cup ein. Mir war danach etwas schwindlig, bin genäht worden und kehrte nach fünf Minuten wieder auf das Eis zurück. Es geht jetzt um alles oder nichts. Es macht Spaß und man will natürlich unbedingt gewinnen und das letzte Spiel der Saison spielen. Dafür trainiert man neun Monate, versucht jeden Tag besser zu werden und dafür muss man alles geben“, so Matthias Trattnig. Der Verteidiger spielt seit 2005/06 in der Mozartstadt, war bei sechs Österreichischen Meistertitel und allen fünf Erste Bank Eishockey Liga-Titeln dabei und hält nun bei unglaublichen 481 Punkten (173 Tore, 308 Assists) aus 604 Liga-Spielen für Salzburg. Am Dienstag folgt bereits Halbfinale Nummer fünf in der Mozartstadt. Mit einem Heimsieg können sich die Red Bulls zwei Matchpuck sichern: „Ich hoffe, dass uns dieses Spiel Selbstvertrauen gibt. Es gibt immer noch Sachen, Kleinigkeiten, die wir verbessern können. Ich denke, dass wir uns noch weiter steigern können“, so Matthias Trattnig.
Der EC VSV bietet den Fans in den Play-offs mehr für ihr Geld. Am Sonntag mussten die Adler in Halbfinale Nummer 4 gegen den EC Red Bull Salzburg daheim bereits zum fünften Mal in dieser Post-Season Überstunden machen. Nachdem Villach in der ersten Play-off-Runde gegen die UPC Vienna Capitals noch zwei von drei Verlängerungen gewinnen konnte, hatte man im Halbfinale bisher beide Male das Nachsehen. Damit verlor Villach das Heimrecht wieder an die Red Bulls und muss in Halbfinale 5 oder 7 im Volksgarten gewinnen, um eine Chance auf den Finaleinzug zu haben. Dieses Kunststück gelang den Blau-Weißen in dieser Saison bereits in drei von vier Gastspielen in der Mozartstadt. Stürmer Adis Alagic kennt das Erfolgsrezept: „Salzburg ist sehr gefährlich, sie nützen jeden Fehler aus, wir müssen darauf achten den Puck schneller aus dem eigenen Drittel zu bringen, und das Spiel generell schneller aufzubauen. Wir müssen es schaffen ins Angriffsdrittel zu kommen und uns dort Chancen zu erarbeiten, wenn wir das schaffen wird es hoffentlich ein besseres Ende für uns geben als am Sonntag!“
Erste Bank Eishockey Liga, 5. Halbfinale:
Di, 22.03.2016: EC Red Bull Salzburg (1) – EC VSV (7) 19:40 Uhr
Referees: BERNEKER, STOLC, Nothegger, Pardatscher
Stand in der Best-of-seven-Serie, RBS – VSV: 2:2
Medieninfo Erste Bank Eishockey Liga
21.03.2016