In der fünfte Runde der Admiral Basketball Bundesliga am Nationalfeiertag, spielen vier Teams gegen ihre jeweiligen „Angstgegner“. Im Sky Live Spiel empfangen die Klosterneuburg Dukes den UBSC Raiffeisen Graz. In der vergangenen Saison gelang den Herzögen kein einziger Erfolg in ihrer Heimhalle gegen die Steirer. Auch die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers konnten in der vergangenen Spielzeit nichts Zählbares aus der Messestadt mitnehmen. Ähnlich Bild beim Duell BC Hallmann Vienna gegen ece bulls Kapfenberg – die Wiener entschieden in der Saison 15/16 drei von vier Spielen für sich. Auch die Arkadia Traiskirchen Lions waren vergangene Saison so etwas wie ein Angstgegner der Redwell Gunners Oberwart, waren die Niederösterreicher doch nur eines von zwei Teams, mit dem besseren direkten Duell.
Mit dem WBC Raiffeisen Wels und den Raiffeisen Fürstenfeld Panthers treffen zwei Topteams der aktuellen Saison aufeinander. Beide Teams halten bei drei Siegen und einer Niederlage und stehen ganz oben in der Tabelle. Der Sieger dieses Duells übernimmt nach dieser Runde definitiv die alleinige Tabellenführung, da die Swans (das dritte Team mit drei Siegen) spielfrei bleiben. Der WBC musste die bisher einzige Niederlage im Oberösterreich-Derby einstecken. Die Panthers zogen bisher nur gegen die Lions den Kürzeren. Die Messestädter überzeugten zuletzt vor allem durch ihre Stärke von der Bank. Mike Coffin griff seit der Rückkehr von DeJuan Wright und Kevin Payton auf eine breite 9-Mann Rotation zurück – einer der Gründe warum die Oberösterreicher nur schwer auszurechnen sind. Die Panthers überzeugten bisher vor allem mit ihrer Trefferquote von Down-Town. Mehr als 40% der Dreipunkteversuche fanden in den ersten vier Spielen ihr Ziel.
Die Begegnungen zwischen den Redwell Gunners Oberwart und den Arkadia Traiskirchen Lions haben sich schon seit Jahren als so etwas wie ein „prestige-Duell“ etabliert. In der vergangenen Saison entschieden die Lions das direkte Duell denkbar knapp für sich. Beide Teams gewannen je zwei Spiele, wobei die Löwen die knapp bessere Korbdifferenz aufwiesen. Das nützte den Niederösterreichern aber denkbar wenig, waren es doch die Südburgenländer die am Ende verdient den Meisterpokal stemmten. Beide Teams starteten mit einer Niederlage in die diesjährige Saison, fanden aber mittlerweile längst ihren Rhythmus. Während die Gunners seither drei Spiele (inkl. Europe Cup) gewannen, konnten die Löwen sogar kurzzeitig von der Tabellenspitze lachen, ehe sie pausieren mussten. Eine Pause die aber dennoch genau zur richtigen Zeit kam, sind die Löwen doch vom Verletzungspech verfolgt. Kapitän Benedikt Güttl wurde mittlerweile erfolgreich operiert, hat allerdings noch Trainingsverbot. Über den Einsatz von Terrence Ayree wird am Spieltag entschieden. Chris Chougaz hingegen kann auf eine tiefe Bank zurückgreifen, die mit jungen und hungrigen Talenten gespickt ist. Das Offensivpotential dieser Mannschaft ist in dieser Saison bereits mehrmals aufgeblitzt – im Schnitt gelingen ihnen mehr als 80 Punkte pro Spiel.
Einen Fehlstart haben bisher sowohl der BC Hallmann Vienna, als auch die ece bulls Kapfenberg hingelegt. Während die bulls nach dem Auftakterfolg über die Lions drei Niederlagen en-suite einstecken mussten, sind die Wiener gar noch ohne Erfolg. Über drei Viertel konnte die Rumpftruppe der Wiener in den letzten Begegnungen jeweils mithalten, ehe ihnen die Luft ausging. Wenig überraschend – führen doch Sebastian Koch, Anthony Clemmons und Pedrag Miletic die Statistik in der Kategorie „Minuten pro Spiel“ an. Mehr als 39 Minuten steht das Hallmann-Trio im Schnitt am Feld. Koch durfte in den bisherigen vier Spielen insgesamt gar nur 1 Minute und 9 Sekunden auf der Bank platznehmen. Die bulls hingegen dürften deutlich ausgerasteter sein, in der letzten Begegnung spielte niemand mehr als 30 Minuten. Zuletzt haderten die bulls vor allem mit der Treffsicherheit. Armin Woschank und Milan Stegnjaic haben in dieser Saison ihren Wurfrhythmus noch nicht gefunden – beide trafen gegen die Panthers lediglich 1/7 Dreipunktewürfe.
Im Sky-Livespiel der Feiertagsrunde empfangen die Klosterneuburg Dukes ihren Angstgegner der vergangenen Saison. Der UBSC Raiffeisen Graz gewann nicht nur alle Begegnungen im Happyland, sondern entschied auch das Saisonduell mit 3:1 für sich. Die Dukes gewannen in dieser Saison noch ihr Auftaktspiel gegen die Wiener, ehe sie zwei Niederlagen einstecken mussten. Inside Hüne der Herzöge Jozo Rados ist mit 21,3 Punkten pro Spiel der aktuelle Topscorer der Liga. Unter dem Korb klappt es für die Niederösterreicher bisher tadellos – mit knapp 60% 2P. ist kein anderes Team so erfolgreich wie die Niederösterreicher. Von Downtown ist allerdings noch Luft nach oben vorhanden – lediglich knapp über 20% der Dreier finden ihr Ziel. Die Grazer gewannen bisher eines von drei Spielen. Mit Anton Maresch und Cameron Naylor verfügt der UBSC über zwei brandgefährliche Waffen. Maresch bringt es im Schnitt auf knapp 18 Punkte pro Begegnung und Naylor führt mit mehr als 10 Rebounds pro Spiel die Reboundwertung der Liga an.
Die Spielpaarungen der 5. Runde im Überblick:
WBC Raiffeisen Wels – Raiffeisen Fürstenfeld Panthers Mittwoch, 18.00 Uhr in der Raiffeisen Arena Wels
Redwell Gunners Oberwart – Arkadia Traiskirchen Lions Mittwoch, 18.00 Uhr in der SPH Oberwart
BC Hallmann Vienna – ece bulls Kapfenberg Mittwoch, 18.00 Uhr im Hallmanndome
Klosterneuburg Dukes – UBSC Raiffeisen Graz Mittwoch, 19.00 Uhr im FZZ Happyland Klosterneuburg
Medieninfo Basketball Bundesliga
25.10.2016